Schwarzes Hamburg

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Autor Thema: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...  (Gelesen 119986 mal)

Thomas

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #240 am: 16 September 2007, 11:40:01 »

Jinx: Die Amputation des Humorareals in Deinem Hirn ist auch schon legendär, oder?
Die übliche Humordiskussion zwischen Jinx/Eisbär ist tatsächlich schon legendär  ;)

Zitat von: Bombe
Komisch. Ich konnte da auch nichts Lustiges entdecken. Bin ich jetzt auch ampudingsda?
Ja.Großflächig.
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Craze

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #241 am: 28 September 2007, 15:51:01 »

Es tut dem der betrogen wird am meisten weh, denke ich.
Well, DUH! Das ist ja eine Hammer-Erkenntnis.
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Kallisti

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #242 am: 30 September 2007, 00:58:34 »

Ok, dann will ich mich einem meiner alten Themen hier doch auch mal wieder "mütterlich" annehmen  ;D

Da hier so oft von "Liebe" die Rede ist - an eben jene: Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, dass man mehrere Menschen gleichzeitig "lieben" kann? Und ich meine jetzt nicht, dass man seine Eltern anders liebt als seine/n Partner/in oder anders als seine Kinder (so man welche hat) oder anders als die beste Freundin oder den Hund, das Auto, die Gitarre - whatever!

Sondern ich meine, dass es durchaus sein kann, dass man sich zu mehreren Menschen zur selben Zeit (oder innerhalb einer Zeitspanne) zwar auf verschiedene Weise (weil: verschiedene Menschen; unterschiedliche Art, miteinander umzugehen, verschiedene gemeinsame Erlebnisse...), aber dennoch ähnlich stark/intensiv (und eben auch sexuell) hingezogen fühlen kann - oder sagen wir doch eben: sie lieben (damit es da keine Missverständnisse gibt)! ?

Klar, wie immer kann man nach der jeweiligen (individuellen?) Definition von "Liebe" fragen...

Aber gehen wir doch mal davon aus, wir wären uns da einig - könnt ihr euch so etwas vorstellen - zumindest zwei Menschen gleichzeitig und gleich intensiv zu "lieben"?

Oder gehört zu eurer Liebesdefinition automatisch, dass eine solche Situation gar nicht möglich sein kann (für euch, wenn ihr liebt)? Das wäre natürlich eine sehr einfache Antwort - und Möglichkeit, sich "aus der Affäre" zu ziehen. ;)
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Craze

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #243 am: 30 September 2007, 04:38:06 »

Aber gehen wir doch mal davon aus, wir wären uns da einig - könnt ihr euch so etwas vorstellen - zumindest zwei Menschen gleichzeitig und gleich intensiv zu "lieben"?
Ich würde es nicht einmal auf zwei Menschen begrenzen wollen - aber technisch umsetzbar ist es IMHO nicht, da es voraussetzen würde, dass alle in diesem Beziehungskonstrukt gleich empfinden oder zumindest emotional damit umgehen können. Das funktioniert nie. Menschen sind zu besitzorientiert dafür.
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DarkestMatter

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #244 am: 30 September 2007, 05:24:10 »

an eben jene: Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, dass man mehrere Menschen gleichzeitig "lieben" kann?
nein, das kann ich mir nicht vorstellen. für einen von beiden (oder von wievielen auch immer) empfindet man mehr als für den anderen bzw. kann sich eine längere zukunft vorstellen.
von daher wäre es einem gegenüber immer irgendwie ... "gemein".
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(http://www.world-of-smilies.com/wos_Schilder2/imsmilin.gif)Aus der "Lingener Tagespost": "Auch im aktuellen Fall führt eine Spur in die deutsch-bayerische Grenzregion."

messie

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #245 am: 30 September 2007, 11:57:43 »

Zitat
- könnt ihr euch so etwas vorstellen - zumindest zwei Menschen gleichzeitig und gleich intensiv zu "lieben"?

In der Theorie mag das sicher möglich sein, gerade wenn man verschiedene Aspekte beider Menschen liebt, die dem anderen fehlen.
Ist mir aber jedenfalls noch nie passiert.

