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Gewerkschaften

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Der Uhu:

--- Zitat von: "searcher" ---meiner meinung nach, und die ist sehr vorbelastet, sind gewerkschaften eh überflüssig da sie der freien marktwirtschaft im weg stehen. und von daher ist allein schon der streit völlig daneben und mit diesen folgen völlig untragbar geworden.
--- Ende Zitat ---


Ja, alles was der freien Marktwirtschaft im Wege steht sollte entfernt werden. Es lebe der Aktionär!

Wie meinst du denn soll der Typ am Fließband eine Lohnerhöhung erreichen oder anständige Arbeitsbedingungen. Wenn ich mir die Verhältnisse in China anschaue halte ich Gewerkschaften für hochaktuell.

Es gibt zwar vieles zu bemängeln an Gewerkschaften, aber ihre Existenzberechtigung stellt das überhaupt nicht in Frage. Eher die Fähigkeiten der Gewerkschaftsspitzen.

Thomas:

--- Zitat von: "searcher" --- Dieses wochenende, schneechaos auf deutschlands straßen incl. verletzten, hohen sachschäden und toten. und ganz nebenbei kilometer lange staus.
und ein großteil geht auf das konto der gewerkschaft, da durch ihren streik das rechtzeitige eingreifen des winterdienstes vereitelt wurde.

ist das im kampf um die 38,5 stunden woche noch zu rechtfertigen oder sprengt das den rahmen?
--- Ende Zitat ---

Naja, für Tote&Verletzte sind erst mal immernoch die ganzen Idioten zuständig, die kein Autofahren können.Trotzdem sind blockierte Zufahrten für Rettungswagen natürlich immer ein Grenzfall.


--- Zitat von: "searcher" ---
meiner meinung nach, und die ist sehr vorbelastet, sind gewerkschaften eh überflüssig da sie der freien marktwirtschaft im weg stehen.
--- Ende Zitat ---

Der freien Marktwirtschaft stehen sie allerdings im Wege, ich halte aber auch mehr von der sozialen Marktwirtschaft.
Nichtsdestotrotz müßen die Gewerkschaften und die Gesellschaft immer das richtige Maß zwischen Klotz am Bein der Wirtschaft und Gegengewicht zu gewissenlosen Konzernen finde.

Denn stupide für weniger Arbeit bei gleichzeitiger Lohnerhöhung zu demonstrieren, während Unternehmen diese Arbeitsplätze ein paar Meter weiter in Osteuropa oder Asien für einen Bruchteil der Kosten haben können, klingt nicht sehr schlau, genausowenig, wie die Behauptung das Gewerkschaftsfunktionäre alle selbstlose Robin Hoods des kleine Mannes wären.
In wie vielen Affären sind Gewerkschaftsvertreter genauso betroffen wie ihre "Gegner" von den Unternehmen ? Wieviel Fortschritt bei Arbeitsvermittlung wird durch Gewerkschaftler erschwert, weil die an ihren Weiterbildungsangeboten auch ganz gut verdienen und ihren  Machteinfluß auf die Politik nicht ohne weiteres mindern lassen wollen ?

searcher:
da wir ja schon dinge wie arbeitsschutzgesetze etc. haben und ja jetzt auch(leider) noch das mindestlohngesetz kommt und wir jederzeit über den staat, der sich meiner meinung nach als nachtwächterstaat betätigen sollte, weitere gesetze erlassen können.
natürlich ist mir klar das bei unserem momentanen politischen system dazu eine lobby nötig ist, aber dann müssen wir auch den staat im sinne des gemeinwohls umstrukturieren. Da unser staatskonzept allerdings ein sehr gutes ist müssen wir wohl eher an den einflußmöglichkeiten der lobbys etwas ändern. also politer umschulen oder gerkschaften zumindest stark, wenn nicht sogar ganz, entmachten.

Thomas:
Ich hab' einfach was gegen das amerikanische Modell, in dem die Leute rund um die Uhr in drei Jobs arbeiten müssen, und trotzdem nur genug Geld haben, um in einem Wohnwagen zu leben.Das sind alles so "Errungenschaften" der freien Marktwirtschaft und des Kapitalismus' ohne Grenzen.

Daher kann ich mich dem Uhu anschließen, es gibt sicherlich einiges an den  Gewerkschaften in der aktuellen Form zu bemängeln, auch könnte man ihren Einfluß gern ein wenig eindämmen, aber am Prinzip der Gewerkschaften würde ich immer festhalten.Ich brauche keine (und du vermutlich auch nicht), aber die ganzen ungebildeten Tütenkleber am  Fließband brauchen Gewerkschaften.Zwar ist jeder seines glückes Schmied und wer doof ist hat halt Pech gehabt, aber trotzdem muß es einen Pol dafür geben, das diese Leute nicht völlig Machtlos sind in der Gesellschaft.

Mir gehen Gewerkschaften auch immer dann auf den Sack, wenn sie als Blockierer auftreten  (und das tun sie leider nicht selten) aber trotzdem sind sie vom Prinzip her nötig.

searcher:
aber es ist doch eindeutig festzustellen, das arbeit die nur geringe fertigkeiten benötigt und die auch deutlich am unteren ende der lohnskala anzusiedeln sind, aufgrund von gewerkschafts"arbeit" überbezahlt werden und uns deshalb eben diese arbeitsplätze fehlen.

auch führen flächentarifverträge dazu das gerade kleine betriebe die tariflöhne nicht zahlen können aber müssen und sich deshalb in die pleite wirtschaften. auch hier gehen also arbeitsplätze auf kosten der gerkschaften verloren.

ebenso der arbeitgeberanteil der lohnnebenkosten, der sich auf eine initiative der gewerkschaften zurückverfolgen lässt, führt in vielen auch wieder meist kleinen oder mittleren betrieben zu vielen pleiten.

ist es also nicht viel sinnvoller innerbetriebliche organisationen zu gründen, sehr gerne auch auf einer gesetzlichen grundlage, und für jeden betrieb die passende lösung zu finden? hier wäre ja auch dann ein druckmittel der arbeitnehmer vorhanden.

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