Schwarzes Hamburg

Schwarzes Hamburg => Archiv => Gedankenaustausch -Archiv- => Thema gestartet von: Kallisti am 14 Februar 2011, 23:27:09

Titel: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 14 Februar 2011, 23:27:09
Vielleicht gibt es einen ähnlichen thread schon? Der Titel ist auch nicht ganz treffend, geht aber im Moment nicht besser.

Was ich gerne wissen möchte, ist, was euch an Freunden und (Beziehungs-) Partner wichtig bzw. wichtiger ist - Intellekt bzw. Intelligenz oder "Herzensbildung" oder Charakterstärke.

Sicher, man kann antworten - auf jeden Fall alles - in gesunder Ausgewogenheit. Bla. Bitte keine solchen Beiträge mehr - Danke.

Wo setzt ihr Prioritäten - ist es euch also wichtiger, dass bspw. sich euer Partner intellektuell mit euch auf Augenhöhe (oder darüber) befindet bzw. dass er überhaupt über eine eher etwas überdurchschnittliche Intelligenz verfügt (wobei Intellekt und Intelligenz nicht dasselbe Paar Schuhe sind, is klar).

Oder ist euch wichtiger, dass euer Partner ein Mensch mit (viel oder großem) Herz ist - im Sinne von "menschlich"/humanistisch, altruistisch, "sozial" - herzlich?

Oder ist am wichtigsten oder unwichtigsten, ob/dass er ein Charaktermensch ist, ein Mensch mit Rückgrat - jemand, der bspw. auf Moral großes Gewicht legt, sich entsprechend verhält (ehrlich, loyal, solidarisch, verlässlich, vertrauensvoll, couragiert, authentisch - so in der Art)?

Anders gefragt: Wobei (Intellekt oder Herz - Charakter; wobei Charakter und Herz eigentlich ineinandergehen) wolltet ihr bei einem Partner bzw. bei Freunden auf keinen Fall Abstriche machen?



Und bestehen Unterschiede zwischen dem, was ihr bei einem Partner für besonders wichtig haltet und dem, was euch bei Freunden wichtig ist - gewichtet ihr bei Freunden also evtl. anders als bei einem Partner?
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Tialys am 14 Februar 2011, 23:34:25

Mir sind ein stabiles Selbstbewusstsein und vor allem Selbstständigkeit extrem wichtig. Ebenso geht gar nichts ohne gutes Benehmen, und damit mein ich nicht nur mir gegenüber. Wenn ich sehen würde, dass mein Freund andere Leute schlecht/ herablassend behandelt, wär er mich ganz schnell los. ( Klar, im Scherz kann man einiges los lassen, aber wenn man das Ernst meint siehts halt ganz anders aus.)

Ich muss vor einer Person Respekt haben können, sonst kann ich sie nicht regelmäßig um mich haben.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Lucas de Vil am 15 Februar 2011, 03:32:41
Sicher, man kann antworten - auf jeden Fall alles - in gesunder Ausgewogenheit. Bla. Bitte keine solchen Beiträge mehr - Danke.
So leicht lasse ich mir nicht den Mund verbieten. ;D

Ich persönlich finde die Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen interessant.
Ob ich sie in meinen Freundeskreis integriere, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.
Diese Faktoren gewichte ich bei jedem Menschen unterschiedlich.

Jeder Mensch hat eine Eigenschaft, die ihn am stärksten ausmacht.
Ich gehe mit intellektuellen Menschen völlig anders um als mit emotionalen Menschen, mit charismatischen 'Rudelführern' anders als mit grauen 'Mauerblümchen', mit Extrovertierten anders als mit Introvertierten.
Dennoch benötige ich Menschen mit all diesen Hauptmerkmalen um mich herum. Sie bereichern mich.

Die Partnerwahl ist da völlig außen vor. Es passiert einfach, dass ich mich für einen Menschen interessiere.
Ich habe aufgegeben herausfinden zu wollen, warum es passiert.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: TimuЯ am 15 Februar 2011, 05:45:27
Dennoch benötige ich Menschen mit all diesen Hauptmerkmalen um mich herum. Sie bereichern mich.

Daumen drauf! :)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Frau Veljanovna am 15 Februar 2011, 11:09:59
Wichtig ist vor allem VERTRAUEN in eine Person. Wenn ich das nicht haben kann, aus welchen Gründen auch immer, dann besteht keine Chance. Ich vertraue meinen nahe stehendsten Freunden, das sind vielleicht 2-3 Personen und natürlich meiner Familie. "Blut ist dicker als Wasser" sagt man ja immer.
Ich setze da als Frau natürlich auf meine Intuition. Diese ist mit den Jahren immer besser geworden. ;)

Bei Partnern verhält sich das genauso. Dabei spielen das Aussehen und der Intellekt im Nachhinein erst eine Rolle. Natürlich streite ich es nicht ab, dass man sich immer jemanden sucht, mit dem man die gleichen Interessen teilt, oder wenn man jemanden irgendwo kennenlernt, spielt das Aussehen sicherlich eine Rolle, aber: Wenn dann nur noch wirklich oberflächliche Dialoge geführt werden und die Wertvorstellungen und Ideale total auseinanderdriften, ist es vorbei. Zumindest bei mir.

Gutes Thema! :)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Eisbär am 15 Februar 2011, 11:54:10
Anders gefragt: Wobei (Intellekt oder Herz - Charakter; wobei Charakter und Herz eigentlich ineinandergehen) wolltet ihr bei einem Partner bzw. bei Freunden auf keinen Fall Abstriche machen
Ich bin in keinem der Punkte bereit, Abstriche zu machen. Was nützen mir Intellekt und Charakterstärke, wenn die Person ansonsten ein Arsch ist? Was nützen mir Herzlichkeit und Charakterstärke, wenn die Person ansonsten doof wie Bohnenstroh ist? Was nützen mir Intellekt und Herzlichkeit, wenn die Person so schwach (= langweilig) ist, daß ich sie völlig unterbutter?
Das Gesamtpaket muß stimmen. Und da gehören auch noch mehr EIgenschaften zu.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 15 Februar 2011, 12:41:58
Was Freundschaften angeht, kann ich kurz und knapp sagen: Die Mischung macht's.
Man muss mit einer befreundeten Person nicht ALLES teilen. Es genügt, wenn man auf einer Ebene mit ihr wunderbar klarkommt, während für andere Ebenen dann eben andere Freunde für einen da sind - und man selbst für sie.

Wenn ich mit einem guten Freund tiefsinnige Gespräche vor offenem Kamin mit Rotwein durchziehe, er aber rein gar nicht für Parties gemacht ist, dann ist das doch in Ordnung so. Dafür feiere ich dann mit jemand anders ab, wo dort dann die tiefsinnigen Gespräche zu kurz kommen, wo aber eben ansonsten die Chemie stimmt.
Wichtig ist letztlich, dass ich in beiden Fällen das Gefühl habe, laut denken zu können. Also mich nicht zurücknehmen zu müssen, weil ich befürchten muss, dass diese Person es gleich in den falschen Hals kriegt, was ich sage (und damit denke), sondern mich so nimmt wie ich bin - mit all meinen Vorzügen und Fehlern.
Das gilt umgekehrt natürlich genauso.
Das heißt aber nicht, dass man jedem gleich alles erzählen muss! Nicht zu jedem passt jedes Thema.
Macht aber auch nix. Solange sich beide in Gegenwart des anderen pudelwohl fühlen, selbst obwohl man sehr unterschiedlich ist und vielleicht gar einen unterschiedlichen Lebensrhythmus hat, ist doch alles in Butter. :)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Serenity am 15 Februar 2011, 15:49:07
kekse.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Bombe am 16 Februar 2011, 08:44:49
.hund
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: K-Ninchen am 16 Februar 2011, 10:40:59
.hund
Der/die beste FreundIn/Partnerin des Menschen
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 19 Februar 2011, 22:19:58
Anders gefragt: Wobei (Intellekt oder Herz - Charakter; wobei Charakter und Herz eigentlich ineinandergehen) wolltet ihr bei einem Partner bzw. bei Freunden auf keinen Fall Abstriche machen
Ich bin in keinem der Punkte bereit, Abstriche zu machen. Was nützen mir Intellekt und Charakterstärke, wenn die Person ansonsten ein Arsch ist? Was nützen mir Herzlichkeit und Charakterstärke, wenn die Person ansonsten doof wie Bohnenstroh ist? Was nützen mir Intellekt und Herzlichkeit, wenn die Person so schwach (= langweilig) ist, daß ich sie völlig unterbutter?
Das Gesamtpaket muß stimmen. Und da gehören auch noch mehr EIgenschaften zu.


@Eisbär

Ich verstehe "Herz", "Intellekt", "Charakter" als übergeordnete Kategorien (einzelner mehrerer menschlicher Eigenschaften, Verhaltensweisen, Haltungen).

Wenn jemand charakterstark ist, kann sie/er wohl kaum ein "Arsch" sein - das schließt Charakterstärke der Definition des Begriffes nach aus, meine ich.

Wenn jemand besonders herzlich und charakterstark ist, impliziert das nicht, dass sie/er (deshalb) "doof wie Bohnenstroh" ist. Jemand kann auch durchaus sehr intelligent (dabei) sein - aber eben nicht zwangsläufig (dadurch auch) intellektuell. Ich fragte halt nach der Bedeutung/Wichtigkeit des Intellektes.

Wenn du einen "schwachen" Menschen, der überdies aber herzlich und intellektuell ist, "unterbutterst", sagt das eine Menge über deinen Charakter aus. Davon abgesehen auch der Umstand, dass du danach fragst, was die jeweilige Kombination (siehe deine Aufzählungen) dir "nützen"! ;)

Davon abgesehen, denke ich nicht, dass ein Mensch mit ausgeprägtem Intellekt sich so leicht "unterbuttern" lässt.

