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Autor Thema: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...  (Gelesen 119757 mal)

colourize

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #300 am: 21 Juli 2011, 16:22:12 »

Eisbär

klar, du kannst natürlich immer behaupten, in deinem Umfeld kenntest du jede Menge Paare, die glücklich monogam leben -und das schon seit 50 Jahren! - Glaubwürdig ist das allerdings nicht.  ;D
Wenn Du meinst, ich lüge, wenn ich Dir sage, daß meine Eltern seit fast 39 Jahren glücklich verheiratet sind, brauchen wir gar nicht weiter zu reden.
Neinnein, Eltern kämen natürlich nieeeeemals auf die Idee, ihren Kindern eine heile Welt vorzuspielen.
Es muss also stimmen. Sie sind permanent voll glücklich und so. Hach, die Welt ist doch wundervoll. ;D
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Eisbär

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #301 am: 21 Juli 2011, 17:43:59 »

Eisbär

klar, du kannst natürlich immer behaupten, in deinem Umfeld kenntest du jede Menge Paare, die glücklich monogam leben -und das schon seit 50 Jahren! - Glaubwürdig ist das allerdings nicht.  ;D
Wenn Du meinst, ich lüge, wenn ich Dir sage, daß meine Eltern seit fast 39 Jahren glücklich verheiratet sind, brauchen wir gar nicht weiter zu reden.
Neinnein, Eltern kämen natürlich nieeeeemals auf die Idee, ihren Kindern eine heile Welt vorzuspielen.
Es muss also stimmen. Sie sind permanent voll glücklich und so. Hach, die Welt ist doch wundervoll. ;D
Klar, es gibt Beispiele, wo Menschen nur für die Kinder zusammen bleiben. Bei wievielen von denen sind die Kinder schon alle Ü30?
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colourize

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #302 am: 21 Juli 2011, 17:51:17 »

Eisbär

klar, du kannst natürlich immer behaupten, in deinem Umfeld kenntest du jede Menge Paare, die glücklich monogam leben -und das schon seit 50 Jahren! - Glaubwürdig ist das allerdings nicht.  ;D
Wenn Du meinst, ich lüge, wenn ich Dir sage, daß meine Eltern seit fast 39 Jahren glücklich verheiratet sind, brauchen wir gar nicht weiter zu reden.
Neinnein, Eltern kämen natürlich nieeeeemals auf die Idee, ihren Kindern eine heile Welt vorzuspielen.
Es muss also stimmen. Sie sind permanent voll glücklich und so. Hach, die Welt ist doch wundervoll. ;D
Klar, es gibt Beispiele, wo Menschen nur für die Kinder zusammen bleiben. Bei wievielen von denen sind die Kinder schon alle Ü30?
Das meinte ich nicht.
Aber glaubst Du ernsthaft, dass Deine Eltern ihre Sexualprobleme mit Dir diskutieren würden, wenn sie welche hätten? Oder die Beweggründe warum sie zusammen sind oder nicht? Oder ob es Seitensprünge gab, sie sich aber trotzdem zusammengerauft haben? Also "in guten wie in schlechten Tagen" versucht haben, die Sache zusammen durchzuziehen, obgleich nicht immer alle dabei völlig glücklich waren?

Ich denke nicht, dass man derartige Eheprobleme unbedingt mit seinen Kindern diskutieren muss. Der Umstand, dass man sich auch wieder zusammenrauft und dann wieder mal ne bessere Phase kommt, heißt also nicht dass man 39 Jahre glücklich verheiratet ist.
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Eisbär

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #303 am: 21 Juli 2011, 18:06:18 »

Du kennst weder meine Eltern noch meine Beziehung zu ihnen. Ich finde es bedauerlich, daß Deine Beziehung zu Deiner Familie es Dir nicht ermöglicht, zu sehen, wie sie sich fühlen.
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colourize

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #304 am: 21 Juli 2011, 18:15:31 »

Du kennst weder meine Eltern noch meine Beziehung zu ihnen. Ich finde es bedauerlich, daß Deine Beziehung zu Deiner Familie es Dir nicht ermöglicht, zu sehen, wie sie sich fühlen.
So ist es schwer zu diskutieren, da hier niemand deine Eltern kennt.

