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Kindesmisshandlung und ihre Folgen für die Gesellschaft

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Kallisti:

--- Zitat von: Black Russian am 18 Juni 2012, 10:57:26 ---@Kallisti

Ich werde doch denken, dass meisten eltern ihren Kindern nicht schaden wollen.
Sie handeln in guten Glauben und Gewissen je nach ihre Prägung (viele Afrikanerinnen z. b. lassen ihre Babys immer noch schreien, aber ich werde nicht behaupten,  Afrikanerinnen lieben ihre Kinder nicht).

Wenn man auf 0% Sicherheit gehen will, solle man auf die Kinder verzichten

--- Ende Zitat ---

Klar, man kann dumm geboren werden, nix dazulernen (wollen) und dumm sterben - das ist durchaus eine verbreitete Möglichkeit.

Und dann kann man sich noch damit rausreden, dass man es ja nicht besser wusste/kannte oder Anderes die eigene beschränkte Hirnkapazität nicht hergegeben hat. Aber das überfordert die meisten dieser Leute schon über das Maß (zu viel der Selbsterkenntnis).

Man kann natürlich auch einfach alles immer so belassen wie es mal war und sich nicht weiterentwickeln, sich nicht informieren, bilden, interessieren ... das sind alles durchaus erprobte und bewährte Mittel und Arten, durchs Leben zu gehen und auf die eigene Verantwortung den Kindern gegenüber zu kacken. Klar. Vor allem unvergleichlich bequem. Daher auch so oft angewandt.


Aber wenn man vlt. doch mal davon ausgeht, man könne noch dazulernen und es gebe vielleicht doch das Ein und Andere (neue) Wissen/Erkenntnisse, das/die hilfreich wären (beim Umgang und "Großziehen" von Kindern, vor allem der eigenen, wenn vorhanden), könnte auch das ein gangbarer Weg sein.

Dass man dann immer noch genug Fehler macht, einfach, weil man Mensch ist (und keine Maschine), steht außer Frage - aber man könnte immerhin doch so einige Fehler relativ elegant umgehen, vermeiden.

Nicht?  ;D

schwarze Katze:

--- Zitat von: Kallisti am 18 Juni 2012, 11:28:00 ---

Klar, man kann dumm geboren werden, nix dazulernen (wollen) und dumm sterben - das ist durchaus eine verbreitete Möglichkeit.


--- Ende Zitat ---

Und was hat das bitte mit "Kindesmisshandlung" zu tun?

Sogennte "Dumme" lieben ihre Kinder nicht weniger als sogenannte "Intellektuelle" und wenn jemand niedrige IQ hat, heisst es noch lange nicht, dass seine Kinder es schlecht haben.

Wenn ich den neuen Erkenntnissen gegenüber offen bin, heisst es auh lange nicht, dass diese neue Erkentnisse richtig sind. Es könnte auch ein Irrtum sein.

l3xi:

--- Zitat von: Black Russian am 18 Juni 2012, 12:32:13 ---
--- Zitat von: Kallisti am 18 Juni 2012, 11:28:00 ---

Klar, man kann dumm geboren werden, nix dazulernen (wollen) und dumm sterben - das ist durchaus eine verbreitete Möglichkeit.


--- Ende Zitat ---

Und was hat das bitte mit "Kindesmisshandlung" zu tun?

Sogennte "Dumme" lieben ihre Kinder nicht weniger als sogenannte "Intellektuelle" und wenn jemand niedrige IQ hat, heisst es noch lange nicht, dass seine Kinder es schlecht haben.

Wenn ich den neuen Erkenntnissen gegenüber offen bin, heisst es auh lange nicht, dass diese neue Erkentnisse richtig sind. Es könnte auch ein Irrtum sein.

--- Ende Zitat ---

Wo ist der "like"-Button, wenn man ihn mal braucht. ;)

messie:

--- Zitat ---Wenn ich den neuen Erkenntnissen gegenüber offen bin, heisst es auh lange nicht, dass diese neue Erkentnisse richtig sind. Es könnte auch ein Irrtum sein.

--- Ende Zitat ---

Den Satz finde ich ebenfalls klasse!
Nur weil die Forschung gerade einer bestimmten Meinung ist, muss sie ja beim eigenen Kind nicht zwingend stimmen. Eine genaue Beobachtungsgabe kann das beste Wissen über Kindererziehung der Welt nicht ersetzen.

Zudem lassen sich viele auf den ersten Blick grausame Dinge auch begründen, sodass sie je nach herrschender Meinung immer "richtig" wirken. Schönes Beispiel ist das "Schreienlassen": Ich hab's damals auch so gelernt dass man die Kinder schreien lassen soll, weil sie sonst zu sehr verwöhnt werden würden und man sie damit zu Weicheiern erzieht, die später nicht gut durchs Leben kämen.
Aus heutiger Sicht stehen einem da die Haare zu Berge, damals aber war das eben die herrschende Meinung und klang plausibel. Erst später setzte sich durch dass Kleinstkinder immer nur dann schreien, wenn sie auch ein dringendes Bedürfnis haben und dass das rein gar nix mit "verwöhnt werden" zu tun hat.
Gleichwohl kann die heutige Forschung da eventuell auch falsch liegen! Wer weiß, vielleicht ergibt sich, dass man ein Kind doch ab und zu schreien lassen soll? Begründung (denke ich mir jetzt mal aus), dass es sich manchmal ja doch nur mal so ausschreit um die Stimmbänder zu trainieren, es so eine Art reflexhaftes Schreien ist, das nicht auf ein konkretes Bedürfnis hinweist und dann ein Nicht-mehr-Schreien-lassen in diesen Momenten kontraproduktiv ist? Dann machen all jene, die jetzt "bloooß nicht schreien lassen", auf einmal wieder dicke Backen.