Und was den praktischen Teil dieser Frage angeht, hat es Craze schon gut zusammengefasst:
Zitat
(...) da es voraussetzen würde, dass alle in diesem Beziehungskonstrukt gleich empfinden oder zumindest emotional damit umgehen können. Das funktioniert nie. Menschen sind zu besitzorientiert dafür.
Und das ist gar nicht mal so negativ wie es klingen mag! Nicht selten finden sich alleine hier in unserer Usergallery Fotos mit den Unterschriften "MEINS". Da schwingt neben dem "Finger weg" auch eine gehörige Portion Stolz und Glücklichsein mit. Da steckt ein "ich möchte keinen anderen Mann der Welt haben wollen, er ist es!" mit.

Achja, ich denke, dass es eine große Zuneigung gegenüber zwei Personen gibt, das wird wohl häufiger passieren als man denkt. Nicht umsonst werden diese ganzen Dreiecksgeschichten in Kino und TV immer wieder mal thematisiert. Tja, und nicht ohne Grund nennen sich diese Filme dann nicht etwa "Komödie" sondern "Drama". Happy Ends sind, denke ich, im realen Leben in diesem Falle ausgesprochen selten.
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Kallisti

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #246 am: 30 September 2007, 12:12:15 »

@messie


.... Ok - ob oder wie gut oder auch wie lange so etwas möglich ist..., das ist eine andere Frage, aber du räumst, wenn ich das richtig verstehe, zumindest ein, dass es so etwas geben kann. ? :)

Und ich wage @DarkestMatter einfach mal zu behaupten, dass man nicht grundsätzlich für einen Menschen (von zweien oder mehreren) mehr oder tiefer empfindet als für den/die andere/n - aber eben: anders (weshalb, das begründete ich oben bereits in kurzen Worten).
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messie

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #247 am: 30 September 2007, 12:21:48 »

Zitat
aber du räumst, wenn ich das richtig verstehe, zumindest ein, dass es so etwas geben kann ?

Ja.
Aber nie für wirklich richtig lange. Ich glaube, irgendwann schlägt die emotionale Waagschaale dann in eine der beiden Richtungen aus.
Geht auch gar nicht anders, da so eine Dreieckssituation für alle Beteiligten puren emotionalen Stress bedeutet. Ich glaube, das hält keiner auf Dauer aus. Nicht wenn die Gefühle so tief sind wie du sie hier beschreibst, dass sie schon in Richtung Liebe bzw. Verliebtsein gehen.
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PaleEmpress

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #248 am: 30 September 2007, 12:55:39 »

Ich denke schon, daß es sowas geben KANN. Aber für mich selbst schließe ich es aus. Ich würde mich da entscheiden wollen, da für mich die ideale Beziehungsform die Monogamie ist. Ich möchte nur einen Partner haben, und ich möchte auch für meinen Partner die einzige sein.
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Devil*s Kittie

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #249 am: 01 Oktober 2007, 22:13:16 »

Wahre Intimität kann meiner Meinung nach nur zwischen zwei Menschen entstehen, die ausschließlich einander und sich niemand anderem hingeben. Kurzum, es geht um das Besondere zwischen zwei Menschen und darum, etwas zu geben, was man keinem anderen gibt.
Jedoch bin ich der Meinung, dass ein Mensch genug Kraft hat um mehrere Menschen zu lieben. Nicht viele, aber vielleicht zwei eventuell sogar drei? Ich selbst habe eine Freundin, von der ich bahaupte, sie zu lieben, umgekehrt ebenfalls. Trotzdem konnten wir nebenbei Beziehungen führen. Für meinen Partner war es jedoch nicht zu verkraften und so ist es jetzt auch nicht für ihren Freund erträglich. Es birgt leider harte Probleme in sich. Dabei ist es ein wunderbares Gefühl, seine Liebe zwei Menschen schenken zu können, ebenso, wie von zwei Meschen geliebt zu werden, aber es ist halt zu schön, um wahr zu sein.
Zum Thema Fremdgehen: Vor vier Monaten hat mein Ex unsere zweijährige Beziehung beendet, von der er schon ca. 17 Monate was mit 'ner anderen hatte, wie sich herausstellte. Ich denke diese Art von Untreue ist wohl für niemanden vertretbar...
Interessantes Thema. Man könnte noch soooo viel mehr sagen...
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kampfjogurt

