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Flohmärkte - Kulturelles Gut oder nur Ramschläden?

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snakepit:
Ich liebe Flohmärkte. Am liebsten so ganz normale Anwohner-Flohmärkte. Nichts find ich schlimmer als "Hip-Flohmärkte" wo alles total teuer ist und nur noch Händler Ware anbieten, die das professionell machen. Genauso nervig finde ich einen Antik-Stand nach dem Nächsten. Die bunte Mischung machts...

Könnte Stundenlang schnüstern und finde fast immer was!

sYntiq:
Ich besuche Flohmärkte schwerpunktmässig wegen alten Videospielen und alten Spielkonsolen. (Nebenbei auch Bücher, allerdings suche ich da ganz bestimmte und da habe ich erst einmal einen Band von auf einem Flohmarkt gefunden!) Leider haben sich auch hier die professionellen Händler breit gemacht. Das geht so weit, dass diese früh morgens den jeweiligen Flohmarkt abklappern und ersteinmal aufkaufen was Privatpersonen an Spielen so anzubieten haben, um diese dann selbst auf ihrem Stand für irgendwelche Phantasiepreise zu verkaufen...

Mittwoch war ich auf einem Flohmarkt am Schmuggelstieg /Ochsenzoll. Ausbeute war besser als erwartet. (6 Spiele). Interessanterweise, was mir ewig nicht passiert ist, habe ich alle von Privatpersonen erstanden und auch die Preise waren stellenweise so, dass ich schon ein schlechtes Gewissen bekam da noch zu handeln.. (Das Handeln gehört beim Flohmarkt aber für mich irgendwie dazu.) Das einzig wirklich merkwürdige war nur das ca 10jährige Mädchen welches dort auf einer "Flohmarktdecke mit Haufenweise Spielzeug sass und mir einen indizierten ab18 Titel verkaufte....

Kleine Anekdote bez. "Fantasiepreisen" Ich habe kurz bei einem der professionellen Videospielstände gestöbert ("Na, mal gucken wie fern der Realität sie dieses Mal sind"). Neben mir fragt eine nach dem Preis eines Spieles:

A:"Was kostet <keineahnungwelchesdaswar>?"
B:"57Euro"
A reisst ungläubig die Augen auf. Ich musste mir auch ein Lachen verkneifen.
B: "Was haben sie? Im Laden liegt das günstigste Angebot bei 59Euro. Billiger als hier bekommen sie es also nicht"

Okay.. Im Laden ist es dafür dann aber auch Neuware inkl. Garantie etc....

CubistVowel:

--- Zitat von: sYntiq am 05 Oktober 2012, 08:29:29 ---Leider haben sich auch hier die professionellen Händler breit gemacht.
--- Ende Zitat ---

Ja, diese professionellen Händler sind eine Pest... Zum Glück gibt es inzwischen Flohmarktbetreiber, die darauf achten, dass keine Profis oder nur ein geringer Prozentsatz davon zugelassen sind. Oder sie bekommen, wenn der Markt groß genug ist, eine spezielle Gasse zugewiesen, die man meiden kann.

Wenn man öfter auf den Flohmärkten einer Region unterwegs ist, trifft man oft auf immer dieselben (privaten) Händler. Mit der Zeit kennt man sich und das Angebot bzw. die Wünsche des Anderen. Zum Beispiel gibt es eine Dame, die schwarze Sachen für mich sammelt. :D

Btw., heute wird das wohl nix mit dem Töster Flohmarkt, bei dem Regen habe ich keine Lust... ::)

messie:
Diese Anwohnerflohmärkte sind wirklich ein Segen. Händler finden sich dort nur gaaanz selten, wenn überhaupt.
Allerdings hat mich der Anwohnerflohmarkt kürzlich in Eimsbüttel völlig erschlagen. Der war ja riesig! Genauso riesig dann auch meine Ausbeute, ich habe 25 Euro ausgegeben, und wer echte Flohmarktpreise kennt (ein Euro für ein Buch, etc.), der kann sich sicher lebhaft vorstellen, dass ich reichlich bepackt nach Hause kam.

Meine Begleiter, die sich drüber lustig machten dass ich ja wohl jeden Ramsch kaufen würde:
a) Nein, tue ich nicht.
b) Ihr wart doch nur neidisch dass ich diese tollen Sachen vor euch gefunden habe, ääätsch! :)

Über Tipps, welche Flohmärkte sich jetzt im Oktober noch lohnen, wäre ich dankbar. Mir fehlt das Stöbern schon wieder ...

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