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Familie = ?

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Kallisti:
Multivac

was die Notwendigkeit mehrerer Bezugspersonen für Kinder betrifft, musst du mir glaub ich nix erzählen (da hab ich alleine hier im Forum schon an diversen Stellen deutlich geäußert, dass und wie wichtig ich das finde  ::) ;) ) - noch weit weit weniger: das Jugendamt. Mit denen hatte ich schon genug negative Erfahrungen machen dürfen - mit weitreichenden, schwerwiegenden, "negativen" Folgen (meinen Sohn betreffend, nicht meine Tochter). Nee, da sitzen keine kompetenten, informierten, verantwortungsbewussten Leute - wenn man mal verfolgt, was da alles im Argen liegt ... ... ... (bei Jugendämtern, da bin ich kein "Einzelfall", was die schlechten Erfahrungen angeht)!  >:(


Und eben: solange es "dem Kindeswohl" zuträglich ist. Ich kenne eure Verhältnisse nicht - du hattest von einem brutalen, gewalttätigen "Vater" (deiner Tochter) geschrieben - dass man da nicht von ausgeht, dass so jemand eine gute Bezugsperson/Vater/Umgang ist, liegt erstmal auf der Hand. - Wie gesagt: man kann sich aber so natürlich kein Bild machen - wenn (Hintergrund-) Information fehlt (bzw. du da nur so einzelne Sachen sporadisch in den Raum stellst). -> Muss ich auch nicht - ist ja nicht meine "Baustelle".  ;)

Multivac:
.

Kallisti:

--- Zitat von: Multivac am 25 November 2011, 18:20:17 ---ich will dir garnix "erzählen". ich stelle lediglich dar, wie ich es handhabe. das wird sich durch deine werte meinung auch nicht ändern. und, ja, die info ist gewollt sporadisch. wie jeder hier erzähle ich nur soviel, wie ich möchte.

--- Ende Zitat ---

Du schriebst oben, ich solle mich "mal beim Jugendamt informieren" und dass man da unbedingt pro Kontakt sei ... (siehe, was du oben schriebst - falls du es nicht wieder wegeditierst - wär ja nich das erste Mal ...). Darauf habe ich geantwortet.
Sind wir z.Zt. zart besaitet?

Was du mit deiner Tochter wie handhabst, is deine Angelegenheit - solange es "dem Kindeswohl" nicht abträglich ist. !

Und was deine Info-Fetzen angeht: Du musst dich nicht wundern - wenn du erst schreibst, der Typ habe in deinen schwangeren Bauch getreten und jetzt hat deine Tochter aber zu genau diesem Menschen regelmäßigen Kontakt. - Also - ja, da kann man mal kurz etwas überrascht sein und u.U. nachfragen.

Vielleicht solltest du erst überlegen und dann schreiben - dann passiert sowas nicht - vor allem musst du dann nicht ganze Sätze (deine eigenen) weglöschen.

Nur so - als kleine Empfehlung. Manchmal schadet es nicht, einerseits ein ganz klein wenig besonnener und auch zurückhaltender vorzugehen, andererseits dann aber etwas ausführlicher mitzuteilen, was man wie meint - statt sich die Würmer aus der Nase ziehen zu lassen oder bloße Schlagzeilen hinzuknallen und auf Nachfragen mit beleidigtem Unterton zu reagieren im "Stil" von:

Das is meine Meinung und die bleibt auch so.

Das aber auch: nur so ... als kleine Empfehlung - die du natürlich keinesfalls befolgen musst oder auch willst oder auch wirst - is schon klar.  ;D


omg - der letzte Satz hört sich an wie von messie.  :o  ;D

messie:

--- Zitat ---omg - der letzte Satz hört sich an wie von messie.  :o  ;D
--- Ende Zitat ---

Ich nehme das mal als Beleidigung und Kompliment zugleich.  ;D

Zum Thema "Ämter": Ich denke man braucht in erster Linie Glück, an wen man da gerät. Ich habe auch schon von guten Bekannten so einiges mitbekommen, wo das Jugendamt wirklich Gold wert war. Da zu sagen "Jugendamt geht gar nicht" sinngemäß ginge da ein bisschen zu weit.