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #250 am: 01 Oktober 2007, 23:00:07 »

hmm messie hat das Beispiel Film gebracht und genau das ist was ich mir auch gedacht hab als ich mir das hier durchgelesen habe... genau diese grundsätzlichen Fragen ... wer liebt wen... er/sie liebt mehrere (nur "anders" wies Kallisti sagen würde) werden in sovielen Filmen behandelt ... mir fällt jetzt auf Anhieb aber KEINER ein der das Thema ernsthafter behandelt und "gut" für ALLE ausgeht ... und genau das ist eigentlich ein guter Spiegel fürs reale Leben... nur ist es in Realität noch viel viel komplizierter als in einem 90 Min Film ...
hmm und meine Meinung WIRKLICH LIEBEN kann man nicht 2 Leute mit der gleichen Intensität ... man kann sich gleich Angezogen fühlen sexuell/intellektuell/ was auch immer ...ell ;) aber Liebe da wäre ich doch sehr vorsichtig ...
Ajo und Fremdgehen ist scheiße aber kann passieren ... vor allem wenn in einer Beziehung irgendwann mal "Alltag" einkehrt ist natürlich keine Entschuldigung und eigentlich nur schrecklich dumm weil man dem Anderen damit nur weh tut aber es heißt lange nicht das man seinen Partner nicht mehr liebt ...
ach das Thema kann einfach nicht befriedigend geklärt werden jeder muss sein eigenen Weg und Zugang zum Thema Liebe finden (das wie ich finde das Wichtigste von allen Dingen ist)... die Menschheit könnte Bibliotheken (oder moderner ganze Serverbänke :P ) mit Meinungen und Thesen zu diesem Thema füllen und es wäre immer noch nicht eindeutig und befriedigend geklärt aber ich denke, dass es sich auch nicht einfach so klären lässt.
Auch wenn die Wissenschaft sagt das es alles nur ein paar Hormone sind die bestimmte Reaktionen und Gefühle im Gehirn auslösen ... aber gut ... just my 2 cents ;D

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Zitat
Pinky:
...Erde du erschaffst wogende Rosenkohlfelder...

Kallisti

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #251 am: 17 Juli 2011, 22:14:21 »

Auch wenn wir das hier ja schon gut durchgekaut hatten - aus aktuellem Anlass  :D kann ich mir nicht verkneifen, den doch mal wieder rauszukramen.  :)


Noch immer frage ich mich, ob wirklich so gut und warum so lange sich der Mythos der menschlichen Monogamie halten kann?

Einfach nochmal ein paar Fragen an die (vor allem:) Damen und Herren, die davon überzeugt sind:

Was denkt ihr, wie verhält es sich in einer Beziehung nach mehreren Jahren (sagen wir mal großzügig so 5, 6 aufwärts - zumeist aber schon früher) mit der sexuellen "Treue"?
Wenn einer von beiden selbst (angeblich) überhaupt gar kein (sexuelles) Interesse, Neugier, Gedanken an/über jemand anderen (außerhalb der monogamen Paarbeziehung) hat oder glaubt, dieses nicht zu haben oder es einfach unterdrückt (derartige Gedanken, Gefühle, Regungen) - so sollte man doch so realitätsnah sein können, sich einzugestehen, dass eventuell es sich aber beim Partner nicht unbedingt genauso verhält.

Wenn also die Zeit (die nur einer von verschiedenen Faktoren dabei ist) schon etwas fortgeschritten ist, meint ihr, euer Partner (wenn schon - vorgeblich - nicht ihr selbst) interessiere sich absolut gar nicht für irgendjemand anderen: "sexuell" - halte keinen anderen Menschen für sexuell "interessant", attraktiv oder gar begehrenswert?

Nehmen wir nun der Einfachheit und Zeitersparnis halber einfach mal an: doch, ihr denkt durchaus, dass vlt. sowohl ihr selbst und/oder (als auch) euer Beziehungspartner/in sich "irgendwann" oder "dann und wann" auch "mal" für andere Menschen sexuell interessieren oder gar sich hingezogen fühlen kann.
Ihr werdet (wie schon weiter vorne im thread) einwerfen, es sei ja aber doch ein Unterschied, ob man diese Gedanken, Gefühle, Wünsche, Vorstellungen, Regungen ... in die Praxis umsetze oder ob man das so mit sich in seinem Kopf abmache. Denn es sei ja ein Zeichen von "Solidarität" oder Disziplin oder was immer, dass man nicht wie ein Tier jeglichem "Trieb" nachgebe - wobei es hier meiner Meinung nach gar nicht mal so sehr oder überwiegend wirklich um den Sexualtrieb geht. Aber das ist noch eine andere Geschichte.

