Ich bin gegen ein NPD-Verbot, aus folgendem Grund:So lange wir die NPD gewähren lassen, ist die radikale Rechte unter einem Banner vereint, unter dem sie sich unseren demokratischen Gesetzen halbwegs beugen muss. Natürlich tun sie das in der falschen Hoffnung auf parlamentarischen Erfolg.Wenn wir die NPD, dieses "demokratische" Sprechrohr der radikalen Rechten aber verbieten, offnen wir dem alten Terror Tür und Tor. Denn wenn die Rechte keine Legitimation mehr in unserer Gesellschaft hat, ist sie auch nicht mehr unseren Regeln unterworfen. Und ihr glaubt doch nicht etwa, dass die Faschos alle nach Hause gehen, wenn man sie kriminalisiert, oder? Dann geht es erst richtig los!So lange wir aber dem rechten Rand die Illusion lassen, in der regulären Politik mitzuspielen, haben wir sie halbwegs unter Kontrolle.Kann jemand meiner Logik folgen? Es geht mir nicht um ethische Prinzipien, sondern um reale Fakten. Wer wirklich was gegen Faschismus tun will, sollte sich nicht in blinden Aktionismus stürzen, sondern die realen Verhältnisse kennen und strategisch denken, im eigenen Sinne.
So lange wir aber dem rechten Rand die Illusion lassen, in der regulären Politik mitzuspielen, haben wir sie halbwegs unter Kontrolle.Kann jemand meiner Logik folgen?
Gut, wie sieht die Alternative aus?Nehmen wir mal an, das NPD-Verbot klappt...wie stellst du dir (realistisch) den weiteren Verlauf der Geschichte vor?
es wird entweder eine neue Partei geben oder die Anhänger der NP verteilen sich auf andere Parteien am rechten Rand.
Zitat von: Eisbär am 28 Dezember 2012, 15:17:47es wird entweder eine neue Partei geben oder die Anhänger der NP verteilen sich auf andere Parteien am rechten Rand.Ich will die politische Rechte nicht bagatellisieren, aber was gibt es denn ausser der NPD noch am rechten Rand, also innerhalb des parlamentarischen Spektrums?Vieles was hier vermutlich als rechts gilt, erfüllt nach meinem persönlichen Maßstab nicht den Grad dessen, was ich als "rechtsradikal" bezeichnen würde oder ist so verschwindend klein, dass es nicht ernst zu nehmen ist.