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Ein gutes Buch ?
Soto Zaan:
Also ich bevorzuge "Sachbücher" über konträre Themen wie zum Beispiel "Die therapierte Erinnerung", wo es über manipulierte Missbrauchserinnerungen geht. Allerdings müssen diese Bücher, im Gegensatz zu "Fachbüchern" in einer verständlichen Sprache gehalten sein und müssen ein gewisses Unterhaltungswert haben, wo man auch schon mal bei wissenschaftlich nicht so korrekten Methoden ein Auge zu drückt.
Erdgeist:
Für gibt es hauptsächlich Bücher aus dem Bereich Fantasy, Science Fiction und Sachbücher ab zu auch mal Sachbücher.
Bei Sachbüchern bevorzuge ich Dinge wie Hexenjagd von Brian P. Levack oder Peter Kürten, genannt der Vampir von Düsseldorf (Die Andere Bibliothek).
Normale Sachbücher interessieren mich recht wenig, leider können mich viele Bücher nicht so fesseln wie es sein sollte.
Aus dem Bereich Fantasy und Science Fiction lese ich die gänigen Sachen wie Per Anhalter durch die Galaxies, Timeline, Battletech, Drachenlanze und Neuromancer/Shadowrun.
Undertaker:
.... ein guter Roman muss in mir etwas zum „klingen“ bringen .... eine Saite in mir anschlagen können, wo ich mich mit identifizieren kann ....
.... dann muss es eine „bildliche“ Sprache sein, sinnlich erfassbar, ja, sogar erfahrbar ....
.... des weiteren ist es ein guter Roman, wenn ich merke, dass der Autor einfach Spaß am fabulieren hat, Spaß an dem spielerischen Umgang mit der Sprache ....
.... als Beispiel fallen mir spontan Hermann Hesse und Thomas Mann ein .... von Hesse praktisch alle Bücher von Th. Mann gerade die Joseph-Romane .... aber auch Kafka, Proust oder Joyce verstehen es, in mir die eine oder andere Saite erklingen zu lassen .... dafür „liebe“ ich sie ;-) ....
.... um mal zu verdeutlichen was ich meine: Kurt Tucholsky sagte einmal: „wenn Hermann Hesse eine Sommerwiese beschreibt, fängt der Leser an zu schwitzen“ .... das meine ich mit dem sinnlich erfassbar und erfahrbar ....
.... ich hoffe ich konnte in etwa verdeutlichen was ich meine ....
Gruß
Undertaker
Mirascael:
--- Zitat von: "Kallisti" ---Was macht für euch einen guten, lesenswerten, gelungenen Roman aus?
--- Ende Zitat ---
Die Thematisierung psychologischer Konflikte.
--- Zitat ---Welche Sparte bevorzugt ihr (Fantasy, Science fiction, Krimi, Geschichtsroman, Lovestory, Komisches, Abenteuer, Familienepos, Tragisches, Mystisches ... ) ?
--- Ende Zitat ---
Würde Science Fiction/Fantasy favorisieren, aber bis auf Stanislaw Lem genügt kein Autor / keine Autorin dem obigen Anspruch.
--- Zitat ---Und was muss ein guter Roman auf jeden Fall enthalten, was darf (inhaltlich) nicht fehlen und was sollte nicht darin vorkommen ... ??
--- Ende Zitat ---
Wär gut, wenn ein Roman ohne ausschweifende Landschaftsbeschreibungen auskäme...
--- Zitat ---Oder anders gefragt: wenn ihr an eure favorisierten Romane denkt: was war/ist es, was ihr daran so mochtet, was hat euch daran gefallen, beeindruckt, nachdenklich gemacht, belustigt - also: warum haben gerade diese Bücher euch so gefallen, was haben sie im Vergleich zu anderen, die ihr "schlecht" oder langweilig fandet ?
--- Ende Zitat ---
Wie Schwanitz so (oder so ahnlich) treffend analysierte:
Literatur ist die einzige Kunstform, die einem Zugang zu den Gedanken anderer Menschen erlaubt (nicht der Autor). Geschieht dies glaubwürdig und regt der Roman so zur Selbstreflexion an, so ist es um mich geschehen. Schlechte Romane reproduzieren Platitüden und ergiessen sich in der Aneinandereihung von Klischees.
Das beste Buch, das ich je gelesen habe, war wohl tatsächlich "Die Buddenbrooks" von Thomas Mann.
Ansonsten ist folgende Liste aufschlussreich:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,1872,2198906,00.html
Bis auf Platz eins und zwei (habe den Herrn der Ringe zwar 5 mal gelesen, aber no way ist es eins der besten Bücher) ist die Liste ziemlich akkurat, zumindest was die Bücher angeht, die ich selber aus dieser Liste gelesen habe.
Mirascael:
--- Zitat von: "Kallisti" ---[...] nicht rechts und links nur zusammengeklaut und eingängig ausgespuckt - so wie "Harry Potter" z.B. - schrecklich!!
--- Ende Zitat ---
Was praktisch niemand realisiert hat:
Der Erfolg von Miss Rowlings basierte auf ihrem unglaublichen Feingefühl für die Nuancen der menschlichen Psyche. Das Metier, in dem der Roman spielt, ist eigentlich nicht so wichtig. Auch Star Trek lebt ja nicht von den oft megaalbernen Hauptplots, sondern von den Charakteren. Rowlings Hauptplot ist wenigstens eingermaßen schlüssig und spannend (zumindest in den ersten 3 Büchern), obwohl die besten Parts oft die Alltäglichkeiten und Konflikte innerhalb des Internats sind. Gleiches gilt für Star Trek: Die Konflikte zwischen dem schizoiden Spock und dem zwanghaft-depressive Pille (unter einem hysterischen Captain), das ist die eigentliche Essenz der Serie (und auch ihres Nachfolgers). Die Handlung selber ist es nicht und kann es auch nicht sein, dafür ist sie einfach zu grottig. :D
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