Das würde also bedeuten: Ihr duldet/toleriert bei euch und/oder eurem Partner/in (ich lass das ab jez einfach weg, ist klar, dass ich mich immer auf beide Geschlechter beziehe) eine "geistige" Untreue, aber keine körperliche.

Da stellt sich mir die Frage, wie man damit zurecht kommt - mit diesem Selbstbetrug. ? - Auch stellt sich mir die Frage, welche Qualität eine Beziehung hat, wenn einer der Partner dem anderen aus Rücksicht (??), um ihn nicht "zu verletzen" (??) etwas vormacht: nämlich entweder: plötzlich und für immer absolut kein Interesse (sexuelles) an anderen Menschen (mehr) zu haben (seit sie/er in dieser Beziehung sind) oder: so zu tun, als reichte es völlig aus, das in seinen "Vorstellungen", Gedanken "abzuhandeln", "auszuleben" - auch "für immer" - mindestens aber, so lange diese aktuelle Beziehung andauert.

Dann wiederum frage ich mich: Was, wenn die beiden (Partner) also 7, 8, 9 oder gar 10, 15, 20 Jahre zusammen (ein Paar) sind/bleiben. - In all dieser Zeit sollen beide also niemals:
- entweder: sich für andere Menschen sexuell interessieren (dürfen)
- oder aber: sich interessieren (dürfen), allerdings nur geistig und keinesfalls und unter keinen (zu tolerierenden, zu akzeptierenden, akzeptierbaren Umständen): körperlich.

Nochmal die Frage: Wieviel Selbstbetrug hält eine (solche) Beziehung - auf welche Weise/wie gut (und auch: wie lange) - aus??

Ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass gerade unter solchen "klimatischen Bedingungen" dem heimlichen "Fremdgehen" Tür und Tor geöffnet sind?! Und es also stattfindet -  nur ohne Wissen des Partners?!
Oder ist es nicht auch wahrscheinlich, dass eine Beziehung, in der einer oder beide solchen Repressalien unterliegen, mit eben daraus resultierenden Schwierigkeiten zu kämpfen hat (die sich auf unterschiedliche, individuelle, paar-dynamische Weise zeigen, ausdrücken)?


Wäre eine passable ;) Alternative nicht, sich ein- und einander zuzugestehen, dass Mensch ein "sexuelles Wesen" ist, das sich durchaus für verschiedene Menschen - auch, aber nicht nur - sexuell "interessieren" ... kann bzw. dass das so einfach Realität ist, und dass daraus resultierend man einander auch eine entsprechende Praxis "zugesteht", einen Platz einräumt?

Ich möchte nochmal anmerken, dass ich nicht dafür plädiere, dass jeder mit jedem jederzeit und unzählige Male "sexuellen Kontakt" hat - wir sind ja keine Bonobos, wie ich irgendwo schon mal bemerkte. ;)

Aber etwas mehr Ehrlichkeit und Realitätsbezug würde ich mir in dieser Sache schon wünschen - es würde so viele Missverständnisse vermeiden und so viel unnötigem Leid vorbeugen.




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Eisbär

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #252 am: 17 Juli 2011, 22:59:06 »

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Kallisti

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #253 am: 18 Juli 2011, 13:29:32 »

Eisbär, das is ein lahmer Witz. - Nein nein, ich weiß schon - du meinst das gar nicht scherzhaft.

Wieso Rechtfertigung? Soll ich eine Rechtfertigung für die menschliche "Natur" basteln? Ich habe mir das weder ausgedacht, noch kann ich es verändern (die menschliche Natur, Verhaltensweisen ...).

Ich beobachte nur und "lebe". Und was ich da sehen kann, ist in eigentlich bisher keinem einzigen Fall wirkliche, "freiwillige, ehrliche, funktionierende - langjährige! - "Monogamie".

Es ist eher so, dass das zeitweise möglich ist, gelebt werden kann oder will und wird. Aber zeitlich immer begrenzt. Alles andere ist nicht "ehrlich", nicht echt, nicht freiwillig.

