Zitat von: "Eisbär"Zitat4. Impulsivität bei mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Aktivitäten (z.B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmißbrauch, Ladendiebstahl, rücksichtsloses Fahren, Freßanfälle - außer Suizid oder Selbstvertümmelung, siehe dazu Krit. 5).Jeder dieser Punkte für sich rechtfertig schon einen Arztbesuch.der 4. punkt trifft wahrscheinlich auf mindestens 30% der republik zu, oder?macht es sinn, konsumgesteuertes verhalten als neurose zu bewerten?
Zitat4. Impulsivität bei mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Aktivitäten (z.B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmißbrauch, Ladendiebstahl, rücksichtsloses Fahren, Freßanfälle - außer Suizid oder Selbstvertümmelung, siehe dazu Krit. 5).Jeder dieser Punkte für sich rechtfertig schon einen Arztbesuch.
4. Impulsivität bei mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Aktivitäten (z.B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmißbrauch, Ladendiebstahl, rücksichtsloses Fahren, Freßanfälle - außer Suizid oder Selbstvertümmelung, siehe dazu Krit. 5).
Worauf ich hinaus will, ist, dass man weniger gleichgültig, ignorant, arrogant ... seinen Mitmenschen gegenüber sein sollte (und sein kann, wenn man will - wenn man eingesehen hat, dass und wofür das wichtig ist!!), dass einen das Leid... des Anderen prinzipiell eben doch etwas angeht.
Aber dieses generelle "Es geht mich nichts an. Ich will damit nichts zu tun haben. Es ist nicht mein Problem. Ich habe meine eigenen Probleme zu bewältigen" oder gar: "Es ist mir egal." das kotzt mich schon an
- und es wundert mich nicht, dass solches ignorantes Denken und Verhalten entsprechend negative Folgen nach sich zieht!
Oh: und wem die vielen Satzzeichen schon wieder zu viel waren: tut mir so leid, dass ich euch überfordert habe!
Und gerade in Großstädten ist so ein Verhalten ja Usus.(Ja, auch die Gründe hierfür lassen sich analysieren bzw. sind ja wohl auch bekannt... - aber damit alleine ist es doch nicht getan, damit ist doch noch nichts verändert...).
Du schreibst über nlp, generalsierst aber dafür ganz schön heftig...
@samediäh, Moment mal!: wo schrieb ich - vor allem: WAS über NLP??? Ich habe das in Zusammenhang mit einem post von Akira mal erwähnt - ohne mich jedoch weiter dazu zu äußern! Also: was meinst du damit
Na eben: sich durchaus für seine Mitmenschen generell verantwortlich zu fühlen - natürlich hat das Grenzen und natürlich gibt es da Unterschiede (für wen man sich in welchem Maße und wie lange "verantwortlich" fühlt und: entsprechend verhält, handelt!!).Aber: vielleicht wird es klarer, wenn ich von Mitgefühl spreche - immer im Geist/Sinne der Humanität!
Also: wenn z.B. jemand auf der Straße zusammenbricht: geh ich dann hin oder lauf ich weiter...Oder wenn jemandem was runterfällt - heb ich´s auf oder nicht...Oder wenn jemand bedroht oder angegriffen wird...: wir diskutierten das bereits in einem anderen thread (weiß leider grad nicht dessen Titel) - da habe ich dazu schon Stellung genommen.
Oder überhaupt: wie stehe ich zu den "Außenseitern" der Gesellschaft: wie gehe ich mit Alten, Kranken, Behinderten, Schwachen, Süchtigen evtl. auch Kindern um?!?
Nehme ich diese Menschen überhaupt wahr? Und wie denke ich (und warum so...) über sie?
Und tue ich selbst aktiv etwas, um (gesellschaftliche) Ungerechtigkeiten zumindest teilweise auszugleichen, auszuräumen (innerhalb meiner Möglichkeiten...)??Oder auch "Nachbarschaftshilfe"... - oder "Freundschaftsdienste": halte ich für alles die Hand auf... oder mache ich auch Sachen FÜR ANDERE unentgeltlich und freiwillig?!???
Also z.B.: brauche ich noch nen Fernseher oder das neue(re) Handy oder dieses oder jenes Kleidungsstück... - ich meine: könnte ich mich nicht auch an anderem (genauso) erfreuen - an Nichtmateriellem z.B. oder auch daran: die Kohle für andere (hilfebedürftige, notleidende) Menschen zu investieren - statt in einen Gegenstand für mich selbst...??