Aber immerhin bist du dir sicher, sie genau zu kennen. Ist ja schon mal was.
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Kallisti

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #305 am: 21 Juli 2011, 23:15:12 »

Eisbär

klar, du kannst natürlich immer behaupten, in deinem Umfeld kenntest du jede Menge Paare, die glücklich monogam leben -und das schon seit 50 Jahren! - Glaubwürdig ist das allerdings nicht.  ;D
Wenn Du meinst, ich lüge, wenn ich Dir sage, daß meine Eltern seit fast 39 Jahren glücklich verheiratet sind, brauchen wir gar nicht weiter zu reden.

Eisbär

selbst wenn deine Eltern seit 39 Jahren absolut monogam kontinuierlich (so: monogam) glücklich waren bzw. sind - "reicht" dieses eine Beispiel nicht als "Nachweis" für deine Behauptung weiter vorne, in welcher du von "zahlreichen Beispielen" sprichst:


Zitat
Es gibt durchaus Paare die Jahrzehnte monogam zusammenlebten. Ganz klassisch in der Variante "Bis das der Tod uns scheidet". Nicht weil sie es mußten, sondern weil sie sich liebten. Da kenn ich zahlreiche Beispiele.


Wie ich schon mehrfach sagte: Ja, es gibt sicher eine Menge Paare (noch ;) ), die mitunter sogar mehrere Jahrzehnte monogam leben - allerdings gehören diese den Generationen vor uns(rer) an, wurden also anders (moralisch!) "geprägt", sind anders beeinflusst, erzogen usw.

Und die, die jetzt/heute (unsere Generation und jünger) monogam zusammenleben, tun das entweder nicht über mehrere Jahrzehnte schon so, sondern höchstens bis zu 10 oder max. 20 Jahren (und davon: bis zu 20 Jahre - gibt es sicher nur sehr wenige: die so lange absolut monogam zusammenleben!).

Du hast also deutlich übertrieben.

Und dann kommt noch in beiden Gruppen (den Älteren wie den Jüngeren) hinzu, dass sie zwar vielleicht sogar tatsächlich monogam leben (also: heimliche Seitensprünge auch nicht stattfinden/-fanden!), aber da bei beiden Gruppen sehr fraglich ist, ob und (falls ja) wie zufrieden oder gar glücklich sie damit (mit dieser Form des Zusammenlebens: monogam, mit dieser Situation) in ihrer Beziehung bzw. in ihrem Leben sind.

Nur weil Leute monogam zusammenleben und zusammenbleiben (wenn überhaupt - also ohne "heimliches Fremdgehen"), heißt das ja noch lange nicht, dass sie damit so zufrieden sind - dass sie das wirklich bewusst und freiwillig so entschieden haben - oder sich nicht viel mehr dem gesellschaftlichen Usus gebeugt haben ...


Und zu all dem kommt, was colourize bereits ansprach:
Dass du nicht wissen kannst, ob sie (diese langjährigen monogamen Paare) wirklich "glücklich", zufrieden sind und waren - auch wenn sie das behaupten oder den Anschein erwecken!
Und dass du ebenfalls nicht wissen kannst, nicht weißt, ob sie tatsächlich all die Jahre bzw. Jahrzehnte wirklich monogam waren.