Also hapert es da irgendwie an allen von dir angeführten Varianten.



Was Freundschaften angeht, kann ich kurz und knapp sagen: Die Mischung macht's.
Man muss mit einer befreundeten Person nicht ALLES teilen. Es genügt, wenn man auf einer Ebene mit ihr wunderbar klarkommt, während für andere Ebenen dann eben andere Freunde für einen da sind - und man selbst für sie.

Wenn ich mit einem guten Freund tiefsinnige Gespräche vor offenem Kamin mit Rotwein durchziehe, er aber rein gar nicht für Parties gemacht ist, dann ist das doch in Ordnung so. Dafür feiere ich dann mit jemand anders ab, wo dort dann die tiefsinnigen Gespräche zu kurz kommen, wo aber eben ansonsten die Chemie stimmt.
Wichtig ist letztlich, dass ich in beiden Fällen das Gefühl habe, laut denken zu können. Also mich nicht zurücknehmen zu müssen, weil ich befürchten muss, dass diese Person es gleich in den falschen Hals kriegt, was ich sage (und damit denke), sondern mich so nimmt wie ich bin - mit all meinen Vorzügen und Fehlern.
Das gilt umgekehrt natürlich genauso.
Das heißt aber nicht, dass man jedem gleich alles erzählen muss! Nicht zu jedem passt jedes Thema.
Macht aber auch nix. Solange sich beide in Gegenwart des anderen pudelwohl fühlen, selbst obwohl man sehr unterschiedlich ist und vielleicht gar einen unterschiedlichen Lebensrhythmus hat, ist doch alles in Butter. :)


messie

... Gut, was Freundschaften anbelangt, mag das so zutreffen. Aber wie verhält es sich in Partnerschaften/Beziehungen (bspw. klassische monogame Zweierbeziehung), nach der ich ja oben auch fragte?


Ich kann auch noch etwas anders formulieren:
Wenn man von einer Beziehung ausgeht - kann eine solche dauerhaft zufrieden gelebt und erlebt werden, wenn bspw. einer von beiden intellektuell ist (mal so ganz plakativ und abgekürzt formuliert), der andere nicht? (So als ein Beispiel.)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 20 Februar 2011, 11:15:41
Zitat
... Gut, was Freundschaften anbelangt, mag das so zutreffen. Aber wie verhält es sich in Partnerschaften/Beziehungen (bspw. klassische monogame Zweierbeziehung), nach der ich ja oben auch fragte?

Gut, nur zur Vervollständigung: Wenn's nicht monogam zugeht, ist es im Prinzip dasselbe. Sicher noch ergänzt um die sexuelle Note und körperliches Begehren, in unterschiedlicher Ausprägung, je nach Typ eben.

Zitat
Ich kann auch noch etwas anders formulieren:
Wenn man von einer Beziehung ausgeht - kann eine solche dauerhaft zufrieden gelebt und erlebt werden, wenn bspw. einer von beiden intellektuell ist (mal so ganz plakativ und abgekürzt formuliert), der andere nicht? (So als ein Beispiel.)

Interessant, dass dir der Punkt Intellekt so wichtiger -scheinbar wichtiger als alle anderen- ist  8)

Also, mir fallen da eher andere Attribute zuerst ein ... körperliches gegenseitiges Begehren etwa, sich "riechen" zu können im wahrsten Sinne des Wortes, ein ähnlicher oder gleicher Humor, ein Hygienebewusstsein auf Augenhöhe ...
Aber um mal auf den Intellekt zurückzukommen: Da ist es wie bei allen anderen Attributen eben auch; sind da beide zu weit voneinander weg (z.B. Akademiker trifft unbelesene Checkerin) wird da mit großer Wahrscheinlichkeit nix draus, und je dichter sie aneinander dran sind, desto weniger wird's ein Thema sein, weil dort dann keine Reibungsfläche existiert und beide deswegen darüber auch erst gar nicht groß nachdenken, was für einen Einfluss es auf ihre Beziehung haben könnte: Es passt dann halt, fertig.

"Nicht" intellektuell gibt es nicht. Jeder hat einen gewissen Intellekt, die einen auf höherem, die anderen auf niedrigerem Niveau.
Je weiter weg sie voneinander sind, desto schwieriger wird's mit dem Treffen in der Mitte.
Dass man sich der Mitte letztlich trifft (bzw. treffen muss) steht außer Frage. Irgendwo muss man es immer.
Hauptsache, die Mitte ist weder für den einen noch für den anderen so weit weg, dass man es täglich spürt, dass sie so weit weg ist.
Das gilt, ich sagte es schon, prinzipiell für so ziemlich alles, was einen Menschen ausmacht.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: danny am 20 Februar 2011, 15:38:54
"Nicht" intellektuell gibt es nicht.

doch. das nennt man dann "dumm wie zehn meter feldweg" und beispiele dafür gibt es genug.

mir ist der intellekt in freundschaft und partnerschaft sehr wichtig. es klingt unheimlich arrogant aber ich hasse es, mich mit dummen menschen zu unterhalten. "dumm" oder "intelligent" definiere ich hier nicht über irgendwelchen profanen merkmale wie schulabschluss oder akademische titel. das ist mir völlig schnurz, aber ein geistiges begegnen auf augenhöhe ist wichtig.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 20 Februar 2011, 16:24:05
Zitat
Interessant, dass dir der Punkt Intellekt so wichtiger -scheinbar wichtiger als alle anderen- ist  Cool
(messie)

Warum findest du das interessant? Was schließt du daraus? Gleich vorweg: Nein, ich würde mich nicht als "intellektuell" bezeichnen.

Was du meinst, ist, wie ich annehme, dass es bei Gemeinsamkeiten in verschiedenen Bereichen (ähnliche Herkunft, sozialer "Status", Bildung, Werte, Erziehung etc.) weniger Konfliktpotential gibt. Ja, das ist ja bekannt. Siehe bpsw. hier (Homogamie ...) :

http://de.wikipedia.org/wiki/Partnerwahl


Zitat
Dass man sich der Mitte letztlich trifft (bzw. treffen muss) steht außer Frage. Irgendwo muss man es immer.
Hauptsache, die Mitte ist weder für den einen noch für den anderen so weit weg, dass man es täglich spürt, dass sie so weit weg ist.
Das gilt, ich sagte es schon, prinzipiell für so ziemlich alles, was einen Menschen ausmacht.
(messie)

Das allerdings ist mir zu pauschal. Was soll das immer mit der Mitte? Ich bin nicht der Meinung, dass man sich grundsätzlich oder überwiegend (in Lebensbereichen) "in der Mitte treffen muss". Keineswegs. Es kommt aber wohl darauf an, worum es jeweils geht! Aber so völlig pauschal einmal die Suppe durchrühren - nee.
Es gibt sicher Bereiche, in denen man aufeinander zugehen, Kompromisse schließen muss. Und es ist sicher auf Dauer weniger anstrengend, wenn man sich in vielem ähnlich oder einig ist.
Aber wie gesagt - es kommt darauf an, worum es geht. Und da kann es auch mehrere Bereiche geben, in denen man mitunter auf sehr unterschiedlichen, vielleicht sogar gegensätzlichen Posten steht.

Aber das ist mir eigentlich schon wieder zu breit nach unten verzweigt. Solche Dinge wie gleiche Hygienevorstellungen, ähnlicher Humor, Attraktivität - ja, das spielt bei Partnerwahl eine Rolle. Aber mir ging es eher darum, worauf man selbst (verschiedene Menschen) eben den Fokus legt - wenn es um Intellekt, Herz/Charakter geht. Und warum (wie immer).

Also nicht, was alles für Partnerwahl entscheidend ist oder was dafür, dass eine Partnerbeziehung lange hält oder wie man den "richtigen" Partner findet.
Sondern einfach genau wie ich eingangs fragte:

Wenn ihr euch entscheiden müsstet - was wäre euch wichtiger bzw. am wichtigsten (Herzlichkeit/Herz - starker Charakter - Intellekt)? Und das eben nicht nur auf Beziehungspartner bezogen, sondern auch auf Freunde.


Was den Begriff "Intellekt" bzw. dessen Bedeutung betrifft - ja, da müsste man sich wohl erst wieder auf eine gemeinsame Definition einigen. ;)

Ich unterscheide eben zwischen Intelligenz und Intellekt. Intellekt ist für mich assoziiert mit umfassender Allgemeinbildung, Belesensein, umfangreichem theoretischem Wissen (nicht nur Fachwissen, sondern breit gefächert) und mit bzw. zusätzlich zu ausgeprägter Intelligenz (kognitiven Fähigkeiten, Urteilskraft, Denkvermögen). Sozusagen als Sahnehäubchen.

Bedingung hierfür ist sicher auch ein gutes Gedächtnis. ;)


Zitat
Gut, nur zur Vervollständigung: Wenn's nicht monogam zugeht, ist es im Prinzip dasselbe.
(messie)

Ja, aber hier scheint es ja überwiegend doch monogam "zuzugehen" (wie man an unterschiedlichen Stellen doch feststellen konnte) und daher bringt uns dieser Satz nicht wirklich weiter. ;)



Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 20 Februar 2011, 16:58:31
Zitat
Aber mir ging es eher darum, worauf man selbst (verschiedene Menschen) eben den Fokus legt - wenn es um Intellekt, Herz/Charakter geht. Und warum (wie immer).

