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Familie = ?
Kallisti:
Ok, meine Antworten:
1. Was SuicideSociety über das Geld geschrieben hat, ist schon richtig - ohne Geld bzw. mit nur sehr wenig lässt sich Vieles nicht machen, das für Kinder aber wichtig wäre (z.B. Sport im Verein, Musikinstrument erlernen, Ausflüge, eventuell auch gemeinsame Urlaube, auch das ein oder andere Spielzeug, Fahrräder ... - später dann: Unterstützung bei der Ausbildung etc.)
2.
--- Zitat ---Ich glaube kaum, dass diese Verallgemeinerungen hilfreich sind, zumal ich nur aus der Perspektive eines Familien-Kindes und nicht das eines Elternteils sprechen kann und ich denke, dass hier nur die wenigsten prädistiniert sind großartige zufriedenstellende Statements zum besten zu geben Rolling Eyes
--- Ende Zitat ---
(Lakastazar)
Nun, wenn man selbst keine Kinder hat, ist es sicher schwieriger, aus dem Elternblickwinkel zu antworten. Aber gerade als Kind (von Eltern) sollte man sich doch auch fragen, was man für seine Eltern eventuell tun kann oder auch tun sollte (je nach Verhältnis und Umständen) - oder: ob überhaupt und warum oder warum nicht (und diese eigenen Gründe bzw. Begründungen dann auch mal reflektieren - sind sie gerechtfertigt? usw.).
3.
--- Zitat --- wer oder was ist denn heute noch eine intakte familie?
--- Ende Zitat ---
(anyway)
Zum einen gibt es da durchaus noch ein paar. Zum anderen: gerade wenn oder weil das aber anscheinend (!?) immer seltener wird, sollte man (gerade deshalb) darüber nachdenken!
4.
--- Zitat ---Was ich persönlich für wichtig erachte?
Das Grundgefühl muss stimmen, und das entwickelt sich nicht durch exzessives Zeit-zu-Hause-verbringen.
Ich meine das Gefühl, angenommen zu werden, ganz gleich, was passiert, Halt zu haben und sich geborgen zu fühlen. Kommunikation ist diesbezüglich ebenfalls unabdingbar - sowohl während dem Aufbau des von mir beschriebenen Gefühls als auch für dessen Instandhaltung.
Edit: Ach ja, und allgemeingültige Spielregeln gibts da m.E. nicht, das muss jede/r selbst herausfinden und austesten.
--- Ende Zitat ---
(Lilyanar)
Naja, sicher gibt es da einiges "Familienspezifisches", aber ich denke schon, dass es auch "allgemeingültige" Grundsätze gibt und auch bestimmte allgemein wichtige Verhaltensweisen! Diese würden mich interessieren (welche ihr da wichtig findet...)!
Was du schriebst, ist schon klar, aber eben mir in diesem Falle zu "allgemein" - das ist ja eigentlich bekannt. Wollte eben schon eher "Details" wissen. ;)
5.
--- Zitat ---warum?
--- Ende Zitat ---
(olli)
... weil´s mich interessiert und zur Zeit beschäftigt - weil ich mir diese Fragen selbst schon oft gestellt habe und nun gerne wissen möchte, wie und was Andere so denken.
6.
--- Zitat ---Langfristiges Zusammensein ist nur möglich, wenn man eine Balance findet, sich Freiräume zu schaffen, aber auch immer wieder selbstständig zu signalisieren, dass man Bindung wünscht.
--- Ende Zitat ---
(DeLaGuerre)
Das ist z.B. so ein Satz, mit dem ich spontan was anfangen kann. :) Man könnte auch sagen: auf sowas hab ich gewartet. ;) Vor allem was den Schluss angeht: immer wieder signalisieren, dass man Bindung wünscht - und sich so auch verhält!!!
7.
--- Zitat ---Doch alles was man sich wünschen könnte, erfordert irgendwo auch ein Gegengewicht. Daran denkt man allerdings bei Wünschen nicht.
--- Ende Zitat ---
(Schwarze_Frequenz)
Auch damit kann ich viel anfangen...! :)
Danke für die bisherigen Beiträge. Vielleicht gibt´s noch mehr?
olli:
--- Zitat von: "Kallisti" ---5.
