Schwarzes Hamburg > Politik & Gesellschaft -Archiv-

Peak Oil und die Folgen

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Black Ronin:

--- Zitat von: Kallisti am 07 Juni 2012, 14:16:57 ---
--- Zitat von: Black Ronin am 07 Juni 2012, 11:35:15 ---Ach und Kalli: Das Jeder aufs Land ziehen usw.etc soll kann wird muss oder möchte hat niemand gesagt.
Den meisten von uns Stadtbewohnen fehlen entsprechende Fähigkeiten.

Das wie du vorschlägst die " Gesellschaft" oder auch die Menschen aus denen sie besteht freiwillig auf irgend einen Konsum/ Verbrauch/ Gewohnheit verzichten kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Erzähl das mal einem Chinesen der sich grad das erste Auto seines Lebens gekauft hat. Und derer gibt es viele. Nicht nur in China.

--- Ende Zitat ---

Tja Schwarze Rosine - genau darin besteht aber nun mal das Problem und genau hier muss sich was tun ... andernfalls - wie gesagt: ich sehe da keine Alternative (schon gar nicht mehrere). ?

Wenn die Leute es freiwillig/einsichtig/vernünftig nicht machen, muss man es ihnen aufzwingen - es wird doch sonst so vieles geregelt - warum dann nicht zur Abwechslung mal auch die Abläufe, die das Überleben der ganzen Spezies wenn nicht sichern, dann doch immerhin wahrscheinlich(er) machen würden! ?

Und da is "Bio" ja wieder auch ganz weit vorne ...  :) Also was dahinter steht, was "echtes Bio" ausmacht - Nachhaltigkeit, Weitsicht, schonender Umgang mit Ressourcen, auch mit Tieren, Genügsamkeit, Naturverbundenheit, Biodiversität, Sortenvielfalt/-erhalt (Saatgut ...) usw.

--- Ende Zitat ---
Ja hier in Deutschland vielleicht. Jedenfalls in gebildeten Schichten. Aber es ist ja wohl ein globales Problem. Sag doch den Amis mal sie sollen ihre Klimaanlagen abschalten. Oder den Brasilianern das sie sich den Kauf eines Kühlschrankes noch mal überlegen sollten. Die Chinesen hatten wir schon. Da wo eutschland in Punkto Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist, sind Schwellenstaaten erst in 20 oder 30 Jahren. Wenn überhaubt.
Naja. Ich habe eh wenig Vertrauen an die Menschheit.

Kallisti:
Black Rosin

... eben: es ist ein globales Problem, also wird es dafür keine nur regional greifenden Lösungen geben können.

Wie schon gesagt: denen, denen es am Nötigsten ohnehin seit Jahrhunderten fehlt, muss "mehr" zukommen, keine Frage. Aber im Gegenzug müssen halt die, die im Überfluss leben, genau diesen zurückschrauben. - Ich meine: wir sehen doch schon seit nun einer ganzen Weile, dass es wie gesagt keine Alternative gibt, vor allem auch anderweitig keine Gerechtigkeit, aber das is ja natürlich wieder so ein leidiges Gutmenschenidealistenthema.

Und wer das wie "durchsetzt", weiß ich nicht, dazu bin ich "(welt)politisch" zu wenig gebildet. Aber hier gibt es doch so schlaue Köpfe - hat jemand eine Idee?



--- Zitat von: Black Ronin am 07 Juni 2012, 11:35:15 ---Ach und Kalli: Das Jeder aufs Land ziehen usw.etc soll kann wird muss oder möchte hat niemand gesagt.
Den meisten von uns Stadtbewohnen fehlen entsprechende Fähigkeiten.


--- Ende Zitat ---



Und was soll das dann überhaupt? Wenn nur einige Wenige "selbstversorgermäßig" in ländlicher Idylle ihre eigene (und ausschließlich dann ja also diese) Haut zu retten versuchen - und der ganze Restglobus weiter in den Abgrund stürzt?

Wie das "Selbstversorgerkonzept" genau aussieht, habe ich sowieso noch nicht verstanden - man braucht doch letztlich immer irgendetwas von Anderen - also man denke an Werkzeug, Glühbirnen, "Seife"/Waschmittel, Papier etc. ?




Eisbär:

--- Zitat von: colourize am 07 Juni 2012, 07:32:45 ---Zum Betreiben von LKW, PKW, Flugzeugen und Containerschiffen gibt es genau *garkeine* Alternativtechnologie als das Verheizen von fossilen Brennstoffen, die auch nur annähernd in den kommenden 10 Jahren zur Marktreife weiterentwickelt werden könnte.

--- Ende Zitat ---
Stimmt, die Wasserstofftechnologie wird vermutlich noch 20 Jahre benötigen. Aber ich bezweifel, daß der totale Zusammenbruch in den nächsten 20 Jahren kommt.


Ich denke, alleine die Tatsache, dass sich immer mehr Menschen Gedanken darüber machen und das entsprechenden Alternativen Technologien bereits in der Entwicklung sind, sollte Anlaß genug sein, nicht sämtliche Hoffnung aufzugeben.

nightnurse:
Hm.
Das mit dem Selbstversorgertum ist bei 7 Milliarden Menschen ja auch nur begrenzt möglich, schon für 80 Mio Deutsche wird der Platz etwas knapp, nicht. Es muss auch gar keine rauhen Zeiten geben - wenn dem scheinautarken Kleinbauern mal die Windräder, Solaranlagen oder auch nur der Spaten kaputtgehen, was macht er dann? (Statt des Spatens kann er sich imerhin aus ner Astgabel ne Hacke machen, Windräder womöglich selber schnitzen, aber ich habe das dumme Gefühl, daß Solaranlagen in der Herstellung energieaufwendig sind).

Und es geht ja nicht nur um die Energieversorgung, wenn vom Öl die Rede ist. Wir sind auch plastiksüchtig geworden. Früher war zwar nicht alles aus Holz...aber man ging mit Gläsern und Kannen zum Einkaufen und bekam manches in der Zeitung von gestern eingewickelt. Wenn wir also mal nicht mehr mit ölbasierten Kunststoffen um uns werfen können, müssen wir uns ganz schön umstellen (und ich möchte jetzt nicht hören "aaaaber es gibt Alternativen aus Pflanzen" - das ist m.M. ungefähr gleichauf an Schwachsinnigkeit mit den Versuchen, unseren Autowahn per landwirtschaftlicher Nutzfläche aufrechterhalten zu wollen. Fressen oder Fahren, Fressen oder Frischhaltefolie? Scheint schwer zu beantworten zu sein).
Äh, wo war ich.
Bei der Hoffnung, daß demnächst mindestens 6,5 Milliarden Menschen ökobewusst werden.
Wird wohl nichts.

Yay for Pesimismus.

Kallisti:
Kürzlich kam auf DRadio in der Sendung "Forschung und Gesellschaft" (Sendung vom 07.06.2012, 19.30h) genau dieses Thema. ;)

Und da wird auch kein positives Bild gezeichnet ... Hier zum Nachlesen:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/forschungundgesellschaft/1775970/

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