Was das "in der Mitte treffen" angeht, wird's hauptsächlich dort notwendig sein, wo es beiden wichtig ist und beide sich immer wieder, in welcher Form auch immer, begegnen (geistig wie körperlich).
Wenn dem einen etwas besonders wichtig ist und dem anderen gar nicht, braucht man auch keine Kompromisse - außer jenem, dass die Zeit, die der eine mit dem für ihm Wichtigen verbringt, von dem anderen gegeben wird, ohne dass es den anderen stört.

Beispiel wäre hier etwa "gerne auf Goth-Parties gehen".
Wenn es beiden wichtig ist, wird's zwangsläufig Absprachen geben müssen, auf welche Party es geht, ob gemeinsam oder getrennt, auf wie viele wie oft, etc. pp. ... da kann keiner sagen "ja, mach du mal", es ist Sache der Absprache, wie es beide denn nun machen.
Wenn es nur einem wichtig ist, wird der eine auf Parties gehen und der andere im Extremfall nicht mitgehen (können, weil findet Parties doof). Solange der andere sich da nicht alleinegelassen fühlt und stattdessen den perfekten Ausgleich hat (etwa zeitgleich Männerrunde jeden Samstagabend statt Kir, wo Frau hingeht), dann hat jeder seine Oase und fertich. :)

Mir persönlich ist Intellekt nur am Rande wichtig: Ok, ich korrigiere mich zu vorher, "kein Intellekt" mag es geben gemäß Dannys Definition der Menschen ohne Intellekt, mir sind sie aber bislang glücklicherweise persönlich noch nicht begegnet. ;) Wichtig ist mir durchaus dass ich mich mit der Person unterhalten kann, aber das geht ja auch über emotionale Dinge, und dafür braucht mein Gegenüber in meinen Augen nicht zwingend intellektuell zu sein (oder intellektuell auf Augenhöhe mit mir, denn als einen Intellektuellen sehe ich mich definitiv nicht an).

Mich machen da andere Sachen an: Ein ähnlicher Humor, natürlich eine körperliche Hingezogenheit und vor allem eine positive Ausstrahlung!
Menschen, die eine negative Ausstrahlung haben und nur schlecht über andere reden oder reden wollen, sind mir zutiefst unsympathisch. Ich kann mir nie im Leben vorstellen, jemals mit einer Frau zusammenzukommen, die nur schlechte Worte für andere Menschen übrig hat, da kann die erotische Anziehungskraft noch so der Hammer sein und der Humor stimmen und und und ... da würde ich mit Absicht auf Abstand gehen.
Umgekehrt wirkt eine positive Ausstrahlung auf mich außerordentlich attraktiv.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kaffeebohne am 20 Februar 2011, 17:23:55
(...) ein Hygienebewusstsein auf Augenhöhe (...)
Das ist in meinen Augen nichts, was man extra erwähnen müßte, sondern eine Selbstverständlichkeit.


Sich auf Augenhöhe zu begegnen finde ich auch sehr wichtig. Auch das mit dem "Intellekt", wobei ich das auch nicht an Schulabschlüssen oder Studiengängen festmache.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 20 Februar 2011, 17:37:25
Zitat
Sich auf Augenhöhe zu begegnen finde ich auch sehr wichtig. Auch das mit dem "Intellekt", wobei ich das auch nicht an Schulabschlüssen oder Studiengängen festmache.

:)

Du kannst es so wunderschön kurz ausdrücken - darf ich dich als Texteindampferin buchen?  :D

Wobei, eins fällt mir dazu noch ein: Nicht immer ist Augenhöhe gegeben. Schließlich haben wir ja alle unterschiedliche Talente, Vorlieben und Steckenpferde, und dass beide genauso gut oder weit sind wie der jeweils andere in jedem Bereich halte ich für eher utopisch.
Ich denke, am wichtigsten ist, dass sich keiner von beiden dem anderen gegenüber als Mensch überlegen fühlt, selbst wenn er/sie in irgend einem Bereich einen Vorsprung hat, egal welcher Art dieser auch sein mag.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kaffeebohne am 20 Februar 2011, 18:09:22
Du kannst es so wunderschön kurz ausdrücken - darf ich dich als Texteindampferin buchen?  :D
Darüber läßt sich reden.  8)


Gut, in wirklich ALLEN Bereichen wird man nie 100%ig übereinstimmen. Aber in den wichtigen sollte man es. Bei anderen kann ein Austausch unterschiedlicher Meinungen und Ansichten ja auch durchaus bereichernd sein.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: schwarze Katze am 20 Februar 2011, 20:44:11

Mir sind ein stabiles Selbstbewusstsein und vor allem Selbstständigkeit extrem wichtig.


Interessant, können etwa unsichere Menschen keine gute Freunde sein?
Selbständigkei tverstehe ich schon, aber warum ist dir das stabiles Selbstbewusstsein so wichtig?

Für mich ist der wichtigste Kriterium - die Loyalität, ich muss mich auf einen Freund 100% verlassen, ich kann ihm oder ihr alles erzählen, auch die Sachen, die mir peinlich sind und dabei absolut sicher sein, dass diese Sachen nicht weiter erzählt werden.
Alles anderes sind Nebensachen
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: voll pöse am 20 Februar 2011, 21:16:06
Unter anderem ist es eine wichtige Eigenschaft das ein Freund auch versteht wenn man ihm/ihr mal NICHT (weiter)helfen kann.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kaffeebohne am 20 Februar 2011, 21:52:28

Mir sind ein stabiles Selbstbewusstsein und vor allem Selbstständigkeit extrem wichtig.


Interessant, können etwa unsichere Menschen keine gute Freunde sein?
Selbständigkei tverstehe ich schon, aber warum ist dir das stabiles Selbstbewusstsein so wichtig?
Ich möchte, daß Freunde mir auch mal unangenehme Dinge ganz deutlich sagen können, und mir nicht nach dem Mund reden. Insofern finde ich das mit dem stabilen Selbstbewußtsein für diesen Punkt auch wichtig. Ich kann extrem unsichere Menschen schwer greifen und gehe von daher lieber mit selbstsichereren Menschen um.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: -Lethos- am 24 Februar 2011, 14:37:26
Ich versuche nun das dritte mal ne Antwort zu fassen. Die bisherigen verwarf ich, als ich feststellen durfte, dass diese drei magischen Kategorien in ihrer Abgrenzung zueinander nicht nur unscharf, sondern für die Beschreibung meiner Präferenz unbrauchbar sind!

Vermute folgenden Grund, auf die Gefahr hin, hier unter Umständen sexistisch/psychologistisch/biologistisch/kognitivistisch (<-- fang ich auch schon damit an?) zu argumentieren:
Wir Männer machen uns über konkrete Eigenschaften wie sie von dir aufgeführt sind, Kallisti, keine Gedanken zu machen, wohingegen die Damenwelt anscheinend eher dazu neigt, sich in Details zu verlieben. Das ist jeden Falls mein Eindruck so manches mal und in einem eigenen Thread wohl wert, genauer erörtert zu werden.  ;D
Jeden Falls für mich ist das Gesamtbild von entscheidender(er) Bedeutung!

Da jeder Mensch, den man begegnet, mehr oder weniger einzigartig ist, ist jeder Versuch einer Verallgemeinerung der Präferenz eines Details (für Freundschaft oder Patnerschaft) schlichtweg ergreifend irrsinnig!

Eine Frau, die zum Bleistift primär äußerst intellektuell ist, spricht mich vielleicht gerade wegen der Portion Herzlichkeit an, die sie noch gerade eben sekundär ausgeprägt hat!
Eine extrem herzliche Person, die "doof wie stroh" ist, verfügt aber über das nötige Portiönchen Selbstvertrauen und Charakterstärke, um einen zu zeigen, dass die Dinge auch einfacher handzuhaben sind, und einen vom intellektuellen Luftschloss auf den Boden zurückzuholen vermögen!
Ein Charakterstarker Mensch kann mich beeindrucken, motivieren mit anzupacken bei einem Projekt, aber mit dem möchte ich vielleicht über ein "Feierabend-Bier" hinaus nicht tiefergehend befreundet sein!

Es wurde schon, von Messy (?) erwähnt, aber noch mal: Es ist vor allem auch Setting-Abhängig!
Es gibt aufgeweckte Menschen, mit denen man auf Parties echt Fun haben kann, die aber bei einem überschaubaren Sit-In auffällig, unangenehm dominant und laut sein können und mit denen ein Gespräch unter vier Augen zwecklos ist! Umgekehrt gibt es Menschen für die stillen, ruhigen oder chilligen Momente, aber auf Parties sind sie richtige Spaß-Bremsen, wenn man so will.

Eine Antwort, die letztlich bewusst und pauschal die Eigenschaft "Intellekt" präferiert, hat vielleicht doch andere tiefergehende Beweggründe als der Befragte adhoc mit seinen Erinnerungen an einer Person aus der Vergangenheit positiv assoziiert!

Vielleicht fällt mir später noch mal was brauchbareres und konkreteres zum Thema ein. Doch dazu müsst ich wesentlich länger und intensiver reflektieren als mir aktuell lieb ist.  ::)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: schwarze Katze am 25 Februar 2011, 17:00:53

Ich möchte, daß Freunde mir auch mal unangenehme Dinge ganz deutlich sagen können, und mir nicht nach dem Mund reden. Insofern finde ich das mit dem stabilen Selbstbewußtsein für diesen Punkt auch wichtig. Ich kann extrem unsichere Menschen schwer greifen und gehe von daher lieber mit selbstsichereren Menschen um.

