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Ärztestreik

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Transmission:
Bei den Ärzten muss man schon auch ein bißchen differenzieren glaube ich. Ein Laborarzt z.B. kann ganz anders verdienen, als ein Kinderarzt. Ein niedergelassener Hausarzt in Blankenese mit vielen Privatpatienten kann durchaus seinen Schnitt machen. Bei einem Landarzt in MeckPomm mit fast ausschließlich Kassenpatienten sieht das schon wieder anders aus.

Was gar nicht geht sind die Arbeitsbedinungen von Krankenhausärzten. Da kann man in der Bereitschaft schon mal auf eínen Stundensatz von 5,- EUR netto kommen. Herzlichen Dank auch.

Grundsätzlich denke ich, dass das ganze System auf den Prüfstand gehört. Mal zwei Beispiele aus dem Leben:

(1) Eine Bekannte von mir hat einen behinderten Sohn. Für den wollte sie einen speziellen Stuhl kaufen. Die Krankenkasse hat das Ding auch genehmigt. Nun wollte meine Bekannte das Ding im Internet bestellen, da dieser Stuhl beim Online-Händler inkl. Versandkosten ca. 30% billiger war als beim Sanitätshaus vor Ort. Das durfte sie aber aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen nicht. Sie musste den Stuhl von einem bestimmten Sanitätshaus liefern lassen, das einen Vertrag mit der Kasse hatte, sonst hätte die Kasse die Kosten nicht übernommen.

Schon kafkaesk würde ichsagen.

(2) Patienten müssen seit einiger Zeit deutlich höhere Zuzahlungen für das Einlösen von Rezepten berappen. Ziel: der Patient soll durch die Kostenbeteiligung keine Medikamente mehr abholen, die er dann sowieso nicht nimmt. Grundsätzlich sinnvoll. ABER: damit den Apotheken keine Erträge davonschwimmen, bekommen garantiert der Gesetzgeber den Umsatz auf dem Niveau vor der Zuzahlungsregelung. Einsparung im Gesundheitssystem: 0,00 EUR. Schaden für den Patienten: erheblich.

Gute Lobbyarbeit der Apotheker würde ich sagen und willkommen im real existierenden bundesdeutschen Sozialismus.

Akira:
ja die apotheker

hatten doch anfang 2005  2milliarden euro überschuß gehabt und 2 milliarden ersatzleistung vom staat kassiert

nach langem hin und her ham sie 1milliarde zurückgegeben
also aufn gewinn noch mal 50% aufschlag dank de rdummen Kassen

Wolfmann:
Auch mal 'ne lustige Geschichte:

Der Vater einer Bekannten ist Rentner und privat versichert, da er früher selbständig war. Da die Kosten aber stetig gestiegen sind, hat er seine Versicherung auf die Grundleistungen reduziert.

Nun ist er mit einem Schlaganfall im Krankenhaus gewesen und muss fortan einen Rollstuhl benutzen, da er nicht mehr alleine gehen kann. Die Ärzte im Krankenhaus empfahlen ein bestimmtest Modell und ein Sanitätshaus in der Nähe. Er bekommt 750 EUR für große Hilfsmittel (Rollstühle o.ä.) von der Kasse erstattet, das genannte Modell war aber mit 1500 EUR angegeben. Also hat seine Tochter sich noch mal bei anderen Händlern umgesehen und tatsächlich vergleichbare Stühle gefunden, die auch unter 1000 EUR zu haben waren.

Da sie sich aber nicht sicher war, ob die alle gleichwertig sind, hat sie noch mal im ersten Geschäft nachgefragt. Und was kommt dabei heraus? Als sie erwähnte, dass ihr Vater privat versichert sei, kostete der Rollstuhl plötzlich nur noch 800 EUR. Kommentar der Verkäuferin dazu: "Hätten Sie das doch gleich gesagt, die 1500 EUR sind der Preis für die gesetzlichen Kassen!"  :shock:

TiffyKiller666:
ich hasse ärtze!!!

mag das weiß-volk eh nicht also sollen die machen was sie wollen!!! :twisted:

messie:

--- Zitat ---Als sie erwähnte, dass ihr Vater privat versichert sei, kostete der Rollstuhl plötzlich nur noch 800 EUR. Kommentar der Verkäuferin dazu: "Hätten Sie das doch gleich gesagt, die 1500 EUR sind der Preis für die gesetzlichen Kassen!"
--- Ende Zitat ---

Wie beknackt ist das denn bitte?  :roll:
Ich kapiere den Sinn dahinter auch nicht: Bekommen die Verkäufer von Rollstühlen von Privaten die Differenz von 700€ etwa irgendwie dazu, oder wie oder was? Da blicke ich nun wirklich jetzt mal so garnicht durch.  :haeh?:

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