Schwarzes Hamburg
Schwarzes Hamburg => Archiv => Gedankenaustausch -Archiv- => Thema gestartet von: Kallisti am 17 August 2012, 12:41:01
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Auch hier: zunächst nur die Frage -
Sollte man (heute, hier bei uns so - in "aufgeklärten", säkularen, demokratischen (westlichen Industrie-) Staaten) seine eigene Weltanschauung rechtfertigen bzw. erläutern, begründen (nicht nur können, sondern das auch auf Nachfrage tun)?
Und wie verhält es sich dann noch speziell mit religiösem Glauben - sollte man den Inhalt, die Grundsätze seines Glaubens bzw. die Praxis seines Glaubens, viel mehr vor allem: die Ursachen/Gründe für sein (So-) Glauben benennen, erklären, begründen (können und auf Nachfrage: tun)?
Jeweils: Wenn ja, warum - wenn nein, warum nicht?
(Wie ich dazu eingestellt bin, muss ich wahrscheinlich gar nicht erst äußern. ;) )
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Sollte man ... seine eigene Weltanschauung rechtfertigen bzw. erläutern, begründen ... ?
Man sollte es können.
Keiner muss es.
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Sollte man (heute, hier bei uns so - in "aufgeklärten", säkularen, demokratischen (westlichen Industrie-) Staaten) seine eigene Weltanschauung rechtfertigen bzw. erläutern, begründen (nicht nur können, sondern das auch auf Nachfrage tun)?
Und wie verhält es sich dann noch speziell mit religiösem Glauben - sollte man den Inhalt, die Grundsätze seines Glaubens bzw. die Praxis seines Glaubens, viel mehr vor allem: die Ursachen/Gründe für sein (So-) Glauben benennen, erklären, begründen (können und auf Nachfrage: tun)?
- Wer ernsthaft der Ansicht ist, seinen Glauben - zumal seinen religiösen Glauben - rational "rechtfertigen" zu können oder gar zu müssen, der hat nicht den allerblassesten Schimmer, was Glauben überhaupt bedeutet.
Nicht umsonst hat die frühe christliche Theologie den schönen Satz ersonnen: "credo quia absurdum" ... ;)
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- Wer ernsthaft der Ansicht ist, seinen Glauben - zumal seinen religiösen Glauben - rational "rechtfertigen" zu können oder gar zu müssen, der hat nicht den allerblassesten Schimmer, was Glauben überhaupt bedeutet.
Nicht umsonst hat die frühe christliche Theologie den schönen Satz ersonnen: "credo quia absurdum" ... ;)
Danke - damit sind meine Zweifel (Fragezeichen) restlos beseitigt. - J´ai compris! :)
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... Ich meine - es ist doch so: wenn/solange man keine verfassungswidrige "Meinung"/"Weltanschauung"/"Menschenbild" ... hat, is ja alles anscheinend im grünen Bereich. - Und das ist also dann vollkommen ausreichend?
Gibt es sonst keinen Bedarf, keine Veranlassung, keine Umstände oder "Gebote" (nicht religiös verstanden), die Menschen dazu bewegen/veranlassen könnten bzw. sollten, ihre "Weltanschauung" begründen, darlegen, erläutern, erklären zu können/sollen?
Was ist denn dann aber mit all unseren moralischen "Regeln", Werten ... ? Also alles, das gerade nicht (in erster Linie) gesetzlich geregelt ist/wird? - Man denke an "Sozialisation" ...
Und für mich hat es einfach mit ganz klar Integrität und aber auch Souveränität zu tun, ist Ausdruck von vor allem Integrität - wenn bzw. dass man das kann (seine "Weltanschauung" ... begründen ...). - Nein?
Wenn nicht - was ist daran falsch (aufgefasst, von mir)?