Schwarzes Hamburg > Gedankenaustausch -Archiv-
Familie = ?
anyway:
:zzz: wer oder was ist denn heute noch eine intakte familie?
PaleEmpress:
Da kenn ich so einige...
Lilyanar:
--- Zitat von: "SuicideSociety" ---[...] 'Alleinerziehende' sehr schwer in einem oder mehreren Jobs arbeiten müssen um klar zu kommen und haben oft total überfordert und gestresst gar keine Zeit für die Kinder ( und für sich selbst erst recht nicht ) ... In sozialschwachen Kreisen gibt es sehr viel kaputte Familien eben weil kein Geld da ist
--- Ende Zitat ---
Na also ich denke nicht, dass das der Schlüssel ist. :shock:
Selbst wenn die Eltern bzw. der Elternteil noch so viel Zeit und Geld für ihre/seine Kinder übrig haben/hat ist das doch noch lange kein Garant für eine intakte Familie?!
Wenn ich den ganzen Tag bedröhnt in der Ecke liege hat mein Kind reichlich wenig davon, dass ich soviel Zeit mit ihm (unter einem Dach) verbringe. Wenn ich absolut keinen Kopf für die Bedürfnisse des Kindes habe (aus welchen Gründen auch immer - da muss ich nicht erst bedröhnt vor mich hinschimmeln) hat es reichlich wenig davon, dass ich den ganzen Tag zu Hause bin.
Wenn ich allerdings aus den von Dir genannten Gründen wenig Zeit mit dem Kind verbringen kann, die Zeit, die ich mit dem Kind dann jedoch auch bewusst verbringe und mir allerdings ebenfalls bewusst Zeit für mich selbst nehme, hat sowohl das Kind als ich auch reichlich mehr davon, als wenn ich geistesabwesend den ganzen Tag zu Hause verbringe. Und das funktioniert. Eine meiner Freundinnen ist alleinerziehend und voll berufstätig. Also erzähl mir nix (und die CDU erzählt mir da genauso wenig :mrgreen:).
Was ich persönlich für wichtig erachte?
Das Grundgefühl muss stimmen, und das entwickelt sich nicht durch exzessives Zeit-zu-Hause-verbringen.
Ich meine das Gefühl, angenommen zu werden, ganz gleich, was passiert, Halt zu haben und sich geborgen zu fühlen. Kommunikation ist diesbezüglich ebenfalls unabdingbar - sowohl während dem Aufbau des von mir beschriebenen Gefühls als auch für dessen Instandhaltung.
Edit: Ach ja, und allgemeingültige Spielregeln gibts da m.E. nicht, das muss jede/r selbst herausfinden und austesten.
olli:
--- Zitat von: "Kallisti" ---Würde gerne mal wissen, was ihr in einer "guten", intakten Familie für wichtig und für typisch haltet?
--- Ende Zitat ---
warum?
Schwarze_Frequenz:
--- Zitat von: "DeLaGuerre" --- Wenn Kinder ein solches Verhältnis bei ihren Eltern sehen und entsprechend eine dieser Rollen übernehmen, werden sie sich vielleicht in ihren späteren Bindungen immer wieder unglücklich machen.
--- Ende Zitat ---
Ausschlaggebend für die Persönlichkeitsentwicklung ist ja nun mal größtenteils die Kindheit. Genauer noch, frühe Kindheit. Wer im 1ten Lebensjahr schon mal keine "gesunde" Objektbeziehung aufbauen kann, wird Rest seines Lebens mit anderen Menschen und sich selbst Probleme haben. Depressive Persönlichkeitsstrukturen haben hier schon oft ihren Ursprung.
Im 2ten/3ten Lebensjahr können dann noch Borderline-Persönlichkeitsstrukturen ihren Ursprung finden, wenn das Kind nicht lernt, wie es in seiner Umgebung zunehmend selbstständiger wird.
Wie du schon schreibst, halte ich es in jeder Hinsicht vorteilhaft eine gesunde Balance zu finden. Jemand der das nur unzureichend erleben konnte, hat da schlechtere Karten und wird seine Umwelt immer wieder durch die Ausprägung einzelner Charakterzüge herausfordern.
Wie ich mir eine intakte Familie vorstelle, kann ich nicht sagen. Hab lange überlegt: Doch alles was man sich wünschen könnte, erfordert irgendwo auch ein Gegengewicht. Daran denkt man allerdings bei Wünschen nicht.
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