Ist zwar verständlich, aber gehört die extreme Unsicherheit nicht zu Krankheiten?
Dann kann man auch sagen, "ich möchte keine Diabetiker als Freunde, die müssen ja ständig ihr Blutzucker messen"
Das eine,-extreme Unsicherheit- ist eine seelische Krankheit, die andere - Diabetis -  eine körperliche. Und natürlich verlangt die Freundschaft mit einem Kranken mehr von mir als mit einem Gesunden.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kaffeebohne am 25 Februar 2011, 17:33:28
Ist zwar verständlich, aber gehört die extreme Unsicherheit nicht zu Krankheiten?
Man kann nicht alles mit "Krankheit" erklären (oder rechtfertigen). Psychische Erkrankungen haben natürlich auf das Verhalten eines Menschen Auswirkungen.

Davon aber mal abgesehen, bei beiden muß jeder für sich entscheiden, ob er das bei einem Freund akzeptieren kann. Wenn ich mit der Krankheit eines anderen nicht gut umgehen kann (oder will), dann kann es keine wirkliche Freundschaft geben.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: olli am 27 Februar 2011, 01:07:48
Zitat von: Kallisti
Was ist wichtig an Freunden, Partnern

penislänge und -härte.
und einfühlungsvermögen.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 27 Februar 2011, 09:48:02
Zitat
Mich machen da andere Sachen an: Ein ähnlicher Humor, natürlich eine körperliche Hingezogenheit und vor allem eine positive Ausstrahlung!
Menschen, die eine negative Ausstrahlung haben und nur schlecht über andere reden oder reden wollen, sind mir zutiefst unsympathisch. Ich kann mir nie im Leben vorstellen, jemals mit einer Frau zusammenzukommen, die nur schlechte Worte für andere Menschen übrig hat, da kann die erotische Anziehungskraft noch so der Hammer sein und der Humor stimmen und und und ... da würde ich mit Absicht auf Abstand gehen.
Umgekehrt wirkt eine positive Ausstrahlung auf mich außerordentlich attraktiv.
(messie)


messie - woran erkennst du denn eine "positive Ausstrahlung" - was ist das genau, worin oder wodurch zeigt sie sich? Du hast oben nur kurz erläutert, was für dich zu einer dann also eher negativen "Ausstrahlung" bzw. Verhaltensweise (!) gehört: Lästern. Aber was/wie ist eine "positive Ausstrahlung": positiv erklärt?



Zitat von: Kallisti
Was ist wichtig an Freunden, Partnern

penislänge und -härte.
und einfühlungsvermögen.


olli du armer körper-, geist-, hirnloser Penis - bist du bi- oder homosexuell? - Ich frag nur ...
Und erkennst du eigentlich während des Schreibens deine Primitivität oder kennst du nur Analphasenwitz (Humor kann man es ja nicht nennen) - also noch weit vorpubertär. ? Oder ist es doch bloß pubertäres Provokationsgebaren?

Deine "Beiträge" führen mich unweigerlich immer wieder zu der Frage, ob Dummheit selbstverschuldet, angeboren oder anerzogen ist. Oder alles in Kombination? Ob man dem jemals Einhalt gebieten könnte - und vor allem: wie?? Da muss man ja sehr aufpassen, was man sagt ... Nichtsdestotrotz können Hohlbratzen doch so lästig wie Schmeißfliegen sein. Und derer entledigt man sich auch gerne, da sie erst auf der Scheiße und dann auf dem Essen oder eigenen Körper herumkrabbeln. - Das muss man nicht haben, finde ich.

Aber klar: Selig sind die geistig Armen - ihnen gehört das Himmelreich. Die Frage ist nur, ob sie jemals den Weg dorthin finden ... (was zu bezweifeln ist).
Wie gut, dass Himmel und Hölle jenseits meines Weltbildes liegen.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Sapor Vitae am 27 Februar 2011, 14:36:22
Ich möchte, daß Freunde mir auch mal unangenehme Dinge ganz deutlich sagen können, und mir nicht nach dem Mund reden. Insofern finde ich das mit dem stabilen Selbstbewußtsein für diesen Punkt auch wichtig. Ich kann extrem unsichere Menschen schwer greifen und gehe von daher lieber mit selbstsichereren Menschen um.
Ich zieh mir den Schuh mal kurz an. Nur weil ich den Mund in ner Gruppe von mehr als drei Leuten nicht aufkriege, heisst das ganz bestimmt nicht, dass ich jedem nach dem Mund rede. Und nur weil ich meine Meinung nicht zu jeder sich bietenden Gelegenheit anbringe, heisst das nicht, dass ich keine habe. Gerade Freunde kriegen die sicher auch mal zu hören. Und das gilt bestimmt auch für andere schüchterne Menschen. Leute, die irgendwem nach dem Mund reden, machen das doch oft aus purer Berechnung und nicht, weil sie sich nicht trauen, etwas Anderes zu sagen.
So, sorry, für das Abschweifen, aber es nervt mich einfach, wenn man aufgrund von Schüchternheit als willenloses Geschöpf abgestempelt wird.

Zur eigentlichen Fragestellung.
Gemeinsame Anknüpfungspunkte, Gesprächsthemen sind wichtig, aber genauso wichtig ist, sowohl beim Partner als auch bei Freunden, dass man gemeinsam Lachen kann.

Zitat von: Kallisti
Und bestehen Unterschiede zwischen dem, was ihr bei einem Partner für besonders wichtig haltet und dem, was euch bei Freunden wichtig ist - gewichtet ihr bei Freunden also evtl. anders als bei einem Partner?
Eindeutig. Während ich bei manchen Charaktereigenschaften / Einstellungen bei Freunden ein Auge zudrücken kann, sehe ich das beim Partner kritischer. Das kann beispielsweise die politische Einstellung sein; ich kann mit einem Fdp-Wähler oder Cdu-Wähler befreundet sein, aber beim Partner ist mir doch wichtig, dass auch in diesem Bereich eine annähernd ähnliche Einstellung in den Grundwerten vorhanden ist.
Intellekt ist mir dabei insoweit wichtig, dass beide nicht jede Stammtischparole unhinterfragt übernehmen und dass man auch sich selbst und seine Ansichten hinterfragen kann. Ausserdem ist mir besonders beim Partner eine positive Grundhaltung dem Menschen gegenüber wichtig, z.B. Ehrlichkeit, Tratschtanten haben mich schon zu Schulzeiten angekotzt; Hilfsbereitschaft; Gewaltlosigkeit (Ich würde nie einen Freund wollen, der mich mit Fäusten verteidigen will), oder auch "Rückgrat", wie Kallisti es genannt hat.

Beim Partner ist es vermutlich auch hilfreich, wenn man einen ähnlichen Lebenswandel hat, also beide Frühaufsteher und/oder Partygänger sind, wobei man sich da sicher arrangieren kann. Aber etwas einfacher macht es das Zusammenleben schon.

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: olli am 27 Februar 2011, 17:46:43
Zitat von: Kallisti
Was ist wichtig an Freunden, Partnern

penislänge und -härte.
und einfühlungsvermögen.


olli du armer körper-, geist-, hirnloser Penis - bist du bi- oder homosexuell? - Ich frag nur ...
Und erkennst du eigentlich während des Schreibens deine Primitivität oder kennst du nur Analphasenwitz (Humor kann man es ja nicht nennen) - also noch weit vorpubertär. ? Oder ist es doch bloß pubertäres Provokationsgebaren?

Deine "Beiträge" führen mich unweigerlich immer wieder zu der Frage, ob Dummheit selbstverschuldet, angeboren oder anerzogen ist. Oder alles in Kombination? Ob man dem jemals Einhalt gebieten könnte - und vor allem: wie?? Da muss man ja sehr aufpassen, was man sagt ... Nichtsdestotrotz können Hohlbratzen doch so lästig wie Schmeißfliegen sein. Und derer entledigt man sich auch gerne, da sie erst auf der Scheiße und dann auf dem Essen oder eigenen Körper herumkrabbeln. - Das muss man nicht haben, finde ich.

Aber klar: Selig sind die geistig Armen - ihnen gehört das Himmelreich. Die Frage ist nur, ob sie jemals den Weg dorthin finden ... (was zu bezweifeln ist).
Wie gut, dass Himmel und Hölle jenseits meines Weltbildes liegen.


ich mag nicht sonderlich klug sein. aber verglichen mit dir bin ich ein intelligenzgott.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kaffeebohne am 27 Februar 2011, 22:09:33
Ich möchte, daß Freunde mir auch mal unangenehme Dinge ganz deutlich sagen können, und mir nicht nach dem Mund reden. Insofern finde ich das mit dem stabilen Selbstbewußtsein für diesen Punkt auch wichtig. Ich kann extrem unsichere Menschen schwer greifen und gehe von daher lieber mit selbstsichereren Menschen um.
Ich zieh mir den Schuh mal kurz an. Nur weil ich den Mund in ner Gruppe von mehr als drei Leuten nicht aufkriege, heisst das ganz bestimmt nicht, dass ich jedem nach dem Mund rede. Und nur weil ich meine Meinung nicht zu jeder sich bietenden Gelegenheit anbringe, heisst das nicht, dass ich keine habe. Gerade Freunde kriegen die sicher auch mal zu hören. Und das gilt bestimmt auch für andere schüchterne Menschen. Leute, die irgendwem nach dem Mund reden, machen das doch oft aus purer Berechnung und nicht, weil sie sich nicht trauen, etwas Anderes zu sagen.
So, sorry, für das Abschweifen, aber es nervt mich einfach, wenn man aufgrund von Schüchternheit als willenloses Geschöpf abgestempelt wird.
Ich meinte eher Menschen, die ihre Meinung mit einem angeschlossenen "oder nicht?", oder "findest Du nicht auch?" in Frage stellen. Ich meinte keine Menschen, die eher ruhig sind, mit denen man sich aber gut unterhalten kann. Dich habe ich als einen netten Menschen mit einer eigenen Meinung kennengelernt, mit dem man sich gut unterhalten kann.

