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Eisbär:
--- Zitat von: messie am 18 Mai 2012, 14:45:39 ---Das ist besonders interessant angesichts dessen, dass die deutsche Regierung ihre eigenen Gehälter fast zeitgleich angehoben hat ;)
--- Ende Zitat ---
Ja, allerdings tut sie das in ganz anderen Maßstäben und auch deutlich seltener als andere Gehälter steigen...
Es soll bis 2013 eine Erhöhung um insgesamt 5,7% geben, die letzte Erhöhung war vor 12 Jahren.
Eine Erhöhung innerhalb 13 Jahren um dann insgesamt 5,7% ist m.E. auch für Politiker in Ordnung.
messie:
--- Zitat von: Eisbär am 19 Mai 2012, 01:38:47 ---
--- Zitat von: messie am 18 Mai 2012, 14:45:39 ---Das ist besonders interessant angesichts dessen, dass die deutsche Regierung ihre eigenen Gehälter fast zeitgleich angehoben hat ;)
--- Ende Zitat ---
Ja, allerdings tut sie das in ganz anderen Maßstäben und auch deutlich seltener als andere Gehälter steigen...
Es soll bis 2013 eine Erhöhung um insgesamt 5,7% geben, die letzte Erhöhung war vor 12 Jahren.
Eine Erhöhung innerhalb 13 Jahren um dann insgesamt 5,7% ist m.E. auch für Politiker in Ordnung.
--- Ende Zitat ---
Würde stimmen, wenn man die Abgeordnetenentschädigungen, die sogenannten "Diäten", und die Kostenpauschalen außen vor ließe. ;)
Die betrugen vor 12 Jahren 6.583 € (Diäten) plus 3.302 € (Aufwandsentschädigungen), also 9.885 €.
Heute sind's zusammengenommen 11.989 €. Macht eine Erhöhung in jenem Zeitraum um 21% hierfür.
Wie viele Arbeitnehmer im genannten Zeitraum ihre Gehälter um 21% erhöht bekommen haben, entzieht sich meiner Kenntnis. 8)
Um nicht falsch verstanden zu werden: Auch Abgeordnete, inklusive der Bundeskanzlerin, sollten ihre Gehälter erhöhen dürfen.
Können sie gerne tun, wenn die Gehälter ansonsten auch ansteigen, indem beispielsweise Steuerkürzungen hinter uns liegen.
Da aber das genaue Gegenteil geschieht, mit Verweis darauf dass ja gespart werden müsse, mutet eine eigene Gehaltserhöhung doch recht merkwürdig an. ;)
Allerdings bin ich mir auch deswegen bewusst, dass diese Kürzung in Frankreich nur auf dem Papier eindrucksvoll aussieht: "Dank" Sarkozy haben sie ja immer noch deutlich mehr in der Tasche als vor Sarkozys Amtszeit.
Dennoch ist es ein Signal. Eins, das in Deutschland so noch nie geschehen ist.
l3xi:
http://www.dgb.de/themen/++co++4e2d0018-a0c5-11e1-5933-00188b4dc422
--- Zitat ---Stellen Sie sich vor, Sie rühren die Milch für Ihr Baby mit Leitungswasser an und kurz darauf bekommt es Magenkrämpfe, weil das Wasser chemische Rückstände enthielt. Warum? Ihr Wasserversorger - ein privatwirtschaftliches Unternehmen - hatte weniger gründlich gefiltert als es die Top-Standards in Deutschland vorsehen. Trotzdem ist der Kubikmeter Wasser teurer als früher, noch unter der Regie Ihres kommunalen Stadtwerks.