Weswegen ich mit Sätzen wie "wie konnten die nur?" immer etwas vorsichtig bin. Man sollte die Zeiten mitbedenken und deren Perspektive, so gut es eben geht, einnehmen, bevor man urteilend über jene Mütter und Väter herfällt.

Kallisti:

--- Zitat von: messie am 18 Juni 2012, 17:26:17 ---
--- Zitat ---Wenn ich den neuen Erkenntnissen gegenüber offen bin, heisst es auh lange nicht, dass diese neue Erkentnisse richtig sind. Es könnte auch ein Irrtum sein.

--- Ende Zitat ---

Den Satz finde ich ebenfalls klasse!
Nur weil die Forschung gerade einer bestimmten Meinung ist, muss sie ja beim eigenen Kind nicht zwingend stimmen. Eine genaue Beobachtungsgabe kann das beste Wissen über Kindererziehung der Welt nicht ersetzen.

Zudem lassen sich viele auf den ersten Blick grausame Dinge auch begründen, sodass sie je nach herrschender Meinung immer "richtig" wirken. Schönes Beispiel ist das "Schreienlassen": Ich hab's damals auch so gelernt dass man die Kinder schreien lassen soll, weil sie sonst zu sehr verwöhnt werden würden und man sie damit zu Weicheiern erzieht, die später nicht gut durchs Leben kämen.
Aus heutiger Sicht stehen einem da die Haare zu Berge, damals aber war das eben die herrschende Meinung und klang plausibel. Erst später setzte sich durch dass Kleinstkinder immer nur dann schreien, wenn sie auch ein dringendes Bedürfnis haben und dass das rein gar nix mit "verwöhnt werden" zu tun hat.
Gleichwohl kann die heutige Forschung da eventuell auch falsch liegen! Wer weiß, vielleicht ergibt sich, dass man ein Kind doch ab und zu schreien lassen soll? Begründung (denke ich mir jetzt mal aus), dass es sich manchmal ja doch nur mal so ausschreit um die Stimmbänder zu trainieren, es so eine Art reflexhaftes Schreien ist, das nicht auf ein konkretes Bedürfnis hinweist und dann ein Nicht-mehr-Schreien-lassen in diesen Momenten kontraproduktiv ist? Dann machen all jene, die jetzt "bloooß nicht schreien lassen", auf einmal wieder dicke Backen.

Weswegen ich mit Sätzen wie "wie konnten die nur?" immer etwas vorsichtig bin. Man sollte die Zeiten mitbedenken und deren Perspektive, so gut es eben geht, einnehmen, bevor man urteilend über jene Mütter und Väter herfällt.

--- Ende Zitat ---


Ich entschuldige mich schon mal gleich wieder vorsorglich, aber messie:

solche Sätze kommen nur von Leuten, die keine eigenen Kinder haben und/oder total unsensibel sind. Denn: Das Schreien von Säuglingen IST genau DESHALB so durchdringend und zerrt so immens an den Nerven (vor allem je länger es andauert), DAMIT "jemand" darauf (angemessen!) reagiert!

Und wenn ein Säugling vor Hunger schreit, ist das für ihn auch ganz anders: das Hungergefühl als für einen Erwachsenen - für einen Säugling ist Hunger wie Schmerz(en).

Deshalb spricht man auch nicht von "weinen", sondern von eben: schreien. Das Baby schreit im wahrsten Wortsinn um "Hilfe". Es kann sich nämlich Überlebensnotwendiges noch nicht selbst beschaffen, besorgen ... - eben deshalb ist sein Schreien so unüberhörbar und unignorierbar (es sei denn, Leute sind wie gesagt gefühlskalte Klötze).

Es geht einem derart an die "Nieren", dass man eben deshalb bestrebt ist, schon aus Eigeninteresse  :D, dieses SCHREIEN so schnell als irgendmöglich "abzustellen".

Und wenn man sich dann doch einfach die Sendung mal ansehen würde, erführe man spätestens durch diese, dass bei vielen Völkern (bspw. in Afrika) Kinder ganz lange noch getragen werden - und nicht auf dem Boden oder im Kinderwagen rumliegen, sondern am Körper getragen werden - eben: TRAGLINGE!

Und dass in vielen anderen Kulturen die Kinder bei den Eltern schlafen - ganz selbstverständlich, nicht nur aus Platzmangel (weil sie keine fünfstöckige Villa zur Verfügung haben) - aber bei "uns" liegen Säuglinge halt im eigenen Bett und nicht selten sogar alleine im eigenen Zimmer.

Und dass Kinder dort überall nach Bedarf und nicht nach Fütterungszeitplan GESTILLT werden. Und das STILLEN heißt auch genau deshalb genau so, weil man damit den schreienden Säugling am ehesten und meistens am besten be-ruhigt.

Und dass andere Primaten (wie Schimpansen z.B.) das genauso machen ... - ihre Kinder mehrere Jahre tragen usw.

Und dann gibt es sowas wie tatsächlich "mütterliche Gefühle" (Bindungshormon Oxytocin z.B. ...), die verursachen (meistens jedenfalls), dass die Mutter ihr Baby bei sich/um sich haben will - und sich ganz "natürlich" genau richtig verhält - es sei denn eben: man bringt ihr etwas Anderes bei, trichtert es ihr ein, verlangt es ihr ab ... (wie bspw. in den 60er und Anfang 70er Jahren - davor und danach war es "anders" ... auch ein Thema für sich, ja).

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