Schwarzes Hamburg > Schall und Rauch
Straßenverkehrsfrustluftablass-Thread
Black Ronin:
Ich bin seit 92 oder so nicht mehr Auto gefahren.
Im neuen Job ist es aber notwendig und so hat die Firma 10 Fahrstunden spendiert damit ich da wieder reinkomme.
Nun fahre ich also jeden Tag zu irgendwelchen Kunden. Mit nem Opel Combo. Man kann bei diesem Fahrzeug nicht hinten rausgucken, hat nur die beiden Rückspiegel. Einparken kann ich sowieso nicht und wenn ich an einer Steigung anfahre, würge ich ihn zuverlässig ab.
Und ich hasse sie die sch…. Radfahrer die nebeneinander fahren, völlig sorglos ohne was zu sehen und zu hören auf der Strasse rumeiern oder mit nem Affenzahn über den Zebrastreifen sausen ( So einen hätte ich letzte Woche fast umgenietet)
Oder andere Autofahrer... Die fahren auch oft als ob sie besoffen sind.
Nein, ich fahre nicht gern PKW. Wahrlich nicht.
Obwohl....Es ist warm und trocken bei Mistwetter. Und es strengt körperlich nicht an.
Aber bisher hatte ich immer Herzklopfen wenn ich eingestiegen bin. Mal sehen wie lange das anhält.
NoName:
Kurzprognose zur Teilnahme der E-Scooter am Straßenverkehr:
Die Unfallzahlen (mit schweren Personenschäden) werden natürlich steigen und man wird das dafür Instrumentalisieren um den Individualgebrauch von KFZ im städtischen Bereich weiter zu beschränken (Tempo 30, Rückbau der für KFZ nutzbarer Flächen o.ä.).
nightnurse:
--- Zitat von: NoName am 18 Mai 2019, 11:32:12 ---Rückbau der für KFZ nutzbarer Flächen o.ä..
--- Ende Zitat ---
OMG WIE FURCHTBAR!!!1!! :o ::)
Viele Städte haben da m.M.n. eher Nachholbedarf, aber das ist vielleicht Geschmacksache.
Ja, nun sollen die Roller also nicht auf den Gehweg dürfen, immerhin was. Und wo es keinen Radweg gibt, müssen sie auf der Straße fahren, das ist zwar konsequent, aber für die langsameren Modelle nicht unbedingt schön >.<
Mehr Unfälle wird es wohl geben, aber was daraus folgen könnte, ist doch nur Kristallkugelei, ich habe jedenfalls nicht mitbekommen, daß die durch Leih- und Elektrofahrradnutzung gestiegenen Unfallzahlen bislang für irgendwas instrumentalisiert worden wären außer für Orakeleien über Helmpflicht.
Artikel von tagesschau.de: Gute Studien zur Gefährlichkeit gibt es bislang nicht. Aber ein Miet-Roller hat eine Lebenserwartung von knapp 4 Wochen \o/ "Grundsätzlich ist aber jeder Kilometer, den Sie mit einem E-Tretroller zurücklegen, emmissionsfrei" \o/ denn der Strom kommt aus der Steckdose und die Rohstoffe für den Akku wurden im Alten Land auf dem Demeterhof angebaut und der Rest vom Roller im Erzgebirge handgedengelt \o/ \o/ ::)
Anderswo habe ich auch schon gemutmaßt, daß diese Rollerwelle genauso enden wird wie die letzte, Spielzeug mit Neuheitseffekt, dessen mäßiger Nutzwert irgendwann auffällt. Wenn man den ersten Überschlag mit Zahnverlust produziert hat, weil man mit den Minirädern im Kanaldeckel oder Schlagloch stecken blieb oder das Vorderrad sich an 1 Stück Kies verschluckte, dann hört man ganz schnell wieder auf ^^
Eisbär:
--- Zitat von: nightnurse am 18 Mai 2019, 15:23:22 ---Anderswo habe ich auch schon gemutmaßt, daß diese Rollerwelle genauso enden wird wie die letzte, Spielzeug mit Neuheitseffekt, dessen mäßiger Nutzwert irgendwann auffällt. Wenn man den ersten Überschlag mit Zahnverlust produziert hat, weil man mit den Minirädern im Kanaldeckel oder Schlagloch stecken blieb oder das Vorderrad sich an 1 Stück Kies verschluckte, dann hört man ganz schnell wieder auf ^^
--- Ende Zitat ---
Ich halte den Nutzwert für gar nicht mal so niedrig. Immerhin ermöglicht er es vielen, die aus verschiedenen Gründen nicht mit dem Rad fahren können (gesundheitliche Einschränkungen, keine Dusche auf der Arbeit, ...) anders als mit dem Auto zur Arbeit zu kommen. Die einfache Mitnahme im ÖPNV ist ein großes Plus gegenüber Fahrrädern, die leider nicht immer einfach oder gratis (oder beides) mitgenommen werden können.
Wenn dadurch der Weg zur und von der Haltestelle schneller wird oder vielleicht andere Haltestellen mit schnelleren Verbindungen in Frage kommen, kann das schon sehr nützlich sein und der Umweltimpact eines Rollers dürfte deutlich niedriger sein als der eines Autos.
Letztere müssten sowieso dringend eingeschränkt werden. Wir benötigen mehr Platz (und Geld!) für andere Verkehrsformen, beides kann man nur beim hochsubventionierten Auto abknappsen.
Jack_N:
Letzteres geht aber nur, wenn ausreichend dimensionierter Wohnraum in den Städten bezahlbarer wird.
Und nicht wie in Hamburg der Arbeiter durchschnittlich 50% seines Reallohnes rein für die Miete raushauen muss!
Das Umland ist ÖPNV-mässig miserabel erschlossen. Die Stadt aber auch. Ist kein Problem innerhalb Hamburgs über eine Stunde pro Weg zur Arbeit zu pendeln mit den Öffis. Auch mit dem PKW.
Solange wir da so einen Kollaps haben ist es müßig über ein PKW-Verbot zu reden. Das Einzige, was helfen würde, wären große Park&Ride-Parkhäuser in den Außengebieten, kostenlos für diejenigen, die einen Job in der Stadt nachweisen können. Damit würde man dann wirklich eine Entlastung bewirken können. Nicht, indem man ehemals kostenlose P&R-Parkhäuser privatisiert und die Leute zusätzlich zur HVV-Card dann noch bis zu 200€/Monat fürs Parken abdrücken sollen.
Das die dann sich eher nen (illegalen) Stellplatz in der Stadt suchen und direkt reinfahren ist doch kein Wunder. Wenn man dem Mietwucher entflieht, nur um direkt nochmal abgezockt zu werden...
Hamburg ist als Stadt von der Grundkonzeption aber halt alt und gewachsen. Hier wurde nie ein umfassender, flächendeckender, überhaupt ausreichender ÖPNV geplant, bzw. hinken alle Planungen der Realität ca. 20 Jahre hinterher.
Die Stadt ist an vielen Tagen ein Moloch kurz vorm Kollaps, und solange Firmen lieber IN die Stadt ziehen anstatt sich am Rand anzusiedeln (weil ja die City soooo tooooll zu erreichen ist) wird sich daran nix ändern. Die Menschen gehen dahin, wo Arbeit ist. Und wenn sie sich ein Leben dort nicht leisten können, dann entstehen Schlafstädte drumherum.
Guckt euch die Dörfer rund um Stade an, tagsüber sind die bis auf ein paar Rentner leer.
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