Was "grausame Eltern" & Co. angeht, lässt sich da, meine Meinung, schlecht was verallgemeinern. Kann ja sein dass da ein Papa seine Frau leidenschaftlich hasst, sein Kind aber abgöttisch liebt. Was da nun schwerer wiegt,

- dass das Kind den Hass der Eltern zueinander mitbekommt (= negativ) oder
- dass das Kind die Liebe beider Eltern zu einem selbst erlebt (= positiv),

das zu entscheiden ist nun echt ... naja, sagen wir es so, es gibt einfachere Dinge zu entscheiden. ;)

Ich persönlich habe einen Papa erlebt der mich sehr liebte, aber so gut wie nie da war und auf der anderen Seite einen, von dem ich sehr viel gelernt habe, der sich viel um mich kümmerte, der aber meiner Mutter sichtlich nicht gut tat.
Wer war von beiden nun der bessere? - Ich kann es beim besten Willen nicht sagen. Ich weiß nur sicher, dass die entspannteste Zeit meiner Kinder/Jugendzeit die ohne Papa war.
Darauf begründet sich ja auch meine Meinung (ok, nicht nur darauf, hab ja auch noch recht intensiv recherchiert dazu, logisch), dass ein Kind es durchaus besser haben kann, wenn es ohne Papa oder Mama aufwächst.
Dessen unbenommen, dass je mehr eindeutige (!) Bezugspersonen das Kind hat, umso besser. Das muss aber eben nicht zwingend der zweite Elternteil sein.

Kallisti:
Wie ich schon schrieb: Mehrere Bezugspersonen is immer von Vorteil (wenn es eben: Bezugspersonen tatsächlich sind - eine gute, stabile Beziehung vorhanden ist, die Leute sich entsprechend den Kindern gegenüber verhalten - das impliziert der Begriff ja aber alles eigentlich).

Trotzdem halte ich es - wie ich auch schon schrieb - aus den auch bereits genannten Gründen bzw. Grund für wichtig, dass ein Kind seine leiblichen Eltern beide kennen kann - weil das was mit Identität zu tun hat - die bildet sich nicht nur durch "wie man aufwächst", sondern hat auch mit Körperlichkeit, Veranlagungen/Erbanlagen, Naturell/Wesensart zu tun. Mag sein, dass das Menschen unterschiedlich stark anspricht, beschäftigt - aber i.d.R. beschäftigt es sie doch alle (manche auch erst relativ spät): wenn sie also einen oder beide Eltern gar nicht kennen (noch nie gesehen haben ... so z.B. im Falle von Adoption - heute ja aber anders: offene Adoption möglich - anders als früher).

Ich finde einfach, ein Kind hat ein Recht darauf, zu wissen, zu erfahren, in Erfahrung bringen zu können, woher es "kommt", von wem es "abstammt". Daher halte ich die leiblichen Eltern also durchaus auch für relevant (für Entwicklung des Kindes, für Identitätsbildung).

Wenn sie dem Kind "nicht gut tun" (oder deutlicher: ihm schaden) ist das eine spezielle Sache - aber auch dann sollte ein Kind seine Eltern kennen (-lernen) dürfen/können, wenn und wann es das möchte.
Diese "Selbstauskunftspflicht" der (biologischen) Eltern gegenüber ihren (leiblichen) Kindern halte ich für unbedingt geboten bzw. erforderlich und eigentlich auch selbstverständlich.


Was dein Beispiel betrifft:

sicher ist es für Kinder oft (meistens - immer?) sehr schwer bis unerträglich, wenn es ständig elterlichen erheblichen "Stress" mitkriegen muss ...

Aber ich würde dennoch auch dann für den Kontakt plädieren: immer dann und solange die Kinder das wollen - und nicht nur deshalb nicht wollen (zu wollen behaupten oder selbst glauben): weil sie den Stress umgehen wollen.

Wie schon gesagt: ab einem bestimmten Alter (je nach Kind auch, ja) kann der Kontakt zwischen den Eltern sich auch nur auf das Nötigste (Konversation über Kind, Organisation, Abläufe) beschränken.

Alles is gut, solange beiden Eltern wirklich und tatsächlich DAS "KINDESWOHL" am Herzen liegt und sie um dieses bemüht sind (es zu gewährleisten, zu erhalten, zu fördern).

Sobald aber einem Elternteil oder gar beiden das "Kindeswohl" am Allerwertesten vorbei geht, wird es schwierig bzw. bitter: für das Kind (nicht nur seine Gegenwart, sondern auch seine Zukunft, seinen Selbstwert ... betreffend - selbstredend).


Und Jugendämter ... naja - also oft bzw. meistens geht da ganz viel mehr ums (dort nicht vorhandene, aber dringend erforderliche) Geld als um das Wohl der Kinder. Und dass das Geld da oft die letzte Entscheidung trifft (bzw. die leeren Kassen der Jugendämter - mit entsprechenden Folgen), geben einige da selbst ganz offen zu. - Was es aber für die Kinder nicht besser macht.

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