Ich meine: man sollte doch immer wieder mal versuchen, "das große Ganze" zu sehen, nicht nur seine doch recht kleine (wenn auch vollgestopfte!) Welt! Und: so möglich: vielleicht auch selbst einfach mal in diese "harte, unbequeme" Welt rausgehn und selbst mal das (ansatzweise, zeitweise) (er-)leben, was für viele Menschen Alltag ist (z.B. eben: nix zu essen, kein sauberes Wasser, Krieg, schlechte oder keine ärztliche Versorgung, Naturkatastrophen, hartes Klima, nicht frei seine Meinung äußern zu können, um sein Leben täglich fürchten zu müssen...).Einfach, um sich klar zu machen, in welchem Luxus man selbst eigentlich doch lebt und dass man dabei einfach nur Glück hatte - und dass aber die Mehrheit der Menschen dieses Glück nicht haben - und dafür aber auch nix können!
mitleid ist noch schlimmer:
Zitat:Also: wenn z.B. jemand auf der Straße zusammenbricht: geh ich dann hin oder lauf ich weiter...Oder wenn jemandem was runterfällt - heb ich´s auf oder nicht...Oder wenn jemand bedroht oder angegriffen wird...: wir diskutierten das bereits in einem anderen thread (weiß leider grad nicht dessen Titel) - da habe ich dazu schon Stellung genommen.das wiederum ist eine selbstverständlichkeit, die man gute kinderstube nennt. wenn du das meinst, das wird leider immer seltener....
Wenn ich diese Menschen als etwas Besonderes wahrnehme, mache ich es noch schlimmer.
ÄNDERN kannst du weder an der Gesellschaft, noch an deren Wahrnehmung von Randgruppen etwas. Also vergiss es. Alles andere wäre so, als wolltest du das Meer tröpfchenweise umquartieren. Sinnlos.
Meinst du diese Menschen haben kein größeres Problem als was ich oder du über sie denken?! Spende ihnen 50 cent, dann hast du sie glücklicher gemacht als mit jedem Denkprozess.
Engagiere dich,
UND DU HAST RECHT und veränderst die welt zum poisitiven. ich würde mich freuen!
denke aber daran, dass dieser konsum ja auch arbeitsplätze, glückliche mütter, zufriedene kinder, wohlstand und was weiß ich schafft Smile
Das kenne ich vom Urlaub: da besucht man die Slumbunker in Bangkok oder Blechhütten in Afrika und erzählt sich gegenseitig wie gut es einem doch geht: Multikultureller Voyeurismus, das. Man baut sich daran auf, dass es andere gibt, denen es schlechter geht.
Die Gesellschaft etc. werden leicht für die menschliche Natur in Haftung genommen, die nunmal unsäglich von Gier verseucht ist. Das geht einem selber auch so. Wenn du weißt wie man das verändern kann, tell me
Zitat von: "Kallisti"ZitatWenn ich diese Menschen als etwas Besonderes wahrnehme, mache ich es noch schlimmer. inwiefern??Ganz einfach. Viele Behinderte, und die meisten Schwarzen etc wollen auch bloss als Menschen behandelt werden. Warum sollte man sie als etwas besonderes sehen. Sind doch auch bloss Menschen mit ihren persönlichen Eigenarten. Jemanden als etwas Besonderes zu betrachten bedeutet meiner Meinung nach IMMER, ihn ein wenig aus/abzugrenzen. Auch wenn er nicht in negativer Art und Weise als etwas/jemand besonderes dargestellt wird.Und gerade Kranke und Behinderte wollen eigentlich nicht das sie wegen ihrer Krankheit/Behinderung als etwas besonderes gesehen werden, die "anders" behandelt werden müssten. (Zumindest meiner Erfahrung nach)Und die, die wissend versuchen sich über ihre Krankheiten/Behinderungen/Abstammungen als etwas besonderes darzustellen haben eigentlich nichtmal wirklich Aufmerksamkeit verdient.
ZitatWenn ich diese Menschen als etwas Besonderes wahrnehme, mache ich es noch schlimmer. inwiefern??
@samediZitat denke aber daran, dass dieser konsum ja auch arbeitsplätze, glückliche mütter, zufriedene kinder, wohlstand und was weiß ich schafft Smile Oh und gerade da herrscht leider nach wie vor ein großer Irrtum vor, denn: diese "Befriedigung" ist immer nur von (relativ) kurzer Dauer und meist auch nur schwacher Intensität! Und: da muss dann immer wieder für Nachschub, neuen Kick... gesorgt werden - klar: so manipuliert man Leute ...!Und: was meinst du, warum dann gerade in den Industrienationen Depressionen (um nur ein Beispiel zu nennen) so weit verbreitet sind und noch weiter zunehmen!??: Weil die Leute mit all ihrem Materiellen so "zufrieden" sind??
... ja, aber da kann ich dir halt leider überhaupt nicht zustimmen - was ich verdeutlichen wollte, ist: dass ich " jemand ist was Besonderes" generell und nur mit Positivem in Verbindung bringe!!Ausgrenzen hat für mich immer negativen Beigeschmack bzw. Bedeutung und der/die ist eben bei meiner Auffassung von "besonders" nicht enthalten.
ZitatEngagiere dich,... mach ich!! ZitatUND DU HAST RECHT und veränderst die welt zum poisitiven. ich würde mich freuen! ... na klar: es is immer einfacher, ANDERE machen zu lassen... und selbst die Füße hochzulegen...
Was nicht bedeutet, daß ich mich nicht saumäßig freuen würde, wenn sich diese Annahme als falsch herausstellt und wir plötzlich in der Glücksbärchis-Welt voller Friede, Freude, Eierkuchen leben