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Homöopathie

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Kaffeebohne:

--- Zitat von: Eisbär am 22 Juli 2012, 05:53:04 ---Für mich bleibt es Betrug (...)

--- Ende Zitat ---
Für Dich, ja. Für einen Menschen, der sich von seinem Homöopathen verstanden und ernstgenommen fühlt, und diese Erfahrung bei einem "Schulmediziner" nicht gemacht hat, ist es das nicht. Von daher soll doch jeder sein Geld dafür ausgeben, wo er möchte.  ;)

messie:

--- Zitat ---Wenn die Kassen nicht Geld für Voodoozauber rauswerfen würden, hätten Ärzte vermutlich auch mehr Zeit für eine intensivere Diagnostik.
--- Ende Zitat ---

Öhh ... nein.
Unser Gesundheitssystem ist leider so aufgebaut, dass längere Gespräche dem Arzt kaum bis kein Geld bringen. Zählbar ist das was er untersucht hat, was er diagnostiziert hat (je mehr desto besser, da es für jede einzelne Diagnose Geld gibt, viele Diagnosen = mehr auf dem Konto) und, und, und.
Längere persönliche Gespräche gehören nicht dazu. Sie werden in unserem Gesundheitssystem nahezu überhaupt nicht honoriert.
Das ist der Grund, weswegen sich die meisten Ärzte keine Zeit lassen: Weil's kein Geld bringt.
Und jene die sich Zeit lassen, haben dann prompt damit zu kämpfen, über die Runden zu kommen.

Mit Leistungen für Homöopathie hat das nichts zu tun. Die Ärzte würden nichts ändern, wenn es diese nicht gäbe. Haben sie ja auch nicht, als es noch nicht so war.

Das Gesundheitssystem gehört grundsätzlich reformiert, vor allem in Sachen Transparenz!
Wenn jeder Patient zugesendet bekäme was konkret abgerechnet wurde (und nicht nur die Privatpatienten), dann wäre endlich mal die Tür zugeworfen für Manipulationen.
Ich persönlich glaube, dass sich damit Milliarden einsparen ließen. Alleine nur aufgrund dieser Transparenz, die Betrug seitens der Ärzte verhindern.

Im Übrigen, wenn homöopathische Mittel den Leuten helfen, spart es den Kassen ja auch Geld.
Maxime sollte sein "egal was, hauptsache es hilft!", nicht "egal was, hauptsache das Günstigste".

Kallisti:

--- Zitat von: Eisbär am 22 Juli 2012, 05:53:04 ---Für mich bleibt es Betrug, den Menschen, einen Stapel Euro für ein paar Zuckerkügelchen abzuluchsen. Da kommt jemand in die "Praxis" mit einer Sommergrippe, die eh in 2 Tagen vorbei ist, bekommt ein bißchen Zuckerkügelchen und schreibt dann den Kügelchen zu, dass er gesund wurde. Ein guter Arzt würde sagen: "Bettruhe, schonen, viel trinken und in 2 Tagen ist es vorbei."

Hömöopathie hat ja durchaus Wirkungen, insbesondere auf den Geldbeutel der Patienten, der wird irgendwie so leicht.

Was das Gesundheitssystem angeht:
Die Technikerkrankenkasse nimmt homöopathische Verfahren in ihrem Leistungskatalog auf und streicht nachgewiesen wirksame aus selbigem.
Wenn die Kassen nicht Geld für Voodoozauber rauswerfen würden, hätten Ärzte vermutlich auch mehr Zeit für eine intensivere Diagnostik.


--- Ende Zitat ---

Ahhh - und von Über- wie Fehldiagnostik und Überbehandlung hast du noch nichts gehört?

Wieviele Bandscheiben- und Knie-OPs alleine völlig überflüssigerweise gemacht werden, es den Patienten hinterher nicht besser, sondern in nicht wenigen (!) Fällen sogar noch schlechter geht, sie sich dann vor allem an den Bandscheiben sogar mehrfach operieren lassen, ohne dass es besser wird (Schmerzen ...). Das ist also kein Betrug? Der Arzt verdient am Leid, d.h.: mit Erhalten (!) des Leides des Patienten und verkauft ihm aber gleichzeitig, die "Therapie" bzw. Behandlung (in diesem Falle OP) helfe ihm, verbessere seinen Zustand.

Und viele der sogen. "IGEL"-Leistungen sind auch nicht notwendig, also oft auch nicht hilfreich, zuträglich und manchmal sogar auch schädlich - aber die bieten Schulmediziner auch immer häufiger an und rechnen sie lukrativ privat ab - ist das nicht Betrug?!


Und wenn man also alle mögliche Diagnostik über sich ergehen lassen muss, weil Schulmedizinier sie vorgeblich für indiziert halten bzw. das dem Patienten so verkaufen, sie aber eigentlich nicht notwendig wären, aber wie schon gesagt: ein intensives Gespräch weiter brächte, jedoch nicht so (gut) bezahlt wird wie die Apparatemedizin - und der Arzt das durchaus genau weiß (eben deshalb ja so macht: damit es sich erst mal FÜR IHN lohnt) - ist das dann nicht Betrug am/des Patienten?

Klar, die Untersuchungen schaden dem Patienten nicht unbedingt (manchmal aber schon) - aber so isses auch bei der Homöopathie - aber: sie nützen ihm auch nicht (in diversen Fällen ist das so!) - warum werden sie also von Schulmedizinern trotzdem durchgeführt? Weil es in der Kasse klingelt. Und man dem Patient noch vorgaukeln kann, man bemühe sich ja so (eine Diagnose zu stellen, ihm zu "helfen", ihn zu "heilen"^^).

DAS nenne ich Betrug, Verarschung und im Grunde Missachtung des sogen. hippokratischen Eids bzw. des medizinethischen Ehrenkodex´.

Kaffeebohne:

--- Zitat von: messie am 22 Juli 2012, 10:48:19 ---(...) (je mehr desto besser, da es für jede einzelne Diagnose Geld gibt, viele Diagnosen = mehr auf dem Konto) (...)

--- Ende Zitat ---
Ich bin mir diesbezüglich nicht so sicher, ich glaube, ab einer bestimmten Anzahl Diagnosen ist auch erstmal Schluß. Ich weiß allerdings grad nicht mehr, von wem ich das gehört habe... Meine eigene Erfahrung diesbezüglich war aber, daß ich mit 3 Problemen zum Orthopäden ging, für 2 Hilfe bekam, und für das dritte im nächsten Quartal wiederkommen sollte.

Eisbär:
doppelpost

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