Davon abesehen finde ich es keineswegs "bedauerlich", wenn jemand das alles von seinen Eltern nicht weiß - ich finde, auch Eltern haben (auch und gerade ihren erwachsenen Kindern gegenüber) eine gewisse Privatsphäre - und bei aller Vertrautheit und "guten", "innigen" ... Beziehung/Verhältnis muss oder möchte man (die Eltern z.B., aber auch die Kinder) vlt. nicht unbedingt über die sexuelle Lebensweise der Eltern so genau informiert sein (ob es Seitensprünge gab, wann, von wem, wieviele, warum - ob das hintenrum passierte oder nicht, ob sie sich monogam langweilten oder ganz und gar "glücklich" waren: 39 Jahre lang ganz und gar monogam, ohne Unterbrechung - und welche Rolle Sex da überhaupt spielte - oder nicht ...).
Das ist dann vielleicht ja doch eher: Sache der (deiner) Eltern - und nicht deine. ? 
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nightnurse

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #306 am: 21 Juli 2011, 23:30:20 »

Und die, die jetzt/heute (unsere Generation und jünger) monogam zusammenleben, tun das entweder nicht über mehrere Jahrzehnte schon so, sondern höchstens bis zu 10 oder max. 20 Jahren (und davon: bis zu 20 Jahre - gibt es sicher nur sehr wenige: die so lange absolut monogam zusammenleben!).

Hooray for Erbsenzählen  ::)

Davon abesehen finde ich es keineswegs "bedauerlich", wenn jemand das alles von seinen Eltern nicht weiß - ich finde, auch Eltern haben (auch und gerade ihren erwachsenen Kindern gegenüber) eine gewisse Privatsphäre - und bei aller Vertrautheit und "guten", "innigen" ... Beziehung/Verhältnis muss oder möchte man (die Eltern z.B., aber auch die Kinder) vlt. nicht unbedingt über die sexuelle Lebensweise der Eltern so genau informiert sein...
Das ist dann vielleicht ja doch eher: Sache der (deiner) Eltern - und nicht deine. ?

*auch findet*
Es gibt Dinge, die will ich gar nicht über meine Eltern wissen und ich kenne Leute, die darunter leiden, sehr mitteilsame Eltern (Stichwort Alt-68er) zu haben...und genauso gibt es Dinge, von denen ich sicher bin, dass meine Eltern sie nicht über mich wissen wollen - selbst, wenn ich davon erzählen wollte  8)
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Eisbär

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #307 am: 22 Juli 2011, 00:12:45 »

Ich weiß sicher genauer was im Kopf meiner Eltern vorgeht als Du was im Kopf der Allgemeinheit vorgeht. Und daß in unserer Generation die Zahl derer die über 20 Jahre monogam lebten nicht so groß ist, hängt nicht nur mit der Erziehung zusammen. Vor 20 Jahren war ich 14 und da hatte ich noch gar keine Beziehung.
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Kallisti

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #308 am: 22 Juli 2011, 11:26:26 »

Ich weiß sicher genauer was im Kopf meiner Eltern vorgeht als Du was im Kopf der Allgemeinheit vorgeht. Und daß in unserer Generation die Zahl derer die über 20 Jahre monogam lebten nicht so groß ist, hängt nicht nur mit der Erziehung zusammen. Vor 20 Jahren war ich 14 und da hatte ich noch gar keine Beziehung.


Eisbär

der Vergleich hinkt - ich bin mir schon ziemlich sicher, dass du bestimmt nicht weißt, wie das Sexualleben deiner Eltern in den vergangenen 39 Jahren verlaufen ist - aufs Thema bezogen: ob sie monogam gelebt haben (durchgängig, ohne "Ausnahmen" ...) und ob sie dabei bzw. damit (der monogamen Beziehung) in all den Jahren zufrieden, glücklich waren ... (siehe, was ich dazu oben schon sagte).

Es geht hier nicht darum, ob du weißt, was "im Kopf deiner Eltern vorgeht" - sondern was sie wie in einem bestimmten Lebensbereich (Sexualität und Beziehung) denken und wie sie da lebten und ob sie damit 39 Jahre lang auf diese Weise zufrieden waren.

Es kann sehr gut sein, dass du über andere Dinge, die "im Kopf deiner Eltern vorgehen" durchaus informiert bist - vielleicht auch detailliert.

