Das Verliebtsein nenne ich deswegen, weil es so nun einmal losgeht: Man ist zusammen mit jemandem und liebt diesen. Da das Verlieben die Vorstufe von Liebe ist, geht's nicht ohne. Ohne verlieben klappt lieben nicht.Weswegen das lieben von zwei Personen nicht klappen kann, weil das Verlieben ja auch schon nicht gelingt.Um durch eine Tür hindurchgehen zu können muss man sie erstmal aufkriegen.
Zitat von: messie am 01 August 2011, 08:50:15Das Verliebtsein nenne ich deswegen, weil es so nun einmal losgeht: Man ist zusammen mit jemandem und liebt diesen. Da das Verlieben die Vorstufe von Liebe ist, geht's nicht ohne. Ohne verlieben klappt lieben nicht.Weswegen das lieben von zwei Personen nicht klappen kann, weil das Verlieben ja auch schon nicht gelingt.Um durch eine Tür hindurchgehen zu können muss man sie erstmal aufkriegen.Ich glaube darum geht es Kallisti gar nicht. Also um "mehr als einen Partner gleichzeitig lieben"Beispiel: Ich kann mich mit Person A, welche zufälligerweise mein Partner ist, emotional und tiefgründig unterhalten. Ich kann dies aber, während ich mit Person A zusammen bin, mit Person B tun und niemand wundert sich drüber. Niemanden "stört" es. Wenn ich mich Person B aber emotional sehr öffnen kann ohne dass es jemanden stört und ohne dass ich in diese Person verliebt bin, warum ist es dann so ein Tabu mich Person B auch "körperlich zu öffnen" (=sex) obwohl ich mit Person A zusammen und in Person nicht verliebt bin? Das hat nichts mit "Ich bin in mehr als eine Person zur gleichen Zeit verliebt" zu tun.So zumindest fasse ich Kallistis "Problem, bzw. ihre Frage auf.
Aber Kallisti zieht (in letzter Konsequenz) den Schluss, dass jemand, der beim Partner die emotionale Öffnung gegenüber Anderen "zulässt", auch körperlichen Sex zulassen müsste. Den Schluss ziehen die meisten Leute nun mal nicht.
Wobei ich anmerken möchte, dass viele Menschen durchaus auch die emotionale Öffnung des Partners mit einer gewissen Eifersucht betrachten und auch hier Grenzen gezogen haben möchten. Also ganz so einfach ist es nun auch nicht.
Aber Kallisti zieht (in letzter Konsequenz) den Schluss, dass jemand, der beim Partner die emotionale Öffnung gegenüber Anderen "zulässt", auch körperlichen Sex zulassen müsste. Den Schluss ziehen die meisten Leute nun mal nicht
Nein, niemand muss Sex "zulassen" (sollen), sondern er soll zugelassen werden dürfen!/können - Wenn ein entsprechendes Bedürfnis besteht!!
Ich kann und darf niemandem vorschreiben, und es kann nicht das Gebot einer Beziehung (also auch nicht einer monogamen) sein, dass der Partner nur mich so (intensiv ...) mögen, "lieben", begehren ... darf - dass er sich nur für mich (so intensiv, ausgeprägt, umfangreich ...) interessieren ... darf -> und das auf Dauer (über Jahre oder gar Jahrzehnte).
Und ich meine: wenn die Leute polyamor lebten, gäbe es diese Probleme nicht in diesem Ausmaß - weil sich alles auf mehrere "Schultern" verteilt (...)
Wenn ich aber nur mit einer einzigen Person zusammenbin - auch womöglich noch zusammenlebe/wohne, dann ist da viel weniger Raum und Platz: für andere Menschen (wenn man also monogam zusammen ist) - und alle Erwartungen ... werden auf den einen Partner geladen ... - das kann nicht gutgehen: auf Dauer!
TV- Tip: Heute 02.08.11 ZDF 22:15 "Ich liebe nicht nur einen"Glücklich mit mehreren Partner
Eifersucht ist mit von der PartieDoch die Polyamorie ist kein Schlaraffenland für Liebespaare. Zwar kann man die Abwechslung genießen und Bedürfnisse jenseits der Zweierbeziehung ausleben, doch nicht immer klappt das ohne verletzte Gefühle. Auch Mara ist manchmal eifersüchtig, wenn Silvio zu einer Geliebten geht.
Sicher gibt es auch Seelenverwandtschaften, tiefe freundschaftliche Zuneigungen, Geschwisterliebe, etc. pp. - aber im "monogamen Modell" ist das eh bereits seit Ewigkeiten völlig erlaubt, legitim und nie ein Thema!Mit bestem Freund/bester Freundin in Urlaub fahren? Kein Problem.Bei Schwester/Bruder übernachten? Kein Ding.Mit Brieffreund ne Woche lang um die Häuser ziehen? Bitte, kein Ding.Das Veto gibt es seitens des Partners in der Monogamie nur dann wenn es Richtung Liebe partnerschaftlicher Natur geht und/oder wenn beide Handlungen körperlicher Art vollführen wie z.B. Küssen oder Sex.Nur diesen Fall meine ich!