Ich wollte damit auch nicht sagen, daß ich schüchterne Menschen nicht mag. Dem ist nicht so.  :)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 27 Februar 2011, 22:35:00
Ich hab' Kaffeebohnes Worte auch nicht so verstanden, dass es hier um schüchterne Menschen ginge.

Eher um jene, die so wenig Selbstbewusstsein haben, dass sie just dann, wenn man sie persönlich angreift, nicht die Fähigkeit haben da drüber zu stehen und ruhig bleiben können, sondern nur zwei Wege kennen: Flucht oder Angriff.

Flucht geht ja noch. Sie ziehen sich zurück - man versteht es zwar nicht, aber es schadet auch niemandem (außer dem eigenen Stolz, nicht fähig genug gewesen zu sein, einem dann ehemaligen Freund zu helfen).
Der Angriff ist aber eine ganz andere Nummer ... und die ist dermaßen hässlich, dass ich lieber nicht aus dem Nähkästchen plaudere, wie der dann aussieht.

Ich verhalte mich da wie Kaffeebohne: Extrem unselbstbewussten Menschen begegne ich mit großer Vorsicht.
Mittlerweile aber auch sehr aus Erfahrung, weil ich weiß, was für ein Pulverfass diese sind: Wird die Angriffsnummer gewählt, scheint oftmals nur das Motto "verbrannte Erde" zu herrschen, und das will sich, glaub's mir, niemand freiwillig antun.  >:(

Zitat
messie - woran erkennst du denn eine "positive Ausstrahlung" - was ist das genau, worin oder wodurch zeigt sie sich?

Offen gesagt kann ich das nicht in Worte fassen. Man ... spürt es einfach, ob jemand ein durchweg positiver Mensch ist oder eben nicht ...
Wie sie sich zeigt? In erster Linie dadurch, dass dieser Mensch sehr ungern schlecht über andere Menschen redet. Das lässt sich ja nicht immer vermeiden, weil Menschen nun einmal auch schlechte Eigenschaften haben, aber sobald ich bemerke, dass es jemandem recht unangenehm ist, diese schlechten Seiten zu erwähnen, dann ist das für mich schon ein Signal dafür, dass mir da gerade ein positiv eingestellter Mensch gegenübersitzt, der es lieber hat, die positiven Seiten zu sehen und zu erwähnen statt der negativen. Das ist mir einfach sympathisch. :)

Oft genug ist's aber eben auch einfach nur Intuition. Warum mögen wir bestimmte Menschen? In Worte fassen lässt sich das selten.
Der einzige gemeinsame Nenner den ich bislang finden konnte für mich war, dass die meisten davon, die ich sehr mag, die besagte positive Ausstrahlung haben.
Und, wie gesagt, ich umgebe mich lieber mit diesen als mit jenen, die eine durchweg negative Ausstrahlung haben, indem sie fortwährend eine schlechte Stimmung durch Hässlichlästereien verbreiten.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 28 Februar 2011, 01:17:47
Zitat
Man ... spürt es einfach, ob jemand ein durchweg positiver Mensch ist oder eben nicht ...
(messie)

Das wäre mir ehrlich gesagt unheimlich und gar nicht sympathisch: jemand, der "durchweg" positiv ist. ^^  Ist wenig realistisch, denke ich. ?

Naja, du beziehst dich auch in dieser Antwort wieder bzw. nochmals sehr auf das Negative und hierbei aufs Lästern.

Ich hätte eben einfach gerne verstanden oder gelernt, was damit gemeint ist: "positive Ausstrahlung" - woran man diese zu erkennen glaubt oder was sie ausmacht, wodurch sie sich zeigt ... ? Das habe ich nach wie vor nicht verstanden.

Ich denke eher, dass Menschen heute sehr positiv bzw. fröhlich, ausgeglichen, offen rüberkommen und an anderen Tagen (oder auch am nächsten vlt. schon) gar nicht, vlt. sogar gegenteilig. Das hängt von so vielem ab und ist schwerlich kontinuierlich, denke ich.

Vielleicht meinst du auch eher eine positive Grundeinstellung/-haltung (dem Leben gegenüber)? Oder du meinst eine gewisse Freundlichkeit, Umgänglichkeit, Zugewandtheit? Ein offenes, freundliches, heiteres Wesen/Naturell?

Falls dem so ist ok, dann weiß ich, was du meinst.

Bei mir übrigens - wie nicht anders zu erwarten war - eher umgekehrt - mich haben schon immer (vor allem bei Männern) die ernsteren Gemüter angezogen - distanziert, nachdenklich, evtl. auch schweigend-beobachtend, zurückhaltend, dabei aber verletzlich, sensibel (was man jedoch nicht immer gleich sieht, weil sie das auch nicht durchscheinen lassen wollen ;) ).
Die dauer-fröhlichen extrovertierten, meistens von sich überzeugten, oft auch eitlen, auffallenden/auffälligen, unüberseh- und -hörbaren, unverbesserlich optimistischen Party- und Stimmungsmacher waren mir immer schon ein Graus.

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 28 Februar 2011, 11:08:47
Zitat
Das wäre mir ehrlich gesagt unheimlich und gar nicht sympathisch: jemand, der "durchweg" positiv ist.

Moment. Ich meine nicht die Leute, die immer fröhlich sind! Man kann auch positiv sein, wenn es grade nicht läuft und man eigentlich todunglücklich ist.
Ein positiver Mensch zeichnet sich, so gesehen, durch die Abwesenheit von Negativdenken aus. Also wird auch in schlechten Zeiten nicht allen anderen die Schuld für ihre Situation gegeben, sondern es wird nach vorne gesehen, in der Hoffnung (und auch in dem Streben danach), dass wieder bessere Zeiten kommen und nicht die ganze Welt verflucht.

Zitat
Vielleicht meinst du auch eher eine positive Grundeinstellung/-haltung (dem Leben gegenüber)?

Ja, zum Beispiel. Ist ein Aspekt davon.

Positive Menschen bemühen sich darum, das Gute im Bösen zu finden und nicht das Böse im Guten zu suchen. So etwas in der Art.

Aber wie gesagt, es ist eher eine Gefühlssache als etwas, das sich schlecht an Taten erklären ließe. Zumindest mir gelingt's nicht.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kaffeebohne am 28 Februar 2011, 11:41:43
Eher um jene, die so wenig Selbstbewusstsein haben, dass sie just dann, wenn man sie persönlich angreift, nicht die Fähigkeit haben da drüber zu stehen und ruhig bleiben können (...)
Es geht mir gar nicht darum, wie diese Menschen sich verhalten, wenn man sie persönlich angreift (SO streitsüchtig bin ich ja nun auch nicht), sondern um Menschen, die im "ganz normalen" Alltagsleben keine Meinung haben. Dabei geht es um ganz banale Dinge, wie z. B. "nöö, die Band mag ich jetzt nicht soo sehr". Es geht um Leute, deren häufigster Satz "Ja, find ich auch" ist.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: -Lethos- am 28 Februar 2011, 18:26:30
Kallisti: Du merkst auch nicht, wenn Dir ein Troll ins Gesicht scheißt, oder!?

Anderen die soziale Kompetenz oder den Intellekt abzuschreiben ist anhand solcher Vorlagen äußerst einfach, aber damit auch eine äußerst schwache Leistung!

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 28 Februar 2011, 19:49:47
Zitat
Es geht mir gar nicht darum, wie diese Menschen sich verhalten, wenn man sie persönlich angreift (SO streitsüchtig bin ich ja nun auch nicht)

Öh ... das hat mit Streitsucht nicht viel zu tun. Da kann auch schon mal ein "das Kleid steht dir nicht" ausreichen, dass die Bombe hochgeht ... ;)
Als streitsüchtig habe ich dich ja nun wirklich nicht im Kopf.  :D
Inwieweit für mich die "Keine-Meinung-Haber" ein Ausschlusskriterium wären, kann ich gar nicht sagen. Irgendwie bin ich mir jenen bislang noch nicht so oft begegnet ...
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 01 März 2011, 11:51:27
Zitat von: Kallisti
Was ist wichtig an Freunden, Partnern

penislänge und -härte.
und einfühlungsvermögen.


olli du armer körper-, geist-, hirnloser Penis - bist du bi- oder homosexuell? - Ich frag nur ...
Und erkennst du eigentlich während des Schreibens deine Primitivität oder kennst du nur Analphasenwitz (Humor kann man es ja nicht nennen) - also noch weit vorpubertär. ? Oder ist es doch bloß pubertäres Provokationsgebaren?

Deine "Beiträge" führen mich unweigerlich immer wieder zu der Frage, ob Dummheit selbstverschuldet, angeboren oder anerzogen ist. Oder alles in Kombination? Ob man dem jemals Einhalt gebieten könnte - und vor allem: wie?? Da muss man ja sehr aufpassen, was man sagt ... Nichtsdestotrotz können Hohlbratzen doch so lästig wie Schmeißfliegen sein. Und derer entledigt man sich auch gerne, da sie erst auf der Scheiße und dann auf dem Essen oder eigenen Körper herumkrabbeln. - Das muss man nicht haben, finde ich.

Aber klar: Selig sind die geistig Armen - ihnen gehört das Himmelreich. Die Frage ist nur, ob sie jemals den Weg dorthin finden ... (was zu bezweifeln ist).
Wie gut, dass Himmel und Hölle jenseits meines Weltbildes liegen.


ich mag nicht sonderlich klug sein. aber verglichen mit dir bin ich ein intelligenzgott.

olli - du götterumdämmerte Intelligenzbestie - an welchen Beispielen oder Beweisen kannst du das festmachen? So du das kannst, die göttliche Intelligenzbefähigung dazu hast ...