Und es geht desweiteren nicht darum, "was die Allgemeinheit denkt", sondern: was ich beobachten kann - und beileibe nicht nur ich - wie "die Allgemeinheit" (wer oder was ist das deiner Definition nach eigentlich??), was viele Menschen tun, wie sie leben, wie sie sich verhalten (auch natürlich wieder: auf das Thema bezogen, logisch ;) ).


Also mit solchen pauschalisierenden Phrasen, die nur in die Irre führen sollen und am Thema vorbeigehen, kommen wir nicht weiter. Nicht wahr?  ;)

Und dann ging es ja nicht nur um deine Eltern, wie ich auch oben schon schrieb, sondern um die "zahlreichen Beispiel-Paare", die du angeblich kennst, die schon mehrere Jahrzehnte glücklich monogam leben (durchgängig monogam und in Beziehung!).


Und vor allem würde ich mir wünschen, dass man meine gestellten Fragen einmal beantwortet:

Warum man Menschen sexuell/körperlich nicht teilen kann oder will - aus welchen Gründen? Wenn es - wie oben von mir beschrieben - nicht um Konsum oder "Benutzung" von (beliebigen, austauschbaren) Menschen geht, sondern darum, zu Menschen unterschiedliche, individuelle Kontakte und Beziehungen zu haben - mit oder ohne "Sex"  (wie oben von mir ausführlich erläutert). ?

Warum man denkt, eine monogame Beziehung beinhalte (mehr) "Verbindlichkeit" als "polygame" Beziehungen? (Siehe meine Argumente dazu oben/vorne! Wie, wodurch können diese widerlegt werden?)

Warum man zufrieden(er) (?!?)  damit ist, dass der Partner körperlich nicht andere sexuelle Kontakte hat, aber diese durchaus "geistig", in seiner Vorstellung hat/haben kann - was daran "besser" ist - wenn der Partner also in Gedanken mit evtl. also ganz anderen Menschen sexuell zusammen ist (vlt. sogar "ab und an" auch: während er aber körperlich mit einem selbst "Sex hat")? Ob das nicht Selbstlüge ist und ob man sich und dem Partner und der Beziehung damit wirklich etwas Gutes tut (mit solchen unterdrückten, weggeschobenen, verdrängten Bedürfnissen, mit solchen Lügen, Heucheleien ... - der Monogamie wegen, denn: ich finde das hat mit "Rücksicht auf den Partner nehmen" nichts mehr zu tun -> IM GEGENTEIL! Man betrügt den Partner dann doch erst recht: heimlich, in Gedanken, ohne dessen Wissen: man spielt ihm etwas vor, man ist nicht ehrlich, man wiegt/lässt den Partner in dem Glauben, er alleine sei begehrt, sei der "Quell der sexuellen Erfüllung" ... - um es mal einbisschen überzogen auszudrücken.)


Warum man es für "normal", selbstverständlich, richtig und gut hält, in einer monogamen Beziehung über den Körper bzw. die Sexualität des Partners alleine und ausschließlich (selbst) verfügen zu können, zu dürfen - warum man erwartet, dass er sich freiwillig sexuell nur auf eine einzige Person beschränken, "einlassen", nur mit dieser einen Person sexuell "glücklich", zufrieden, erfüllt sein soll - und das über Jahre und Jahrzehnte - kontinuierlich, beständig! ?

Und für wie realistisch man eine solche Einstellung, Erwartung, Forderung hält?

« Letzte Änderung: 22 Juli 2011, 12:04:18 von Kallisti »
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darkflower

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #309 am: 22 Juli 2011, 11:35:25 »


Nur weil Leute monogam zusammenleben und zusammenbleiben (wenn überhaupt - also ohne "heimliches Fremdgehen"), heißt das ja noch lange nicht, dass sie damit so zufrieden sind - dass sie das wirklich bewusst und freiwillig so entschieden haben - oder sich nicht viel mehr dem gesellschaftlichen Usus gebeugt haben ...


