"Rassismus ist eine Ideologie, die „Rasse“ in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet."
Der Begriff ist stark ideologisiert, so dass die Akzeptanz oder Ablehnung verschiedener Definitionen auch von politischen oder ethischen Präferenzen abhängen kann
Dass sogenannte "Ausländer" die deutsche Staatsbürgerschaft dennoch annehmen können (und dafür blödsinnigerweise ihre eigene zurückgeben müssen), werden die wenigsten gewusst haben - weil es die CDU nämlich erst gar nicht erwähnt hat.
Zitat von: messie am 06 Dezember 2012, 23:39:03Dass sogenannte "Ausländer" die deutsche Staatsbürgerschaft dennoch annehmen können (und dafür blödsinnigerweise ihre eigene zurückgeben müssen), werden die wenigsten gewusst haben - weil es die CDU nämlich erst gar nicht erwähnt hat.Warum "blödsinnigeweise"?Ich habe russische Staatsangehörigkeit bei Einbürgerung gerne abgegeben, da ich ungerne Diener zweier Herren bin.Es birgt nämlich gewisse Gefahren und nicht nur Vorteile, wenn man zwei Pässe hat, gerade wenn die Herkunftsland undemokratisch ist.
Wenngleich es sehr wohl einzelne gebildete Menschen unter 60 Jahren geben mag, die in Großstädten wohnen und "rechts" denken (und es umgekehrt auch der ein oder andere jüngere Linke, meinetwegen aus bloßem Masochismus, in der mecklenburgischen Provinz ausharren mag), sind diese Figuren aber sehr wohl die kuriosen Ausnahmen.
Es erscheint mir daher durchaus als angemessen, in einem Forum wie diesem eine links-libertäre Grundorientierung als Norm anzunehmen - genau in der Weise in der Julya das getan hat.
Das Leben bleibt kompliziert.
Ich finde aber, dass niemand zwanghaft seine eigenen Wurzeln auf dem eigenen Pass verleugnen müssen sollte.
Die Demokratie wäre keine Demokratie mehr, denn sie kämpft mit den gleichen Mitteln, wie eine Diktatur bzw. der Kommunismus: Man verbietet einfach Parteien, die einem nicht in den Kragen passen.
Politiker sollen sich mit Problem von doppelter Staatsangehörigkeit befassen?Wird schwerig sein, bei so viele Staaten auf den gemeinsamer Nenner zu kommen.
Da macht mir, wie schon gesagt, mehr Sorgen, daß die bisher publizierten Gründe für ein neues Verbotsverfahren mir relativ dünn erscheinen.
Kenaz, ich sage ja nicht, dass die gesamte CDU eine rassistische Partei ist.
Und diese Leute, die abends vorher noch mit durch Alkohol gelockerten Zungen sehr deutlich über Ausländer und Andersdenkende sprachen, saßen dann am nächsten Tag bei ner CDU-Versammlung.
Ich glaube, Kenaz, daß ich für Dich einfach viel zu emotional bin und wir darum da wohl nicht auf einen Nenner kommen.
(Immerhin wundert es Dich selbst, daß Du Partei für die CDU ergreifst. )
Hilft denn ein Verbot einer Partei gegen Ansichten ,die bei der Bevoelkerung offensichtlich weit verbreitet sind?
Zitat von: seinschi am 07 Dezember 2012, 14:46:09Hilft denn ein Verbot einer Partei gegen Ansichten ,die bei der Bevoelkerung offensichtlich weit verbreitet sind?- Gute Frage, wenngleich ich "weit verbreitet" für ein bisschen zu weit gegriffen halte.
Zitat von: Kenaz am 07 Dezember 2012, 19:24:03Zitat von: seinschi am 07 Dezember 2012, 14:46:09Hilft denn ein Verbot einer Partei gegen Ansichten ,die bei der Bevoelkerung offensichtlich weit verbreitet sind?- Gute Frage, wenngleich ich "weit verbreitet" für ein bisschen zu weit gegriffen halte.Nun wenn jemand eine Thema anspricht (z. B die Roma-Problematik in bestimmten Grossstädten), die auch von NPD vereinnahmt wird, ist man nicht auftomatisch ein Anhänger von NPD.Es gibt bestimmte Problematik, die auszusprechen nicht so politisch korrekt ist, also verschweigt man das. Und damit bietet man den extrem Rechten gerade ein Platform.