 ;D



Kallisti: Du merkst auch nicht, wenn Dir ein Troll ins Gesicht scheißt, oder!?

Anderen die soziale Kompetenz oder den Intellekt abzuschreiben ist anhand solcher Vorlagen äußerst einfach, aber damit auch eine äußerst schwache Leistung!



Lethos - alles, was ich bisher hier von dir las, ist dermaßen hochemotional vorgebracht, außerdem verworren, um nicht zu sagen chaotisch (inhaltlich wie zumeist auch der Form nach, also: orthographisch, grammatikalisch) - du scheinst außerdem extrem empfindlich/zart besaitet zu sein bzw. dich einerseits angegriffen zu fühlen, andererseits selbst fast durchweg loszuschießen -> unangemessen, oft übertrieben - also mit Steinen auf Spatzen  (mir fällt die richtige Redewendung augenblicklich leider gerade nicht ein) ...  Da kann und will ich nicht folgen bzw. da ist für mich keine (sprachliche) Auseinandersetzung möglich, sorry. Mein Gehirn funktioniert einfach anders.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: -Lethos- am 02 März 2011, 16:48:16
Zitat
Lethos - alles, was ich bisher hier von dir las, ist dermaßen hochemotional vorgebracht, außerdem verworren, um nicht zu sagen chaotisch (inhaltlich wie zumeist auch der Form nach, also: orthographisch, grammatikalisch) - du scheinst außerdem extrem empfindlich/zart besaitet zu sein bzw. dich einerseits angegriffen zu fühlen, andererseits selbst fast durchweg loszuschießen -> unangemessen, oft übertrieben - also mit Steinen auf Spatzen  (mir fällt die richtige Redewendung augenblicklich leider gerade nicht ein) ...  Da kann und will ich nicht folgen bzw. da ist für mich keine (sprachliche) Auseinandersetzung möglich, sorry. Mein Gehirn funktioniert einfach anders.

Huch, seit wann verbleiben Madame jetzt so in verhältnismäßig höflichem Ton!?

Aber immerhin erkennt jetzt jemand endlich meine kalliszistische Seite an mir!  :D

Steine auf Spatzen... hmm....
Zitat
Zitat
penislänge und -härte.
und einfühlungsvermögen.
olli du armer körper-, geist-, hirnloser Penis - bist du bi- oder homosexuell? - Ich frag nur ...
Und erkennst du eigentlich während des Schreibens deine Primitivität oder kennst du nur Analphasenwitz (Humor kann man es ja nicht nennen) - also noch weit vorpubertär. ? Oder ist es doch bloß pubertäres Provokationsgebaren?

Deine "Beiträge" führen mich unweigerlich immer wieder zu der Frage, ob Dummheit selbstverschuldet, angeboren oder anerzogen ist. Oder alles in Kombination? Ob man dem jemals Einhalt gebieten könnte - und vor allem: wie?? Da muss man ja sehr aufpassen, was man sagt ... Nichtsdestotrotz können Hohlbratzen doch so lästig wie Schmeißfliegen sein. Und derer entledigt man sich auch gerne, da sie erst auf der Scheiße und dann auf dem Essen oder eigenen Körper herumkrabbeln. - Das muss man nicht haben, finde ich.

Die Verhältnismäßigkeit meiner Aussagen kann man definitiv in Frage stellen! Ich frage mich allerdings, wie jemand in diesem Forum ernsthaft den Anspruch eines solch deeskalativen Niveaus noch aufrecht erhalten will, der selbst diesem nicht gerecht wird!  ;D

Egal... ich thilosophier mal Morgen drüber... Wünsch noch allen nen schönen Tag
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: schwarze Katze am 02 März 2011, 17:00:35

Der Angriff ist aber eine ganz andere Nummer ... und die ist dermaßen hässlich, dass ich lieber nicht aus dem Nähkästchen plaudere, wie der dann aussieht.

Ich verhalte mich da wie Kaffeebohne: Extrem unselbstbewussten Menschen begegne ich mit großer Vorsicht.
Mittlerweile aber auch sehr aus Erfahrung, weil ich weiß, was für ein Pulverfass diese sind: Wird die Angriffsnummer gewählt, scheint oftmals nur das Motto "verbrannte Erde" zu herrschen, und das will sich, glaub's mir, niemand freiwillig antun.  >:(


Solche Reaktionen sind eher für Borderliner typisch, die zweite Variante ist tatsächlich oft der bei extrem unsicheren und soziohobischen Menschen zu sehen.

Flucht geht ja noch. Sie ziehen sich zurück - man versteht es zwar nicht, aber es schadet auch niemandem (außer dem eigenen Stolz, nicht fähig genug gewesen zu sein, einem dann ehemaligen Freund zu helfen).

Nichtsotzrotz hätte weder einer, noch der andere Persönlichkeitsart (ich mag das Wort Persönlichkeitsstörung nicht) mich nicht daran gehindert, Freundschaft mit diesen Mensch anzugehen.
Mit einem Narzisst möchte ich aber für kein Geld der Welt befreundet sein.




Lethos - alles, was ich bisher hier von dir las, ist dermaßen hochemotional vorgebracht, außerdem verworren, um nicht zu sagen chaotisch (inhaltlich wie zumeist auch der Form nach, also: orthographisch, grammatikalisch) - du scheinst außerdem extrem empfindlich/zart besaitet zu sein bzw. dich einerseits angegriffen zu fühlen, andererseits selbst fast durchweg loszuschießen -> unangemessen, oft übertrieben - also mit Steinen auf Spatzen  (mir fällt die richtige Redewendung augenblicklich leider gerade nicht ein) ...  Da kann und will ich nicht folgen bzw. da ist für mich keine (sprachliche) Auseinandersetzung möglich, sorry. Mein Gehirn funktioniert einfach anders.

Das gerade du sowas schreibst finde ich äußerst amüsant.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 02 März 2011, 22:42:42
Zitat
Steine auf Spatzen... hmm....
Zitat
Zitat
penislänge und -härte.
und einfühlungsvermögen.
olli du armer körper-, geist-, hirnloser Penis - bist du bi- oder homosexuell? - Ich frag nur ...
Und erkennst du eigentlich während des Schreibens deine Primitivität oder kennst du nur Analphasenwitz (Humor kann man es ja nicht nennen) - also noch weit vorpubertär. ? Oder ist es doch bloß pubertäres Provokationsgebaren?

Deine "Beiträge" führen mich unweigerlich immer wieder zu der Frage, ob Dummheit selbstverschuldet, angeboren oder anerzogen ist. Oder alles in Kombination? Ob man dem jemals Einhalt gebieten könnte - und vor allem: wie?? Da muss man ja sehr aufpassen, was man sagt ... Nichtsdestotrotz können Hohlbratzen doch so lästig wie Schmeißfliegen sein. Und derer entledigt man sich auch gerne, da sie erst auf der Scheiße und dann auf dem Essen oder eigenen Körper herumkrabbeln. - Das muss man nicht haben, finde ich.

Die Verhältnismäßigkeit meiner Aussagen kann man definitiv in Frage stellen! Ich frage mich allerdings, wie jemand in diesem Forum ernsthaft den Anspruch eines solch deeskalativen Niveaus noch aufrecht erhalten will, der selbst diesem nicht gerecht wird!  Grinsend
(Lethos)


Es ist ganz simpel: Wie es in den Wald hineinruft ...

Ich bin nicht diejenige, die olli oder sonst wem in vorhersagbarer Regelmäßigkeit mit geistlosen Plattheiten, Provokationen, Idiotie oder einfach nur langweiligem Nonsens "antwortet" bzw. diesen überflüssigen Mist einwirft.

Vor allem aber bin ich weder ein Jesus noch eine Mutter Theresa, soll heißen: ich biete nicht auch noch die andere Wange an, wenn mir jemand zuvor blöd kommt und ich bin auch nicht masochistisch veranlagt.
Außerdem gibt es da ja noch meinen inzwischen doch bekannten "missionarischen" bzw. "pädagogischen" Eifer - ich kann mir einfach nicht dauerhaft verkneifen, Idioten einfach auch mal wissen zu lassen, dass sie Idioten sind - vor allem dann nicht, wenn es überhand nimmt oder gar zu flach wird. Denn ich bin überzeugt davon, dass man sich nicht immer wieder von irgendwelchen Deppen die Suppe versalzen lassen muss, sondern Deppen auch einfach mal in ihre Schranken verweisen muss - sie genießen keine Narrenfreiheit, sie sollten nicht das Gefühl bekommen, tun zu können, was und wann immer sie wie wollen - auf Kosten anderer.

Dass es solche Menschen (zu Hauf) gibt und sie nicht in den Genuss einer guten Kinderstube bzw. Erziehung kamen, dafür kann ich nix - aber ich muss mir von solchen Leuten deshalb nicht alles gefallen lassen - schon gar nicht in regelmäßigen Abständen. Auch für Idioten gelten Spielregeln - das Problem ist nur, dass sie meistens selbst diese zu begreifen zu blöde sind.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: K-Ninchen am 02 März 2011, 23:31:19

Der Angriff ist aber eine ganz andere Nummer ... und die ist dermaßen hässlich, dass ich lieber nicht aus dem Nähkästchen plaudere, wie der dann aussieht.

Ich verhalte mich da wie Kaffeebohne: Extrem unselbstbewussten Menschen begegne ich mit großer Vorsicht.
Mittlerweile aber auch sehr aus Erfahrung, weil ich weiß, was für ein Pulverfass diese sind: Wird die Angriffsnummer gewählt, scheint oftmals nur das Motto "verbrannte Erde" zu herrschen, und das will sich, glaub's mir, niemand freiwillig antun.  >:(


Solche Reaktionen sind eher für Borderliner typisch, die zweite Variante ist tatsächlich oft der bei extrem unsicheren und soziohobischen Menschen zu sehen.