Und da bin ich nach wie vor der Meinung dass sich die Frage hier in einer Beziehung zweier monogamer Menschen schlicht nicht stellt. Wer monogam ist der verspürt die Verlockung erst gar nicht, behaupte ich (und behaupten jene, mit denen ich darüber gesprochen haben und die von sich sagen, sie wären monogam). Sie wird zwar wahrgenommen, mehr aber auch nicht. Es kommt zum Flirt, mehr aber auch nicht - weil der "Funke" schlicht nicht zünden will.
Just jene von der du redest, Kallisti, dass eine Hingezogenheit bemerkt wird. Diese allein macht einen monogamen aber noch nicht polygam - das macht sie erst, wenn sie sich a) entweder tatsächlich verliebt oder b) bemerkt dass sie sich mit dieser Person in eine Affäre stürzen möchte.
Stimmt!Macht aber (außer der Kirche) heute auch niemand mehr.Erstens darf der Partner ja sehr wohl viele andren Personen mögen und dies auch zeigen, siehe oben.
es ist eine Sache des Teilens, Teilenwollens und eben auch Teilenkönnens. Eifersucht ist kein Wesen der Monogamie sondern etwas das bei Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt ist
Jetzt ist das Leben, nicht das in zwanzig oder vierzig Jahren.
Wer da absolut alles erwartet der ist schlicht selber schuld. Man erhofft sich sicher viel (was man in Polys aber auch tut), aber wer hier Erwartungen knüpft, der begibt sich ohnehin schnell auf Glatteis.
l3xi... ja, aber in der Sendung fielen auch noch ganz andere Sätze - die du halt unterschlagen hast.
Dass der Mensch aber von Natur aus polygam/ polyamor konzipiert ist, steht nach meiner Auffassung außer Frage fest (<- meine Meinung). Wäre der Mensch nämlich von Natur aus monogam, wären im Laufe der Jahrhunderte nicht zahllose Gesetze und Strafen erfunden worden, die verhindern sollen, dass ein Mensch sich nicht an die Regeln eines monogamen Lebens hält. Etwas, das von Natur aus gegeben ist, muss nicht erzwungen werden oder durch Androhung von Strafe durchgesetzt werden. Wenn der Mensch instiktiv monogam ist, warum ist es dann für viele Menschen so unendlich schwer sich ein Leben lang daran zu halten?
Die Problematik an diesem Thema hab ich auch auf Thread-Seite 26 noch nicht verstanden. Wer eine monogame Beziehung führen will, soll das eben tun. Wer eine oder mehrere polygame Beziehungen führen will, soll das eben tun.Da gibt es meiner Meinung nach wenig drüber zu diskutieren, wenn man einfach nur die Leute so leben lässt, wie sie das in der entsprechenden Lebensphase in der sie sind für richtig halten. Sätze die mit "Menschen sind von Natur aus aber..." sind doch völlig unsinnig, wenn es darum geht seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, in der man sich gerade bewegt.Nu ja... wollt ich mal loswerden. In diesem Sinne - weitermachen.
Zitat von: colourize am 10 August 2011, 10:43:48Die Problematik an diesem Thema hab ich auch auf Thread-Seite 26 noch nicht verstanden. Wer eine monogame Beziehung führen will, soll das eben tun. Wer eine oder mehrere polygame Beziehungen führen will, soll das eben tun.Da gibt es meiner Meinung nach wenig drüber zu diskutieren, wenn man einfach nur die Leute so leben lässt, wie sie das in der entsprechenden Lebensphase in der sie sind für richtig halten. Sätze die mit "Menschen sind von Natur aus aber..." sind doch völlig unsinnig, wenn es darum geht seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, in der man sich gerade bewegt.Nu ja... wollt ich mal loswerden. In diesem Sinne - weitermachen. Wäre aber ein schönes Schlusswort
Zitat von: SoylentHolger am 10 August 2011, 11:12:41Zitat von: colourize am 10 August 2011, 10:43:48Die Problematik an diesem Thema hab ich auch auf Thread-Seite 26 noch nicht verstanden. Wer eine monogame Beziehung führen will, soll das eben tun. Wer eine oder mehrere polygame Beziehungen führen will, soll das eben tun.Da gibt es meiner Meinung nach wenig drüber zu diskutieren, wenn man einfach nur die Leute so leben lässt, wie sie das in der entsprechenden Lebensphase in der sie sind für richtig halten. Sätze die mit "Menschen sind von Natur aus aber..." sind doch völlig unsinnig, wenn es darum geht seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, in der man sich gerade bewegt.Nu ja... wollt ich mal loswerden. In diesem Sinne - weitermachen. Wäre aber ein schönes Schlusswort *sign*