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Lieblingsvorurteile gegen "Bunte"?

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nightnurse:

--- Zitat von: NoName am 14 August 2012, 22:53:53 ---Eigentlich gehts ja auch primär um die Region HH und Randbezirke

--- Ende Zitat ---

Geht es?
Eingangsquote:


--- Zitat von: Kenaz am 21 Dezember 2004, 14:50:14 ---Aus gegebenem Anlaß ("Gdn ... als angepasster"-Thread) würde mich mal interessieren, was es eigentlich konkret für "Vorurteile" sind, die in der "schwarzen Szene" gegen die sog. "Bunten" kursieren.

In diesem Sinne: Kotzt Euch aus! Macht aus Eurem Herzen keine Mördergrube und laßt Euren Vorurteilen hemmungslos freien Lauf! Hier ist der Platz dafür. - Was genau ist es, das den "Bunten" in Euren Augen zu einer derartig andersartigen und offenbar nicht unfragwürdigen Existenzform macht?

Ach ja: Ich mach' bewußt nicht den Anfang, und zwar aus einem ganz einfachen Grunde: Mir gehen diese Vorurteile ab, ja, mehr noch: Ich kann mir noch nicht mal vorstellen, woran sich diese "Vorurteile" festmachen sollten. - Und genau deswegen frag' ich ... - reines Interesse!  8)

--- Ende Zitat ---

Und ich glaube, Du hast meine "Überzeugung" immer noch nicht verstanden, also lassen wir´s einfach.

Kenaz:

--- Zitat von: NoName am 14 August 2012, 22:53:53 ---[...] und da verfüge ich mit ganz vorsichtig geschätzt 500 Buntpartybesuchen doch über eine wesentlich breitere Erfahrungsbasis als du. [...]

--- Ende Zitat ---

- SCHWANZVERGLEICH! \o/  ;D

Kaffeebohne:
Ich war mal in ner House Disco und in einer "bunten" Großraumdisco. Da war einfach nur die Musik nicht meins, von den Leuten her fand ich es sogar okay. Ich kann auch "schwarze" dämlich und peinlich finden, wenn sie sich dämlich und peinlich benehmen (was mir in 15 Jahren, die ich nun schon in der schwarzen Szene unterwegs bin, auch schon einige Male begegnet ist). Was ich wirklich schlimm finde, ist diese Ballermann-Schiene. Ein Betriebsausflug zwang mich vor ca. 3 Jahren mal in so ne Ballermann-Bierkneipe. Es war schlimm und ich konnte noch nichtmal fliehen. Ich kenn aber auch genug "bunte", die sowas auch übel finden.

Eigentlich finde ich es eh albern, Menschen nur in diese Schubladen zu stecken. Ich laufe im Alltag kaum noch in schwarzen Klamotten rum, gehe aber gern zu diversen "schwarzen" Parties. Und Schlagerfans, Deutschrockfans, Ballermannjünger und Ökos kann man auch nur schwer in einen Topf schmeißen. Ich nehme mir die Freiheit, von jeder Bewegung etwas für mich mitzunehmen, was mir gefällt.

NoName:

--- Zitat von: Kaffeebohne am 15 August 2012, 08:56:27 ---... Eigentlich finde ich es eh albern, Menschen nur in diese Schubladen zu stecken.  ...
--- Ende Zitat ---
Stimmt - nur suchen sich viele diese Schubladen selbst aus und hüpfen rein. Da kann man nichts machen.

messie:
Ich denke, was die "schwarze" und die "bunte" Szene häufig so unterschiedlich sein lässt, ist die Vorstellung davon, wie eine Party abzulaufen hat.

War dieser Vergleich auf RTLII nicht genau in diesem Thema hier? Das ist eigentlich ein sehr gutes Beispiel gewesen: Während die Goths eher langsam tanzten, viele um die Tanzfläche quatschend (sorry: Parlierend *g*) herumstanden, alles eher ordentlich-gesittet zuging, riefen jene der anderen Party (war das ne 80er oder Schlagerparty? Kann mich nicht mehr recht erinnern.) in die Kamera einfach nur "Paaadyyyyy alles geiiiiiil hier" hinein und feierten dann weiter.

Den Vergleich fand ich da doch recht treffend, da es so schön gegenüberstellte, was so beide Gruppen unter "Spaß haben" verstehen: Bei den "Schwarzen" hieß das offensichtlich, sich überwiegend zu unterhalten, und wenn ein Stück läuft das ihnen gefiel dann mal kurz zwischendurch mal zu tanzen. Bedeutet aber auch, dass dort Konventionen herrschen, die von außen betrachtet auch ganz schön merkwürdig anmuten können: Warum wird eigentlich immer nur auf der Tanzfläche getanzt? Warum dort auch mal rumgestanden? Warum wird der Körper (außer bei den Darkpunks) nur minimal bewegt beim Tanzen? Warum wurde dort in dem Fernsehbeitrag nicht einmal von seitens der Schwarzen "Spaß haben" als Argument genannt, warum sie dort wären? Ist "Spaß haben" so verpönt unter Schwarzen ...?

Dann die andere Party: Da haben die Leute offensichtlich alle Spaß. Sagen sie jedenfalls. Die Artikulation war zwar nicht mehr so da weil die Promillegrenze eindeutig schon absolute Fahruntüchtigkeit erreicht hat, aber Spaß hatten die Leute dort definitiv.

Was ist nun besser von beidem? Gute Frage ... vielleicht ist die Gothparty einfach nur etwas einfacher zu bewältigen für eher introvertierte Leute ...? Oder wird dort einfach nur weniger Alkohol vernichtet und ist es deswegen für viele angenehmer, weil sie selbst nicht so viel trinken und das Sozialverhalten Vollbesoffener absolut grauslig finden ... ?

---

Ich hatte auf "schwarzen" wie "bunten" Parties schon Spaß. Hab auch mal eine Art Schlagernacht zu Silvester in einer "bunten" Kneipe gefeiert mit guten Freunden, das war klasse!  ;D Genoss es aber auch, im Kir ganz alleine zu sein und einfach mal mit niemandem zu reden, weil ich einfach für mich unter Menschen sein wollte.
Kurzum: Je nach Stimmung funktioniert für mich bunt wie schwarz.

Mein "Lieblingsvorurteil" jedenfalls gegenüber "Bunten" ist, dass jene mehr Alkohol auf Parties konsumieren.
Es ist ein Vorurteil, das eigentlich eh schon längst gestorben ist: Mir wurde glaubhaft versichert, dass auf Goa-Parties sehr wenig Alkohol konsumiert wird, das sind ja auch "Bunte". Ebenso war ich mal im Grünen Jäger auf einer dieser 80er-Parties, da hielt es sich auch seehr in Grenzen. Da bin ich von den "Schwarzen" inzwischen mehr gewohnt.
Gerade was das angeht, nähern sich die "Szenen" offensichtlich derzeit ordentlich an.

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