Ha, das kenn ich beides.
Typ 1, von einer ehemaligen Beziehung. Da wurde plötzlich dermaßen mit Scheiße geschmissen ("To go apeshit" ist da die beste Beschreibung), dass ich (übrigens eher Typ 2, also eher unsicher/fast soziophob) nur noch die Möglichkeit hatte, das Weite zu suchen. Wobei da meine Schwelle noch viel niedriger liegt. Das ist vor allem dann krass, wenn bis zum Zeitpunkt X eine fast schon unglaubwürdige Harmonie bestand. Bis jetzt sind zwar fast 5 Jahre vergangen, aber der Schreck sitzt immer noch tief.
Ich habe dann auch einen kompletten Kontaktabbruch gemacht und bin für diese Person quasi komplett verschwunden.

Das hat mich, was Beziehungen zu Menschen betrifft, nur noch viel viel misstrauischer gemacht, als ich eh schon war und halte strengen Abstand zu Leuten, die ihre psychischen Besonderheiten an mir ausleben wollen.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: olli am 09 März 2011, 10:35:38
ich mag nicht sonderlich klug sein. aber verglichen mit dir bin ich ein intelligenzgott.

olli - du götterumdämmerte Intelligenzbestie - an welchen Beispielen oder Beweisen kannst du das festmachen? So du das kannst, die göttliche Intelligenzbefähigung dazu hast ...

nö, besagte intelligenzbefähigung dazu habe ich nicht. wie auch schon geschrieben: ich mag nicht sonderlich klug sein. aber die relation machts.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: snakepit am 12 März 2011, 12:31:24
Was mir wichtig ist:

Zunächst einmal, dass man sich Symphatisch ist. Eine Wellenlänge ist da oft Hilfreich, Gemeinsamkeiten, ähnlicher Musikgeschmack, Hobbies, Beruf/Ausbildung, Alter, etc. pp.

Dann möchte ich das Gefühl haben, dass mein Gegenüber verstehen und nachvollziehen kann, was ich sage bzw. mit dem was ich sage ausdrücken will. Also ist es wünschenswert, dass wir intellektuell auf gleicher Höhe sind! Er/Sie muss kein Einstein sein, bin ich auch nicht. Aber mit nem Toastbrot unterhält es sich einfach schlecht...

Ganz wichtig ist mir Humor! Wenn ich mit jemandem zusammen und auch über ihn/sie, bzw. deren Humor/Witz lachen kann, ist das schon die halbe Miete!

Naja und last but not least möcht ich mich natürlich auf einen Freund auch verlassen können.
Ehrlichkeit/Aufrichtigkeit sind mir sehr wichtig. Es bringt mir nix, wenn mir jemand Honig um den Bart schmiert. Dann lieber auch mal ein negatives Feedback. Konstruktive Kritik! Andersherum sollte meinen Gegenüber das auch abkönnen und nicht gleich beleidigt sein, wenn ich mal was sage oder denke, was nicht seiner Meinung entspricht!

Ich möchte vertrauen können, wissen, dass Vertrauliches auch unter uns bleibt und nicht in der Weltgeschichte herumposaunt wird....

Ja, hm, was noch....!?
Emotionale Intelligenz wäre schön! Jemand der sein Herz am rechten Fleck hat, nicht über Leichen geht, wenn es zu seinem Vorteil wäre...
Empathie/ Einfühlungsvermögen besitzt,...


Ich denke, das sind Ansprüche, die fast Jeder hat, oder!?


Materialles oder Äußerlichkeiten sind mir schnurz. Mein/e "Freund/in" muss kein Adonis sein und die dicke Marie aufm Konto haben! Innere Werte sind für mich weit wichtiger!!!!!

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: blackbird am 29 März 2011, 14:31:14
In erster Linie ist es doch wichtig das der Partner ein großes Herz und Charakterstärke besitzt. Was will man denn mit einem Partner der viell. Intelligent ist und man mit ihm höhere Gespräche führen kann wenn er dafür nicht einfühlsam ist. Eine gute Freundin von mir hatte erst vor kurzem oder besser gesagt auch immer noch das Problem, dass sie zwar mit ihrem Freund von den Gesprächen her auf einer wellenlänge ist, aber wenn es Ihr schlecht geht, schafft er es nicht sie mal in den Arm zu nehmen und einfach mal für sie da zu sein!

Ich bin froh das mein Freund ein sehr herzlicher und einfühlsamer Mensch ist denn genau das braucht man doch. Einen Partner der einen auffängt wenns einem mal schlecht geht. Vorallem kann man mit herzlichen Menschen viel besser und ausgelassener lachen als mit Menschen die sehr viel wert auf Intellekt und gute Gespräche legen :)

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: delahr am 13 Mai 2011, 20:20:42
Was mir wichtig ist:

Also ich habe mal gesagt, das Wichtigste ist mir EHRLICHKEIT!! Gut das stimmt auch, aber mit der Zeit
wird man ja auch reifer und ehrlicher zu sich und so lies dann auch die Selbstüberschätzung nach ;-)

Heute weiß ich, dass ich Menschen die Übermäßige Haupt-/Sonderschul-/Studiumintelligenz an den Tag
legen, Menschen sind die ich zwar mögen kann mit denen ich mich aber auf lange Sicht  nicht intensiv
umgebe. Man bevorzugt irgendwie instinktiv Menschen die einem irgendwie ähnlich sind. Gnadenlose
Ehrlichkeit wandelt sich in Offenheit und Vertrautheit.

Ich glaube mir sind extreme größtenteils suspekt. Auch wenn ich gnadenlose Normalität als oberflächlich
bezeichne.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 16 Mai 2011, 12:37:24
Also wenn ich das richtig verstanden habe, lässt sich zusammenfassend sagen, dass "Herz/Charakter" den meisten (die hier geantwortet haben) wichtiger ist (wenn sie wählen müssten) als "Intellekt"?

Dass man aber am liebsten natürlich "das ganze Paket" hat (also "alles in ausgewogenem Verhältnis" - die viel zitierte "goldene Mitte" sozusagen).  ?


Was mir da in den Sinn kommt - weil ja auch von Gemeinsamkeiten die Rede war, dass sie wichtig sind, was ja auch die (Paar-/Beziehungs-/"Glücks"-Forschung sagt) - ob es nicht einfach ausschlaggebend ist, ob bzw. dass man "vom gleichen Schlag" ist?

Also auf das Wesen/Naturell bezogen. Dass man dadurch gewissermaßen sowieso "ähnlich gelagert" (veranlagt) ist - was Interessen angeht und eben auch: Verhaltensweisen. ?

Also bspw. die Art, wie man mit Stress oder Ärger oder Kummer umgeht, wie man sich "aufregt"/streitet; ob man eher in- oder extrovertiert ist, ob man eher "gesellig" oder lieber (tendenziell) für sich ist (wobei sich das auch nach Lebensumständen und -phasen verändern kann, klar) - also einfach, ob man ein ähnliches Naturell/Wesensart hat - sich dadurch also versteht, nahe ist, weil man vieles von sich selbst kennt und daher "den anderen (richtig) zu nehmen weiß" (was man natürlich auch wissen lernt, je länger man sich kennt bzw. je vertrauter man miteinander ist)?


Ich denke, dann ist es nicht so wichtig, dass man die gleichen Hobbies hat oder so in der Art. Es geht wohl eher um "Interessen in der gleichen Richtung" (wenn inhaltlich dann doch individuell verschieden) und dass man sich gegenseitig für die Interessen der/des Anderen auch interessieren, vielleicht auch begeistern kann? Dass man zwar gemeinsam Zeit verbringt, aber nicht unbedingt mit den gleichen "Dingen". Naja, also ich kann es nicht besser ausdrücken, gerade. Klar meine ich nicht, dass der eine in der Werkstatt bastelt, der andere im Garten und sie aber in Sicht- und Hörweite zueinander sind.

Sondern einfach eher, dass man gut "zusammensein kann" und das hat für mich dann doch viel mit Gesprächen und auch mit "Körperlichkeit" zu tun (je nach Freundschaft/Beziehung/Verhältnis unterschiedlich intensiv und unterschiedlich gewichtet). Dass man natürlich am besten auch über Ähnliches lachen kann, dass man sich wirklich "fruchtbar" austauschen und gegenseitig anregen kann und dann aber auch jeder seine ganz eigenen Dinge, Interessen, Beschäftigungen, Zeiten hat.

Daher finde ich es auch so unglaublich schwer, wenn Paare in einer Wohnung zusammenleben - mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad (Kinderzimmer) oder so.

Es muss doch mindestens jeder sein eigenes Zimmer, seinen ganz eigenen, persönlichen Rückzugsraum, sein "Refugium" haben!! ?!? - Und das ist mir oft noch zu dicht. Getrennte Wohnungen (in erreichbarer Nähe) finde ich tatsächlich immer noch besser - wenn Kinder da sind, wird das etwas schwieriger, aber auch dann kann jeder seinen eigenen Schlaf-/Wohnraum/Zimmer haben.

Oder man wohnt in einem Haus zusammen, in getrennten Wohnungen. Jedenfalls braucht doch jeder Mensch diese Möglichkeit, in "seinem Reich" für sich sein zu können - und sich da so einrichten zu können, wie er es möchte, sich wohlfühlt. ?

Was ist so vorteilhaft an Wohnzimmer-Schlafzimmer - wie es auch heute noch so viele junge Paare haben und wollen ???