Das Problem beim diskutieren mit dir ist aber auch, selbst wenn jemand schreibt dass er  monogam lebt, sich bewußt dafür entscheidet und glücklich ist, unterstellst du ihm dass er sich was vormacht.  Ist es so schwer zu akzeptieren dass es auch Menschen gibt die sich bewußt für nur einen Partner entscheidenund mit dieser Entscheidung glüklich sind?
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Kallisti

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #310 am: 22 Juli 2011, 11:59:51 »

darkflower


Wenn man mit seiner Entscheidung für Monogamie so glücklich ist, warum kann man dann nicht ganz problemlos auf meine Fragen und Argumente eingehen, antworten, statt immer nur pauschal zu schreiben: ich bin/lebe aber lieber monogam, damit "glücklich"  und will auch nur monogame Beziehungen ...

?


Nochmal: Wieviele monogame Beziehungen "halten" - so monogam, ohne Unterbrechungen, ohne heimliche "Seitensprünge" (oder auch nicht heimliche) - über mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte: glücklich, zufrieden, freiwillig/selbstbestimmt/bewusst entschieden so: monogam?

Sieht man nicht viel mehr, was ich oben schrieb: dass die Leute sich unter anderem dann auch wegen Sex halt einfach lieber trennen - dann können sie ja sagen: "Ich war nicht untreu."
Oder dass es eben doch zu "Seitensprüngen" kommt - und warum die gar nicht selten sind?!?

Und siehe meine anderen Fragen, die ich gerade oben Eisbär stellte.


?


darkflower


... Ja: ich erlaube mir, den Menschen auf den Zahn zu fühlen, ihre "selbstvertändlichen" Konzepte, Entscheidungen, Haltungen zu hinterfragen. - Ist das verwerflich oder verboten?

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Kaffeebohne

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #311 am: 22 Juli 2011, 12:19:34 »

Und vor allem würde ich mir wünschen, dass man meine gestellten Fragen einmal beantwortet:

Warum man Menschen sexuell/körperlich nicht teilen kann oder will - aus welchen Gründen?
Ich hab Dir dazu ja schon was geschrieben, und eigentlich kann ich es nur wiederholen:

Meine persönliche Vorstellung von der Beziehung, die ich haben möchte, sieht eben so aus (monogam). Weil ich mich damit wohlfühle. Wirklich erklären kann man das nicht, außer mit dem eigenen Bauchgefühl. Ich muß dazu sagen, daß ich es auch nicht unbedingt erklären will. Das ist jetzt nicht gegen Dich persönlich, sondern ich hinterfrage es einfach nicht (bzw. nicht in dem Maße, wie Du Dinge hinterfragst). Ich mach mir selbst nicht unbedingt so viele Gedanken, WARUM ich so empfinde.

Ich kann es nicht nachvollziehen, daß es jemand erstrebenswert findet, eine polyamore Beziehung zu haben. Aber das muß ich ja auch nicht (solange es keiner von mir erwartet, ein Teil einer solchen zu sein).

Das Gestalten einer Beziehung geht ja auch über Sexualität hinaus: möchte man zusammen in einem Haushalt leben, möchte man heiraten, oder nicht? Und wie sieht es mit Kindern aus? Man kann im Grunde ganz viel hinterfragen.  ;) Aber Menschen haben nun mal verschiedene Lebensentwürfe. Das ist ja auch gut so!

Es ist natürlich interessant, andere Meinungen zu lesen und darüber nachzudenken. Aber Du hast ja hier auch viele andere Meinungen zum Lesen bekommen. Bis ins kleinste Detail lassen sich nun nicht alle Ansichten erklären, besonders wenn es um Gefühle geht. Du bringst andere durchaus zum Nachdenken mit dem, was Du schreibst. Die Frage nach den Jahrzehnten können hier wohl die wenigsten aus eigener Erfahrung beantworten (merk sie Dir noch ein paar Jahre!  ;) ). Es ist natürlich NICHT verwerflich, daß Du Dir so viele Gedanken machst und Fragen stellst. Aber es ist auch nicht verwerflich, daß andere das nicht tun.  ;) Ich hoffe, Du verstehst mich richtig.  :)
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sYntiq

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #312 am: 22 Juli 2011, 12:22:14 »

