Schwarzes Hamburg > Politik & Gesellschaft -Archiv-
Peak Oil und die Folgen
colourize:
Interessante Meldung auf tagesschau.de vom heutigen Tag zum Thema:
Öl - bald ein Luxusgut?
Kallisti:
Ja, schade nur, dass - wie immer - es nur um Schwarzseherei geht und nicht mit einer Silbe erwähnt wird, was denn da seit wann wo überall an Alternativen gesucht/geforscht wird.
Hier gibt es immerhin ein paar Ideen, wenn auch noch nicht "marktreif", aber man erfährt wenigstens, was evtl. möglich ist, in welche Richtung es gehen könnte und worin die derzeitigen Probleme noch bestehen:
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0311/003_kraftstoff.jsp
nightnurse:
Und wie da auch steht, laufen die "Alternativen" bis auf die Geschichte mit den Algen alle auf "Fahren statt Futtern" hinaus.
I demand better.
Kallisti:
Nein, das mit dem Holz nicht und das mit dem Frittenfett nicht.
Vielleicht findet man anderes Fett/Öl, das man nutzen könnte und das nicht anderweitig (mehr) gebraucht wird oder für Nahrungsmittel(produktion) vonnöten ist. ?
Ich kann mir da nicht verkneifen, einen Seitenblick auf Menschenfett :o ;D zu werfen - wenn man all das Fett all der übergewichtigen Menschen weltweit nehmen könnte ... 8) z.B. absaugen und als Treibstoff verwenden/umwandeln! ;D
nightnurse:
Ja, Soylent Green, ick hör Dir trapsen.
Ich hätte jetzt nichts dagegen, solange es auf freiwilliger Basis...ähem.
Das mit dem Holz...
--- Zitat ---Angesichts boomender Holzpellet-Heizungen, Biogasreaktoren und Strohkraftwerken zeichnet sich allerdings ein Kampf um die Zellulosefasern ab, denn all diese Ansätze brauchen Pflanzenabfälle zur Energiegewinnung. Aber selbst Pflanzenabfälle sind als Ressource natürlich begrenzt.
--- Ende Zitat ---
- mal ehrlich, glaubt hier jemand, daß da ausschließlich Pflanzenabfälle verbraucht würden?? Wenn es sich um eine lukrative Einnahmequelle handelte, für die es nur begrenzte Ressourcen gibt? Da hab ich aber mehr Vertrauen in die Krimin...Kreativität von Konzernen, da können ganze Ernten "schlecht" werden oder man deklariert irgendwas um, das gilt auch für Baumernten...ich kann mir ganz hervorragend "Sägewerke" vorstellen, die ausschließlich Späne produzieren (notfalls irgendwo in Rumänien, wo´s keiner sieht) oder Containerladungen voll "Abfällen" aus brasilianischem Regenwald.
Und Frittenfett kommt ja auch nicht aus Bergwerken im Ural, sondern wird aus Pflanzen gewonnen, die müssen irgendwo angebaut werden. Im Artikel steht ja auch
--- Zitat ---Leider sind die Mengen an Fett, die über das heute bereits recycelte Maß hinaus gesammelt werden können, etwa durch die Müllabfuhr, relativ gering. In Deutschland fallen insgesamt ca. 300.000 Tonnen jährlich an. Viel zu wenig für die vielen Millionen PKW auf unseren Straßen.
--- Ende Zitat ---
- daran dürfte auch die im folgenden Satz erwähnte Einbindung von industriellen Fettabfällen nicht viel ändern.
Und es gibt sicherlich auch eine Grenze für die Steigerung des Konsums von Frittiertem 8).
Nä, ich denke, Gelder und Energien, die dafür verwendet werden, unseren bisherigen Lebensstil lückenlos aufrechtzuerhalten, womöglich noch zu Lasten der Lebensmittelproduktion, sind verschwendet. Da muss m.E. viel mehr umgedacht werden, bei allen.
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