--- Zitat ---warum?
--- Ende Zitat ---
(olli)
... weil´s mich interessiert und zur Zeit beschäftigt - weil ich mir diese Fragen selbst schon oft gestellt habe und nun gerne wissen möchte, wie und was Andere so denken.
--- Ende Zitat ---
sorry, mir kommt das so vor, als würde man fragen: "was findet ihr an einem guten, intakten auto wichtig?". dann schreiben die leute: reifen, hupe, lack, sitze, abs und so, und dann ist keiner schlauer.
Lakastazar:
Was Olli anspricht, is schon nich ganz verkehrt...
Es is einfach gesagt, was man machen sollte... aber in der Umsetzung vergisst man ganz schnell, die traurige Realität zu erkennen, dass die "Hindernisse" heute überall präsent sind...
Das Familien-Leben is doch heutzutage extremst dezentralisiert... Eine Flut an Informationen und Tätigkeitsoptionen donnert täglich auf uns ein, wie wir unser Leben gestalten können/zu gestalten haben.
Und das bei immer weniger Zeit, die uns übrig bleibt... weil wir diese ja auch noch nutzen müssen, um das dafür nötige Geld aufzubringen...
Ich denke hier bedarf es einer entsprechenden Aufklärung, um nich die Aufmerksamkeit der eigenen Kinder an diese Informations- und Beschäftigungs-Flut zu verlieren... :roll:
Denn da steckt, wie ich denke, das größte Problem... Medienbedingte Entfremdung
Greifenweib:
@ Lakastazar: Medien können Familien auch wieder dichter zusammenbringen, Medium Internet in punkto Kommunikation, für mich sehr wichtig, da Auslandsgespräche doch recht teuer werden können.
Intakte Familie bedeutet für mich, daß ich in meiner Familie immer Rückhalt habe, ich werde bei allem, was ich tue unterstützt. Genauso bin ich aber auch bereit, meiner Familie diesen Rückhalt zu gewähren. Dann Rituale: Sind für mich als Kind sehr wichtig gewesen, zB. gab es Abends immer das gemeinsame Abendessen, da man sich tagsüber eher weniger gesehen hat.
Und Harmonie ist für mich gar nicht mal das Wichtigste, Knatsch gab's bei uns öfter mal, da ich auch heftigst Grenzen austesten mußte. :roll:
Ryel:
Es gibt hierzulande viel zu viele "do"s und "don't"s. Man neigt dazu, alles mögliche zu analysieren, dabei sind viele Mechanismen schlicht und ergreifend so komplex, daß wir sie gar nicht begreifen können. Und besonders Kinder sind komplex.
Ich halte meine Familie beispielsweise für äußerst intakt. Ein Ex meinte, wir seien untereinander so unterkühlt, weil wir einander selten in den Arm nehmen etc. Seine Familie küßte und drückte sich, wie und wann es ging.
Aus meiner Sicht allerdings war seine Familie erstrecht zerrüttet, weil alles so oberflächlich war, und er, der er diesem Haus entstammte, war nicht in der Lage, meine Zuneinung zu begreifen, wenn ich ihn mal für 10 Minuten alleine ließ. ka-putt, sag ich da nur.
Ich denke, wenn man einander ehrlich liebt, findet sich ein Weg. (omg wie kitschig) Die Eltern sind meiner Meinung nach entscheidend dabei, den Kindern ein Empfinden dafür zu vermitteln, da die Kinder es aufnehmen wie Schwämme. Und wenn sie älter werden, ist es an ihnen, darüber etwas nachzudenken und was daraus zu machen.
Außerdem denke ich, daß Dankbarkeit ganz oben stehen sollte - die Kinder bekommen von ihren Eltern ein Leben geschenkt, was kostbarer ist als alles auf der Welt, und Eltern können nur durch ihre Kinder zu Eltern werden und etwas bleibendes hinterlassen. Wenn man das verinnerlicht hat, ist es glaube ich unabhängig von materiellem Wohlstand oder nicht. Naja, aber auch das ist natürlich viel zu weit verallgemeinert...
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