Wenn man mit seiner Entscheidung für Monogamie so glücklich ist, warum kann man dann nicht ganz problemlos auf meine Fragen und Argumente eingehen
Kann man. aber a) akzeptierst du diese Begründungen meist einfach nicht und b) Mag man dir evtl. einfach nicht näher drauf antworten, da du leider die durchaus lästige Angewohnheit hast Meinungen die nicht mit deiner konform gehen, nicht als anderer Leute Meinung zu akzeptieren, bzw. sie sogar durch Formulierungen wie "Irrtum" "Gedankenfehler" abwertest, bzw. demjenigen gleich vorwirfst er mache sich etwas vor.
Wenn du die Meinung anderer akzeptieren würdest (Das heisst NICHT, das du sie nicht hinterfragen darfst), oder besser: sogar rein gedanklich nachvollziehen würdest/könntest, egal ob du anderer Meinung bist oder nicht, wären Diskussionen mit dir wohl einiges fruchtbarer und auch interessanter. Und bei weitem weniger anstrengend. ;)
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Kallisti

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #313 am: 22 Juli 2011, 12:48:39 »

@Kaffeebohne und sYntiq


... Ja, aber eben deshalb stelle ich (so oft) - offensichtlich: unbequeme Fragen. Weil ich ja mitbekomme, dass die Leute ihren Haltungen, ihren Überzeugungen, ihrer Lebenspraxis gar nicht so gerne auf den Grund gehen, sie hinterfragen wollen, denn - richtig:

zum Einen ist das oft anstrengend, zum Anderen könnten da Antworten oder Erkenntnisse zu Tage treten, die Konsequenzen erdorderten oder die zu unangenehmen Folgen führen  können - oder alleine kann es schon "unangenehm" sein, diese Erkenntnisse (über sich selbst ...) überhaupt zu gewinnen, sich über ihre Bedeutung klarzuwerden ...


Genau dieses "Bauchgefühl" - ja, das ist es, das hier ja mehrfach genannt wurde - nur anders formuliert: Ich möchte so und so leben und andere können es ja anders machen.

Aber wirklich begründet - sYntiq - hat es noch keiner: warum Monogamie der Polygamie vorgezogen wird - was da nur kam, war:
monogame Beziehung sei "verbindlicher" - ich denke, dass sie das nicht ist, nicht sein kann, habe ich oben erläutern können. ?
Oder auch:  Man wolle nicht beliebig und austauschbar sein - auch dass das bei Polygamie/Polyamorie nicht der Fall ist (sein muss), habe ich erläutert.

sYntiq

ich habe den Eindruck, es ist vielen zu anstrengend, mit mir zu diskutieren, nicht (nur) weil ich gelegentlich deutlich meine Meinung sage - und eben das, das ich denke und wie meine persönliche Haltung ist - dass ich also gerade heraus auch sage, was ich - aus welchen Gründen! - für "kleingeistig", engstirnig, unrefkletiert oder selbstbegrügerisch ... halte, sondern auch:

dass man - bei eigentlich den meisten Themen - lieber einfach eine Meinung neben der anderen stehenlassen will und das dann mit Toleranz bezeichnet.


Wie ich aber in einem anderen thread schon mitteilte, haben Diskussionen für mich immer etwas eher von "Debatte", eine Art (geistiges) "Kräftemessen" - wer die besseren Argumente hat.

Und dann aber auch, dass ich die Dinge immer gerne hinterfrage, hinter die Fassade sehen möchte - oder viel eher noch: ins Erdgeschoss (nicht unbedingt in den Keller, denn da ist es zumeist so dunkel, dass man kaum etwas sehen bzw. erkennen kann ;) ).

Ich möchte wissen, wie andere Menschen leben bzw. warum sie so leben, warum sie zu diesen und jenen Einstellungen, Haltungen, Überzeugungen gelangt sind - wodurch, und: warum sie daran festhalten ...

