parallelthema: die medizin ermöglicht immer mehr menschen mit evolutionären schwächen (genfehlern etc.), zu überleben und sich fortzupflanzen. die "schwachen" sterben nicht mehr, und der genpool wird immer "verunreinigter". das könnt z.B. auch dazu führen dass wir ohne medizin nicht mehr leben können, auf dauer. natürlich würde ich nie fordern, kranke einfach sterben zu lassen. aber möglicherweise wäre es besser für unsere zukunft als "tierart". denn mal ehrlich, wer hat nicht irgendeinen genfehler? allergien? diabetes? neurodermitis, schuppenflechte, haarausfall, ... auch das macht uns immer abhängiger von der technik. je mehr die medizin kranken ermöglicht, zu überleben und sich fortzupflanzen, desto weniger kann die menschheit als ganzes auf moderne medizin verzichten. das führt schon in ne böse sackgasse.. es gibt tierarten, die kranke artgenossen aus der herde/schwarm ausstoßen, weil sie instinktiv wissen dass diese tiere sich nicht fortpflanzen dürfen. aber weil wir ja intelligent sind haben wir moral und mitleid und so weiter... das könnte für unsere art den untergang bedeuten, wenn wir es nicht schaffen, eines tages die medizin so weit zu entwickeln dass alle vererbbaren krankheiten aus dem erbgut selbst entfernt werden können. und deshalb befürworte ich auch genforschung. weil der andere weg moralisch nicht akzeptabel ist.
Das was uns evolutionär degenerieren lassen könnte ist die Tatsache, daß Exemplare, die in freier Natur eben selektiven Faktoren zum Opfer gefallen wären, es trotzdem schaffen, sich zu vermehren, es findet also keine Selektion des Genpools mehr statt.Ethisch betrachtet ist das auch völlig in Ordnung, daß z.B. Behinderte eben nicht "zurückgelassen" werden, sondern von der Gemeinschaft mitgetragen werden. Evolutionsbiologisch betrachtet ist das eine Katastrophe. Zumindest solange, bis die Gentechnik so weit ist, daß sie geschädigte Erbanlagen korrigieren kann.Und das würde uns von der natürlichen Evolution entgültig emanzipieren.
richtig verstanden. aufgrund der dortigen nachfrage noch mal: ich befürworte NICHT das willkürliche ändern von körpermerkmalen wie augenfarbe, haarfarbe, größe... am ungeborenen kind. nur die forschung auf dem gebiet der krankheitsbekämpfung.
Ach, ja. Pesco trifft auf den Punkt:Ist Intelligenz wirklich ein evolutionärer Vorteil? In der heutigen Gesellschaft (in der westlichen Welt jedenfalls) beschließen die Intelligenten mehrheitlich, dass sie keine Kinder haben wollen. Die Dummen (Schwarzweißdarstellung zur leichteren Argumentation) haben teilweise keine Ahnung von Verhütung (e.g. schlechte Aufklärung, Leichtsinn unter Jugendlichen etc.), oder machen sich weniger Gedanken darüber, ob sie mit oder ohne Kinder eine bessere Karriere haben können. Ergo: Die Dummen vermehren sich, haben also im Moment rein evolutionär einen Vorteil.
Ist Intelligenz wirklich ein evolutionärer Vorteil? In der heutigen Gesellschaft (in der westlichen Welt jedenfalls) beschließen die Intelligenten mehrheitlich, dass sie keine Kinder haben wollen. Die Dummen (Schwarzweißdarstellung zur leichteren Argumentation) haben teilweise keine Ahnung von Verhütung (e.g. schlechte Aufklärung, Leichtsinn unter Jugendlichen etc.), oder machen sich weniger Gedanken darüber, ob sie mit oder ohne Kinder eine bessere Karriere haben können. Ergo: Die Dummen vermehren sich, haben also im Moment rein evolutionär einen Vorteil.
Na denn sieh zu, dass du immer schön ein Kondom benutzt CC
Zitat von: geeksarebettergoths am 11 Dezember 2008, 11:06:21Na denn sieh zu, dass du immer schön ein Kondom benutzt CC
Tolle Leistung, gabg.
BTW:Das ursprüngliche Thema hatten wir schon mal :http://www.schwarzes-hamburg.com/index.php/topic,5344.0.html