Grafik: Wie streng überprüft Ihr Wasserversorger das Trinkwasser auf Schadstoffe
Noch wird das Trinkwasser in Deutschland streng kontrolliert. Die Bürger wissen um die hohe Qualität des wichtigsten Lebensmittels. Grafik DGB; Umfrage: Z.E.S.K., "Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland, Januar 2012
Das könnte drohen, wenn sich die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag zu Dienstleistungskonzessionen durchsetzt und damit öffentliche Aufgaben dem Wettbewerb aussetzen. Das Regelwerk ist in den Beratungen und soll noch in diesem Jahr vom Europäischen Parlament beschlossen werden. Die Gefahr: Soziale, ökologische und qualitative Standards geraten unter Druck, wenn künftig auch private Anbieter um das risikoarme Geschäft mit öffentlichen Gütern und Dienstleistungen buhlen. Deshalb lehnt der DGB den EU-Richtlinienvorschlag zur Konzessionsvergabe ab. Es drohen höhere Kosten und mindere Qualität für die VerbraucherInnen, schlechtere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sowie der Verlust kommunaler Handlungsspielräume.
--- Ende Zitat ---
Und hier noch was zu Blockupy:
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2012%2F05%2F18%2Fa0087&cHash=8d8f302d4f
--- Zitat ---Die Zelte im Occupy-Camp vor der Europäischen Zentralbank stehen noch, die Transparente hängen auch. Nur Demonstranten gibt es hier nicht mehr, seit das Lager am Mittwoch von der Polizei geräumt wurde. Über dem Eingang des menschenleeren Zeltlagers hängt ein Transparent. Aufschrift: "Wer macht denn hier Krawall?" Ein rotes Herzchen baumelt daran. Eurotower, Kaiserstraße 29. Das ist das Zentrum der Blockade.
Frankfurt am Main ist im Ausnahmezustand, die Stadt blockiert. Nur sind es nicht Demonstranten, sondern es ist eine beispiellose Stadtpolitik, die in den vergangenen Tagen ein Szenario der Stille besorgte.
--- Ende Zitat ---
sYntiq:
--- Zitat von: Kallisti am 15 Mai 2012, 14:27:16 ---sYntiq
durch ihre Art, das Leben zu sehen, die Dinge, die einem "passieren" zu interpretieren (Stichwort: "höhere Macht", die lenkt ...), durch vor allem auch ihre "Moral" und also die Folgen, die sie daraus ziehen (im Betrachten, Beurteilen anderer Menschen und folglich im Umgang mit diesen).
--- Ende Zitat ---
Irgendwie fehlt mir immer noch ein gutes Beispiel (evtl. etwas praxisnahes?)
Zu deinem "Beispiel": Ist es nicht so dass dann im Grunde genommen Jeder jedem schadet? Ob ich jetzt gläubig bin und alles einer höheren Macht zuschreibe, "Gesetze" und (moralische) Entscheidungen von dieser höheren Macht, bzw. dem religiösem/Glaube- Wertesystem abhängig mache, oder komplett unreligiös und "ungläubig" bin, und alle "Gesetze" und (moralischen) Entscheidungen alleine von mir und meinem Wertesystem abhängig mache, ist doch dem Gegenüber erst einmal egal, bzw. er kann es gar nicht zwingend wissen worauf mein Umgang mit, bzw Beurteilen von anderen Menschen basiert.
Ob dich ein Mensch jetzt negativ beurteilt, bzw. den Umgang mit dir auf ein Minimum reduziert, weil deine Art nicht in sein vom Glauben "vorgegebenes" Werte- bzw. Moralsystem passt, oder dich ein Mensch negativ beurteilt, bzw. den Umgang mit dir auf ein Minimum reduziert, weil deine Art nicht in sein persönliches Werte- bzw. Moralsystem passt ist doch völlig egal. Das Ergebnis ist das Gleiche.
In sofern: Inwiefern schaden dir gläubige Menschen mehr als ungläubige?
Oder hast du nur komplett verallgemeinert und dir geht es gar nicht generell um gläubige Menschen, sondern nur um die Hardliner, bzw. die extremen Glaubensauswüchse?
Kallisti:
--- Zitat ---Ist es nicht so dass dann im Grunde genommen Jeder jedem schadet? Ob ich jetzt gläubig bin und alles einer höheren Macht zuschreibe, "Gesetze" und (moralische) Entscheidungen von dieser höheren Macht, bzw. dem religiösem/Glaube- Wertesystem abhängig mache, oder komplett unreligiös und "ungläubig" bin, und alle "Gesetze" und (moralischen) Entscheidungen alleine von mir und meinem Wertesystem abhängig mache, ist doch dem Gegenüber erst einmal egal, bzw. er kann es gar nicht zwingend wissen worauf mein Umgang mit, bzw Beurteilen von anderen Menschen basiert.