Es ist mir zu langweilig, sich nur auf der Ebene auszutauschen:

A:"Ich mag bunte Blumen." - B:"Ich finde große Tiere toll, kann deine Vorliebe für Blumen nicht teilen, möchte damit auch nicht leben - gestehe dir aber selbstverständlich zu, dass du bunte Blumen magst/mögen darfst."  - Ende der "Diskussion".  :)


Meist fehlen eben auch die Begründungen - warum mag A bunte Blumen und B große Tiere... ? Warum kann B A´s Vorliebe für Blumen nicht teilen - auf welchen Gründen basiert das - auf welchen: Haltungen, Überzeugungen und: ERFAHRUNGEN von B ?

Dann kommt C in die "Diskussion" und fragt alles das und traut sich auch zu sagen: Ich finde das nicht ausreichend, einfach zu sagen: ich mag große Tiere, kann aber die Vorliebe für bunte Blumen nicht nachvollziehen bzw. teilen. Möchte außerdem mit bunten Blumen auch nicht leben.
C fragt dann: "Hast du dir mal überlegt, warum du mit bunten Blumen nicht leben möchtest? Vielleicht hat das diesen oder jenen Grund?"

B antwortet darauf zumeist: "Ich weiß den Grund nicht so genau und will ihn auch eigentlich nicht unbedingt wissen. - Ich lebe halt so - warum, interssiert mich nicht oder nur nachrangig. Und es nervt mich auch, dass du, C, das nicht einfach so stehenlassen kannst."


 :o     ???     8)     ::)


Ich meine: sind wir Menschen oder sind wir doch mehr Tier (als Mensch)? - Liegt es nicht in unserer Natur und Verantwortung, bewusst zu leben (soweit als möglich - hirntechnisch und aufgrund individueller Gegebenheiten)? Sollten wir nicht in der Lage und bestrebt sein, mindestens/wenigstens uns selbst gegenüber für unsere Haltungen, Einstellungen und Handlungen "Rechenschaft abzulegen", uns selbst zu hinterfragen, mit uns zuweilen "ins Gericht zu gehen" - einfach: ehrlich mit uns selbst zu sein und bewusst "über" uns.

Nicht bei jeder Sache, nicht rund um die Uhr. Das ist klar. Aber bei den grundlegenden Dingen vlt. schon? Und zu diesen gehört meiner Meinung nach, warum man wie mit anderen Menschen umgeht, warum man wie seine Beziehung(en) lebt, so leben möchte -> aus welchen Gründen, mit welchen Erwartungen, aufgrund welcher Überzeugungen und ggf. Absichten ...


Ja, das ist ein ganz eigenes Thema.  ;)
« Letzte Änderung: 22 Juli 2011, 12:54:59 von Kallisti »
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darkflower

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #314 am: 22 Juli 2011, 12:50:08 »

Wenn man mit seiner Entscheidung für Monogamie so glücklich ist, warum kann man dann nicht ganz problemlos auf meine Fragen und Argumente eingehen
Kann man. aber a) akzeptierst du diese Begründungen meist einfach nicht und b) Mag man dir evtl. einfach nicht näher drauf antworten, da du leider die durchaus lästige Angewohnheit hast Meinungen die nicht mit deiner konform gehen, nicht als anderer Leute Meinung zu akzeptieren, bzw. sie sogar durch Formulierungen wie "Irrtum" "Gedankenfehler" abwertest, bzw. demjenigen gleich vorwirfst er mache sich etwas vor.
Wenn du die Meinung anderer akzeptieren würdest (Das heisst NICHT, das du sie nicht hinterfragen darfst), oder besser: sogar rein gedanklich nachvollziehen würdest/könntest, egal ob du anderer Meinung bist oder nicht, wären Diskussionen mit dir wohl einiges fruchtbarer und auch interessanter. Und bei weitem weniger anstrengend. ;)

Danke sYntiq. Den Worten kann ich mich anschließen.
Hinterfragen kannstdu gerne. Aber du musst auch akzeptieren dass es hier für jeden Grenzen gibt bei dem was er preisgeben will.
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