Es ist viel mehr so, dass - wie ich oben schon sagte, Sexualität ein Aspekt eines Menschen ist - und wenn Menschen in allen anderen Lebensbereichen auch (mehr oder weniger ausgeprägt) "Abwechslung", "Vielfalt" brauchen, wollen, leben (also: man isst nicht sein Leben lang täglich das Gleiche, man trägt nicht jahrzehntelang dieselben Klamotten, man liest nicht Jahre lang nur ein einziges Buch immer wieder, man hat nicht ein Leben lang nur zu einem einzigen Menschen freundschaftlichen oder emotionalen Kontakt, man beschäftigt sich nicht jeden Tag über Jahrzehnte mit denselben Dingen und ausschließlich immer nur mit diesen usw.) - warum sollte die Sexualität davon ausgenommen sein?
Du hast sicherlich Einige zum Nachdenken gebracht (mich auch),
WARUM setzt du "Treue" mit "sexueller Monogamie" gleich - und nicht mit Loyalität und Solidarität?Ich verstehe übrigens auch nicht, warum man seinen Text hierzu schreibt und dann abschließend kommt:"anderes Thema" - "gibt dazu nichts mehr zu sagen" - "gibt Wichtigeres".Ganz offensichtlich scheint "man" also einfach total überzeugt von seiner eigenen Haltung zu sein - die ja aber hinterfragbar ist - siehe, was ich gerade alles schrieb - weil es einfach auf total vielen Fehlannahmen und Missverständnissen beruht. Aber man will es offensichtlich lieber so falsch verstehen - also: ist alles bloß hirnlose, triebhafte, beliebige, kosumartige, oberflächliche Geilheit. - Ja, so kann man sich das selbst sehr leicht machen. Schade. - Die Zeit ist wohl noch nicht reif für solche Diskussionen ...
Ja, das finde ich auch schade - gerade an diesen Stellen wird Diskussion doch erst interessant - gerade wenn/weil man verschiedener Meinung ist. Und es ist dann doch spannend und eine Herausforderung (je nach Thema), die Sicht des Anderen nachzuvollziehen zu versuchen.
... aber ich möchte, dass man mal versucht, meine Argumente zu sehen und auf diese einzugehen, statt nur polemisch zu werden oder sarkastisch. Dies allerdings nicht an dich gerichtet, nightnurse.
Ich konnte Eifersucht und Besitzansprüche nicht einfach über Bord werfen, obwohl ich weiß, dass ein Großteil davon aus eigener Unsicherheit und Verlustängsten resultiert.
Das ganze hatte für mich immer etwas Unverbindliches (obwohl es das eigentlich nicht war) und damit war eine grundlegende Unsicherheit meinerseits verbunden. Und ich möchte keine Unsicherheit, ich möchte mir jemandes Zuneigung sicher sein.
Als ob DU uns zum ersten Mal auf dieses Thema gebracht hättest. Zumindest ich hatte durchaus schon vor Jahren darüber nachgedacht.
KaffeebohneWas ist an einer monogamen Paarbeziehung verbindlich - wodurch, auf welche Weise ist sie "verbindlich" und: für wie lange (so)?Ich denke, genau das ist der Irrtum, der "Denkfehler", der bei den meisten Leuten vorhanden ist. Nur weil/wenn zwei von sich sagen, sie seien "ein (Liebes-)Paar", ist damit nicht gesagt, für wie lange sie das sind, dass sie sich (gegenseitig) darauf verlassen können, dass sie es auch (lange - wie lange?) bleiben (werden).
Warum haben viele Menschen (z.B. also aktuell: in unserer Kultur/Gesellschaft/Zeit) ein so großes Problem damit, einen Menschen sexuell "zu teilen", wenn sie ihn doch aber geistig und emotional (SOGAR EMOTIONAL!!!) doch durchaus und ganz selbstverständlich mit anderen Menschen teilen (können) ?
--> Einerseits werden wir von/mit "Sex" überschüttet und von uns gefordert, wir sollten offen, nicht prüde, verklemmt, sondern tolerant, "liberal" ... sein - und dann geben wir uns auch selbst oft so, um nicht "hinter den anderen herzuhinken", ihnen in nichts nachzustehen, nicht negativ auf- oder aus dem Rahmen (des "Normalen", "Gültigen", "Geltenden") zu fallen. ANDERERSEITS sind wir dann aber doch auch so, dass es heißt: ach, Sex ist doch gar nicht so wichtig, wird viel zu überbewertet usw. (Vielleicht eben aufgrund des Drucks, der da vlt. doch auf vielen liegt.)
Hmm... Kannst du dich deinem Partner/deinen Partnern geistig und emotional nur auf dem gleichen Level öffnen wie "anderen" Menschen gegenüber? Dann allerdings kann ich deine Ablehnung, bzw. dein Unverständnis monogamen Beziehungen gegenüber durchaus verstehen.Gibt es nicht in einer Beziehung das gewisse Etwas, das gewisse geistige "mehr", das emotionale Plus, welches man nur mit/bei seinem Partner "erlebt"?Wie hier schon mehrfach erwähnt wurde, kommt es in einer Beziehung auf mehr an als auf Sex. Irgendetwas muss dieses "mehr" doch sein. Und ob man dieses "mehr" wirklich auch mit anderen Menschen teilt?Oder anders: Wenn dein Partner dich geistig und emotional ganz selbstverständlich mit anderen teilt, und körperlich dann auch noch... Was bleibt dann da noch über? Warum dann überhaupt eine Beziehung mit ausgerechnet diesem Partner (auch wenn es eine offene ist) Was verbindet dich mit IHM aber nicht mit anderen?
Eisbärklar, du kannst natürlich immer behaupten, in deinem Umfeld kenntest du jede Menge Paare, die glücklich monogam leben -und das schon seit 50 Jahren! - Glaubwürdig ist das allerdings nicht.