Ich finde, sie hat recht...oder sagen wir, ich vermute die gleichen Dinge.
Einsicht und Rücksicht, wie gesagt, sind wünschenswert, beweisen aber eben nicht, dass man im tiefsten Grunde seines Wesens monogam veranlagt ist. Die Versuchung ist da, man ist aber verstandesorientiert genug, um erst drüber nachzudenken, bevor man ihr nachgibt.Aber irgendwas gab es offensichtlich nachzudenken.Weisst, wie?
Es ist aber meiner Meinung nach absolut nicht zu pauschalisieren.^^ Wie immer, wenn es um Menschen geht.
Jetzt erwartet ihr sicher den moralischen Twist. Dass das Leben was wir führen ein nicht erstrebsames ist. Promiskuität ist nicht nur wegen Aids sehr schlecht. Ich fürchte, ihr habt recht.
Ach, wie viele Sachen sind müßig....@Kallisti & nightnurse:Letztendlich - was bringt die Einsicht, dass Menschen in der Mehrzahl nicht monogam veranlagt sind? Wird Fremdgehen dadurch in der Praxis weniger schmerzhaft? Erlaubt es einen freieren Umgang miteinander? Ich denke nicht. Wenn 2 Menschen verabredet haben, in Monogamie zu leben, dann haben sie sich daran zu halten. Punkt. Ich verstehe deine Gedanken, Kallisti. Aber ich kann nichts an meiner Einstellung zu Monogamie ändern. Dazu bin ich nicht fähig, denn es ist für mich (im Moment) die einzige Art, wie ich eine Beziehung leben kann, ob es nun auferlegt ist, oder nicht.
Eigentlich gibt es an dem Thema meiner Ansicht nach auch nicht viel zu diskutieren, weil es eines von denen ist, wo mensch seine Meinung eben nicht aufgrund von Argumenten oder statistischen Fakten ändern wird. Ändern kann.
Nur weil man das bei sich selbst nicht hat oder auch bei anderen nicht sieht (woran siehst Du überhaupt was andere denken?), heißt das nicht, daß es keine Menschen gibt, die freiwillig monogam leben.
In Regionen mit Nahrungsmangel herrschen polygame Kulturen vor, in Überflußgesellschaften ist eher die Monogamie das Modell der Wahl.
Es wird einen Grund haben, daß es so zahlreiche Kulturen gibt, in denen die monogame Ehe der Standard ist.
Und der entscheidende Unterschied zwischen physichem und psychischem Betrug sind Geschlechtskrankheiten.
Aus dieser Beobachtung leite ich allerdings keine prinzipiellen und/ oder moralischen Bewertungen von Treue, Monogamie und Promiskuität ab; dazu haben viele Menschen unterschiedliche Ansichten und darüber habe ich nicht zu urteilen. [...]warum soll man nicht monogam sein und nur den einen Sexualpartner haben, wenn das nun mal die Art ist, wie es einem gutgeht? Ist das etwa ein behandlungswürdiger Geisteszustand?
Ich finde es auch sehr zweifelhaft, milde ausgedrückt, aus Beobachtungen über einen Teil der Menschheit auf die Gesamtheit zu schließen und alle Andersdenkenden/-lebenden des Selbstbetrugs, der Realitätsferne und der Unehrlichkeit zu bezichtigen.
Ich habe plötzlich und unerklärlicherweise das Bedürfnis, darauf hinzuweisen, dass sich meine Zustimmung ausschließlich um Kallistis Beitrag gestern um 12:29 und die darin geäußerten Vermutungen handelt, der Mensch sei (im Unterschied zu Albatrossen oder Schwänen oder anderem Geflügel) kein von Natur aus monogames Tier.Das ist eine Vermutung, die einfach aus Alltagsbeobachtungen entsteht und zu der zu stehen ich jetzt nicht besonders spektakulär finde. Auch nicht "als Frau".Aus dieser Beobachtung leite ich allerdings keine prinzipiellen und/ oder moralischen Bewertungen von Treue, Monogamie und Promiskuität ab; dazu haben viele Menschen unterschiedliche Ansichten und darüber habe ich nicht zu urteilen. Wenn Dein, Kallistis, Konzept für Dich und (D)einen Partner schlüssig ist und funktioniert, super, aber offensichtlich ist das nicht jedermanns Lebensentwurf."Warum soll man nicht monogam sein und trotzdem verschiedene Sexualpartner haben", "warm soll man nicht polyamodingsda leben", naja, aber warum soll man nicht monogam sein und nur den einen Sexualpartner haben, wenn das nun mal die Art ist, wie es einem gutgeht? Ist das etwa ein behandlungswürdiger Geisteszustand?(Nee, nee, über solche Sachen wollt ich doch eigentlich nicht anfangen, zu debattieren, schon gar nicht mit Kallisti )
Kallisti: es ist wirklich Deine Sache, wenn Du Dir nicht vorstellen kannst, daß es eben doch Menschen gibt, die, wenn sie lieben, keine Lust auf Sex mit anderen haben. Das heißt nicht, daß man blind durchs Leben geht und attraktive Menschen nicht bemerkt. Aber - um jetzt mal für mich zu sprechen - nur weil ich eine Frau attraktiv finde, will ich doch nicht unbedingt mit ihr ins Bett. Wenn ich mit jeder Frau, die ich als attraktiv empfinde, ficken wollen würde und es nur bei 1% schaffen würde, sie dazu zu verführen, überreden, was-auch-immer, hätte ich Hornhaut am Genital.