Schwarzes Hamburg > Politik & Gesellschaft -Archiv-
Halberstadt
antipol:
Vor einiger Zeit habe ich mal eine Reportage über Ostdeutsche Neonazis gesehen. In dieser wurde auch ein Aussteiger interviewt. Was er berichtete war ungefähr folgendes:
Da die DDR Führung sich den Antifaschismus aufgrund der deutschen Geschichte auf die Fahnen geschrieben hat (antifaschistischer Schutzwall...) war es für die Jugendlichen damals am wirkungsvollsten gegen den totalitären Staat zu protestieren indem man einfach Faschist geworden ist. Die DDR Führung wusste mit diesem Problem nicht umzugehen und hat die meisten in den Knast gesteckt ohne sich weiter drum zu kümmern. So war es den inhaftierten ein leichtes, ein Netzwerk aufzubauen und die neofaschistische Ideologie zu verbreiten. Also dann die Mauer fiel wurden sie dann alle ohne weitere große Nachforschungen auf freien Fuß gesetzt, weil sie politische Häftlinge waren. Und zackbumm gab es einen Osten voller organisierter Neonazis. Der Westen bzw die neue BRD hat das dann auch nicht realisiert, was da eigentlich vorgeht und in Verbindung mit unserer Arbeitslosigtkeit,... fings dann richtig zu brodeln an.
schwarze Katze:
--- Zitat von: "antipol" ---
Da die DDR Führung sich den Antifaschismus aufgrund der deutschen Geschichte auf die Fahnen geschrieben hat (antifaschistischer Schutzwall...) war es für die Jugendlichen damals am wirkungsvollsten gegen den totalitären Staat zu protestieren indem man einfach Faschist geworden ist.
--- Ende Zitat ---
war in ehemalige Sowjetunion auch so.
Und hat auch zu Folge, dass die Neunazi-szene in Russland, insbesonere in St. Petersburg und Moskau sehr gross ist
antipol:
--- Zitat von: "colourize" ---
Klar, die Nazis nerven was. Muss man halt sehen dass sie dort bleiben wo sie sind und nicht in die Städte einfallen.
--- Ende Zitat ---
Das wird nun vielleicht etwas OT: Man muss die Dumpfacken von den Funktionären unterscheiden. Ich komme aus München. Dort sieht man auch keine Glatzen durch die Straße marschieren. Wenn ich aber dort auf manche schwarze Party gehe, wird mir manchmal ganz anders. Da denkst Du, dass Du auf einer HJ Veranstaltung gelandet bist. Auf einer Party, die in einer städtischen Einrichtung war, die ein alternatives Programm (unter anderem Reggea) hat, wurde ich Zeuge wie ein Schwarzafrikaner, der sich wohl im Tag geirrt hat, eine Flasche von einem Mädel über den Kpof bekommen hat. Das blöde war, dass ihr Freund Bulle ist und am Schluss dann alles so gedreht wurde, das der Afrikaner an allem schuld war.
Hier ist mir sowas noch nicht aufgefallen, aber gerade in München ist die schwarze Szene sehr unterwandert und es stört kaum einen. Und nun kommt mir nicht mit, München sei nur ein großes Dorf.
Thomas:
--- Zitat von: "colourize" --- Klar, die Nazis nerven was. Muss man halt sehen dass sie dort bleiben wo sie sind und nicht in die Städte einfallen. Aber da bin ich angesichts der Alkoholikerquote eigentlich ganz zuversichtlich. Die bleiben schon in ihrem Dorf
--- Ende Zitat ---
Das wird wohl stimmen, denn warum auch sollten sie Weggehen ? Die Leute, die was drauf haben, sind ja meistens schon weg, und die, die noch da sind, sind in den meisten Fällen so unterbelichtet, das sie auch woanders keine Arbeit finden.
--- Zitat von: "colourize" ---
Prinzipiell wären Alternativen durchaus denkbar.. z.B.: brach gefallene Agrarbetriebe werden von autarken Kommunen, die ein ökologisch-alternatives Leben als Selbstversorger abseits des ökonomischen Wirtschaftssystems leben wollen, unter Kultur genommen. Solche Aussteiger-Siedlungen gibts z.B. in Frankreich und Spanien zu Hauf.
--- Ende Zitat ---
Diese Idee finde ich nicht schlecht, soetwas hatte ich in Gedanken auch immer mal wieder durchgespielt (also nicht als Alternative für mich =) ) Ich wußte auch nicht, das soetwas in anderen Ländern bereits läuft.
Vermutlich ist das auch gar nicht so unrealistisch, zumal man vielerorts Gebäude&Gehöfte schon zu symbolischen Preisen kaufen kann, leider meist mit Auflagen.Und das von dir schon angesprochene Problem der dumpfen Eingeborenen besteht natürlich auch.
--- Zitat von: "antipol" ---Vor einiger Zeit habe ich mal eine Reportage über Ostdeutsche Neonazis gesehen. In dieser wurde auch ein Aussteiger interviewt. Was er berichtete war ungefähr folgendes:
--- Ende Zitat ---
Das trägt sicher auch mit zu dem Problem bei.
--- Zitat von: "antipol" ---Das wird nun vielleicht etwas OT: Man muss die Dumpfacken von den Funktionären unterscheiden.
--- Ende Zitat ---
Das sowieso.
--- Zitat von: "antipol" ---Hier ist mir sowas noch nicht aufgefallen, aber gerade in München ist die schwarze Szene sehr unterwandert und es stört kaum einen.
--- Ende Zitat ---
Klingt natürlich übel, wenn das wirklich ein representatives Beispiel sein sollte.
antipol:
--- Zitat von: "Thomas" ---
Klingt natürlich übel, wenn das wirklich ein representatives Beispiel sein sollte.
--- Ende Zitat ---
Natürlich kommt es nicht oft vor, dass Dunkelhäutige auf Parties sind und wenn, gibts auch nicht sofort die Flasche auf den Kopf. Ich selber wurde aber auch schon wegen meinen Haaren angemacht und Ärger habe ich auch das eine oder andere mal beobachten können. Dass die Polizei aufgrund von Problemen und Ärger mir Rechten auf einer Party erschien habe ich schon mehrmals erlebt und so oft bin ich dort auch nicht mehr auf Parties.
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