--- Ende Zitat ---
sYntiq
... Na ich meine, es besteht insoweit doch ein Unterschied - wegen der/einer vorhandenen Mehrheit/Gruppe/Kultur ..., die dahinter steht oder eben nicht. Wenn ich mit meiner Einzelmeinung einem sagen wir christlich-religiös deutlich gefärbten "Moralsystem" bzw. "Weltbetrachtung" gegenüberstehe, habe ich da u.U. schlechte Karten - sagen wir: bspw. in einem niederbayrischen oder tiefschwäbischen Dorf. ;D ;)
Klar sind das da die vor allem ganz Bigotten. ::) Aber von eben jenen gibt es ja halt doch eine Menge - nicht nur im christlich-religiösen Glauben ... :-\
--- Zitat von: sYntiq am 21 Mai 2012, 17:51:01 ---
Ob dich ein Mensch jetzt negativ beurteilt, bzw. den Umgang mit dir auf ein Minimum reduziert, weil deine Art nicht in sein vom Glauben "vorgegebenes" Werte- bzw. Moralsystem passt, oder dich ein Mensch negativ beurteilt, bzw. den Umgang mit dir auf ein Minimum reduziert, weil deine Art nicht in sein persönliches Werte- bzw. Moralsystem passt ist doch völlig egal. Das Ergebnis ist das Gleiche.
--- Ende Zitat ---
Nicht wirklich. ;) Denn wenn es in religiösem Glauben gründet, ist es oft bzw. eigentlich wenig fassbar bzw. gründet sich ja also letztlich auf "Gottes Wort". Beruht es hingegen auf säkularer Basis, lässt es sich (anderweitig lol) begründen: eben "diesseitig". :D
Also was ich meine: Auch wenn logischerweise ja auch in Religionen Menschen die "Gebote und Verbote" ... festlegen (und die also auch da nicht "von Gott gemacht" sind), so beruft man sich letztlich aber doch immer auf "Gott(es) (Wort...) (oder Wille)".
Dies also ist ja die "Rechtfertigungsgrundlage".
Löse ich Moral aber von Religion, basiert sie also auf/in "weltlichen Dingen, Vorkommnissen, Umständen" ... und diese sind ja veränderlich (wie die Menschen - durch die Menschen), daher also auch nicht "ehern", nicht "für immer"/ewig (geltend/gültig). Vor allem nicht so "totalitär". Sie sind hinterfragbar, falsifizierbar ...
Das geht aber halt bei "Gottes Wort/Wille" eben grade ja nicht. Is halt dann letztlich an diesem Punkt immer eine Sackgasse bzw. Einbahnstraße.
Und das Paradoxe daran ist ja aber, dass das alles eben doch ja auch "nur" von Menschen erdacht/gemacht ist, man halt nur meint, eine "stärkere"/bessere "Legitimationsgrundlage" zu haben ("Gottes Wille" oder ähnlich).
Und da man "Gottes" Existenz weder beweisen, noch nicht beweisen kann (glaub ich ;D ) - kommt man da ja dann kein Stück weiter.
Aber halt nicht nur die Moral - es ist auch wie gesagt eben dieses Ding, dass alles irgendwie "gelenkt", "bestimmt" wird bzw. ist, dass alles ja "seine Richtigkeit hat", die sich aber Normalsterblichen entzieht, nicht erschließt ...
Es is einfach so, dass man - je nachdem wo man es mit wem zu tun bekommt - da auf viel Unverständnis und Verurteilung stößt - nehmen wir als ein Beispiel nur mal sowas wie Suizid. ;)
Naja ... Vielleicht fällt mir demnächst noch was "Banaleres" ein. ;) Dürfte soo schwer eigentlich nicht sein. ::) ;D ;)
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