Niemand interessiert sich ein (halbes) Leben lang ausschließlich für den "eigenen" Beziehungspartner (sexuell). - Man unterhält sich auch nicht ein Leben lang nur mit einem einzigen Menschen. Man isst auch nicht ein Leben lang ein einziges Gericht/Nahrungsmittel. (Nein, der Vergleich hinkt keinesfalls.)
Der Mensch wird nicht als monogames Wesen geboren - er kann natürlich sich selbst auferlegen, "monogam" zu leben oder auch asexuell - aber beides ist - da bin ich mir sicher - nicht wirklich möglich, schon gar nicht über Jahre bzw. Jahrzehnte. - Daher kauf ich auch keinem Mönch ab, dass er "axesuell" lebt ... (Masturbation ist auch Sex, ja. ;) )

Und wenn Menschen sich das also gegen ihre Natur dennoch auferlegen, geht das immer nur befristet gut - dann wird entweder doch das Verhalten (und/oder die Einstellung) geändert oder nach anderen "Lösungen" bzw. Ausweichmöglichkeiten gesucht.

So gehen Leute dann eben bspw. "heimlich" fremd (ohne den Partner darüber zu informieren ...) oder man beendet Beziehungen dann einfach nach 1, 2 oder 3 oder auch 9, 10 ... Jahren (ist individuell verschieden - bei manchen sind es auch nur Monate - nein, ich spreche an dieser Stelle bewusst nicht auch noch von anderen Problemen, die zu Trennungen führen können, das ist ein anderes Thema).  Dann ist man ja nicht "untreu", sondern beginnt einfach eine neue Beziehung oder lebt seine Sexualität ohne Beziehung ...

Und dann ist das "sexuelle Interesse", "Bedürfnis" auch bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt - je nach Mensch, aber auch je nach Lebenssituation und ja, auch das Alter spielt doch eine Rolle.

Letztlich führt aber kein Weg daran vorbei, dass ich davon überzeugt bin (felsenfest), dass kein Mensch sich ein Leben lang (oder sagen wir mehrere Jahre bzw. gar Jahrzehnte) sexuell nur für einen einzigen Menschen (nämlich den Beziehungspartner) interessiert.

Wenn man aber "im Geiste" "fremdgeht" - was ist daran "besser" (... ?) als wenn man körperlich sexuelle(n) Kontakt(e) (außerhalb der Paarbeziehung) hat. Sicher: es ist immer eine Frage der jeweiligen individuellen Umstände, Gegebenheiten - in welchen Lebenssituationen, -phasen sich wer befindet, wie man jeweils eingestellt und "veranlagt" ist, wie lange es bereits eine Beziehung gibt, ob man noch/wieder in den (Beziehungs-) Partner verliebt ist oder nicht, wie alt man ist und wie man überhaupt zur (eigenen) Sexualität eingestellt ist, welche Erfahrungen man (bisher) gemacht hat usw..


Anders gesagt: Was habe ich davon, wenn mein Partner in Gedanken auch "bei anderen Menschen ist", körperlich aber bei ausschließlich bei mir bleiben muss (?!)? Und umgekehrt.

Und jeder, der mir sagt, es sei ein Riesenunterschied, ob man "nur" Phantasien habe, die man oft ja auch keinesfalls wirklich so ausleben wolle - oder ob man diese doch in die Realität umsetzt und "Appetit hole man sich woanders, gegessen werde aber zu Hause" - und all solche Phrasen - der sucht nach Rechtfertigungen!

Ich möchte auch nicht sexuelle Phantasien als solche thematisieren und will auch nicht die der anderen Forummitglieder lesen (bevor mir sowas wieder unterstellt wird ;) ) - ich beziehe mich ausschließlich auf die Tatsache, dass Menschen auch an anderen Menschen sexuell interessiert sind (im Laufe einer Paarbeziehung bzw. im Laufe eines Lebens) - und dass ich es für falsch halte, sich etwas aufzuzwingen, das in der Praxis doch regelmäßig, langandauernd (siehe Menschheitsgeschichte und andere Kulturen etc.) und beständig (siehe: bis heute ein Thema in zahllosen Büchern, Filmen, Musiktexten usw.) scheitert - und zum Scheitern verurteilt ist, weil: Mensch nicht monogam "ist" und offensichtlich auch nicht wird ("evolutionstechnisch").

Da nützt es auch nichts, dass es (andere) Tiere gibt, die monogam leben - wir sind Menschen und keine Graugänse (oder welche immer monogam leben).



« Letzte Änderung: 18 Juli 2011, 13:33:14 von Kallisti »
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nightnurse

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Re: Promiskuität, Treue, Fremdgehen...
« Antwort #254 am: 18 Juli 2011, 13:37:13 »

Ich finde, sie hat recht...oder sagen wir, ich vermute die gleichen Dinge.

(so kurz geht das  8) )
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