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kaffeebohne am 16 Mai 2011, 12:48:15
Was ist so vorteilhaft an Wohnzimmer-Schlafzimmer - wie es auch heute noch so viele junge Paare haben und wollen ???
Das kann man schwer für alle sagen. Mich hat es irgendwann genervt, daß immer eine Wohnung quasi leerstand, weil man gemeinsam in der anderen war (damals, als mein Partner und ich getrennte Wohnungen hatten).

Da muß natürlich jeder auf seine eigenen Bedürfnisse hören. Ich hatte das Bedürfnis nach mehr Nähe und einem gemeinsamen Haushalt. Aber die Wohnung sollte groß genug sein, daß jeder auch so "seinen eigenen Bereich" hat. Ich hab vorher über 10 Jahre allein gelebt, da ist ein gemeinsamer Haushalt natürlich eine Umstellung.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 16 Mai 2011, 13:47:30
Zitat
ob es nicht einfach ausschlaggebend ist, ob bzw. dass man "vom gleichen Schlag" ist?

Das kann ich unterschreiben.
Allerdings ist dieses "vom gleichen Schlag sein" auch so eine Sache: Dieser "gleiche Schlag" betrifft auch häufig nur einzelne Aspekte dessen, was einen Menschen ausmacht. Und so sind auch Freundschaften oft unterschiedlicher Natur, man sucht sich eben jene Freunde, die zu einem bestimmten Teil in einem selbst am besten passen.

So habe ich z.B. eine Juristin in meinem Freundeskreis. Ich komme mit Juristen normalerweise üüüberhaupt nicht klar, und sie arbeitet auch noch in einer Bank, einem Bereich, der mir so fremd ist wie nur irgend eins sein kann, sie hat zwei Kinder im Vergleich zu meinen keinen, ist verheiratet - und das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, worin sich ihr Leben von meinem unterscheidet. Von außen gesehen verbindet uns rein gar nichts, wir sind in nichts ähnlich, rein gar nichts. Nicht einmal der Humor ähnelt sich.
Dennoch sind wir Freunde. Ein Telefonat kommt selten unter 4 Stunden weg, wir reden frei Schnauze und wissen nahezu alles voneinander. Wenn wir uns treffen (was aufgrund von über 500km Entfernung nicht sooo häufig vorkommt) wird es nie langweilig, und jedes Mal nimmt der Eine vom Anderen etwas mit, was er so zuvor so nicht gesehen hätte.
Vielleicht ist man da nur deswegen "vom selben Schlag", weil die Neugierde am anderen Menschen auch nach 20 Jahren noch genauso groß ist wie am ersten Tag und die Bereitschaft, in ein völlig anderes Leben zu sehen ohne dieses zu verurteilen, verbindet.
Und ja, auch vor 20 Jahren waren wir bereits extrem unterschiedlich. ;)

Das nur mal so als kleines persönliches Beispiel: Worin dieser "gleiche Schlag" besteht, ist unterm Strich dann doch wieder nur eine Gefühlssache, etwas das sich rational nur selten erklären lässt.
Macht aber ja auch nix. Es gibt ohnehin nur ein Kriterium, ohne das keine Freundschaft auskommen kann: Dass man sich in Gegenwart des Anderen wohl fühlt.
Alle anderen (z.B. "in Gegenwart des anderen laut denken können", "durch dick und dünn gehen können", "auch schlechte Zeiten gemeinsam erleben") ist Verhandlungssache.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: sYntiq am 16 Mai 2011, 13:56:25
Das kann ich unterschreiben.
Allerdings ist dieses "vom gleichen Schlag sein" auch so eine Sache: Dieser "gleiche Schlag" betrifft auch häufig nur einzelne Aspekte dessen, was einen Menschen ausmacht. Und so sind auch Freundschaften oft unterschiedlicher Natur, man sucht sich eben jene Freunde, die zu einem bestimmten Teil in einem selbst am besten passen.
Eben.

Nicht umsonst treffen irgendwie beide dieser abgedroschenen Uralt-Sprüche zu, obwohl sie eigentlich total gegensätzlich sind:

"Gleich und Gleich gesellt sich gern"

"Gegensätze ziehen sich an"

In einigen Bereichen harmoniert man wunderbar miteinander, bzw. schwingt auf einer Welle, in anderen Bereichen ergänzt man sich gegenseitig.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: qIj-qul am 16 Mai 2011, 15:51:48
An meiner Frau schätze ich, das wir in den meisten Dingen auf Augenhöhe sind, immer über alles miteinander reden und reden können und offen zueinander sind.

Wir haben irgendwie beiden n Schaden, sind beide anders, ähneln uns in vielen Dingen und denken oft sehr ähnlich bis gleich. Und auch im Sex passen wir sehr gut zusammen was wir wie mögen und so.

Und wir respektieren einander, auch bei Dingen/Verhaltensweisen die wir einander nicht so mögen.

Tja, was Freundschaften angeht: Schweine erkennen sich am Gang... ich kann gut mit Menschen die mir ähnlich sind. Sie müssen nicht genau so intelligent sein oder exakt den gleichen Humor haben etc. Sie können auch gerne intelligenter sein oder einfacher gestrickt. Es ist einfach so dass die Chemie stimmen muss und ein gewisses gegenseitiges vertrauen sich aufbauen können muss. So habe ich eher wenige Freunde, aber auf die kann ich mich verlassen ohne verlassen zu werden.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 16 Mai 2011, 22:50:23
Zitat
So habe ich z.B. eine Juristin in meinem Freundeskreis. Ich komme mit Juristen normalerweise üüüberhaupt nicht klar, und sie arbeitet auch noch in einer Bank, einem Bereich, der mir so fremd ist wie nur irgend eins sein kann, sie hat zwei Kinder im Vergleich zu meinen keinen, ist verheiratet - und das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, worin sich ihr Leben von meinem unterscheidet. Von außen gesehen verbindet uns rein gar nichts, wir sind in nichts ähnlich, rein gar nichts. Nicht einmal der Humor ähnelt sich.
Dennoch sind wir Freunde.
(messie)

Naja, es ist wohl wieder mal eine Frage, was man unter der Bezeichnung ("vom gleichen Schlag" bzw. "Wesen") versteht.  :-\

Ich denke ja, dass es dafür (ein ähnliches Wesen zu haben - weiß nicht, wie man das besser ausdrückt?) nicht auf solche "Äußerlichkeiten" ankommt - ob also verheiratet oder nicht oder geschieden oder verwitwet (auch wenn es da sicher "Verbindungslinien" geben kann, klar), ob man beruflich auf ähnlichem Gebiet tätig ist, ob man Kinder hat oder nicht ...
Das sind doch solche Sachen, die Menschen nur teilweise selbst entscheiden - vieles davon ergibt sich auch oft - durch "Glück", Pech oder Zufall (zur richtigen oder falschen Zeit am richtigen/falschen Ort - mit den richtigen /f... Leuten usw. - auch, ob man Kinder bekommt - einige wollen Kinder, kriegen aber keine, andere woll(t)en ursrünglich keine, kriegen aber welche ...).
Ich bin ja nach wie vor der Auffassung, dass sehr vieles im Leben sich ganz und gar nicht "planen" lässt, dass man zwar Entscheidungen trifft (treffen kann, aber auch: muss), aber wie sich was dann letztlich entwickelt, nicht wirklich zum überwiegenden Teil selbst (und schon gar nicht: alleine) beeinflussen bzw. steuern kann.

Daher meine ich mit "von gleicher Art"/ähnlichem Wesen/Naturell, dass man sich in der Art zu Denken, sich zu verhalten vielleicht eben auch zu fühlen bzw. empfinden ähnlich ist - auch wenn man ganz unterschiedlich im Leben und im Alltag "unterwegs ist".



?
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 17 Mai 2011, 23:36:09
Zitat
Ich bin ja nach wie vor der Auffassung, dass sehr vieles im Leben sich ganz und gar nicht "planen" lässt, dass man zwar Entscheidungen trifft (treffen kann, aber auch: muss), aber wie sich was dann letztlich entwickelt, nicht wirklich zum überwiegenden Teil selbst (und schon gar nicht: alleine) beeinflussen bzw. steuern kann.

Das ist so schon richtig.
Mein Beispiel ist aber bewusst gewählt, weil die Äußerlichkeiten in dem Fall auch zu einem guten Stück drauf hinweisen, dass wir eben nicht ähnlich, sondern im Gegenteil sehr unterschiedlich über vieles denken. So ist sie beispielsweise ein absoluter Mensch langfristiger Ziele, während ich deutlich besser mit kurzfristigen klarkomme und Langfristiges so gar nicht meins ist - und das ist nur eins von vielen Beispielen, wo wir völlig gegensätzlich sind.


Zitat
Daher meine ich mit "von gleicher Art"/ähnlichem Wesen/Naturell, dass man sich in der Art zu Denken, sich zu verhalten vielleicht eben auch zu fühlen bzw. empfinden ähnlich ist (...)

Das meine ich im Prinzip auch, habe aber eben die Erfahrung gemacht, dass dieses "gleich und gleich gesellt sich gern" bei Freundschaften seltener zutrifft als man denken könnte.
Meine Freunde jedenfalls sind in vielen Dingen sehr unterschiedlich zu mir. Klar gibt es auch Gemeinsamkeiten, aber manchmal habe ich wirklich den Eindruck, dass gerade die Qualität der Unterschiede und der gegenseitige Umgang mit ihnen die Freundschaft lebendig hält.

Ist nicht einfach zu (be-)greifen, das, weil es eben so individuell ist und oftmals auch sehr rätselhaft, warum aus diesem Kontakt eine Freundschaft entstanden ist und aus jener nicht. Warum fühle ich mich in Gegenwart von Mensch A pudelwohl und in jener von Mensch B nicht? Anhaltspunkte habe ich, aber die sind wiederum auch nur Annahmen mitten in den Wind hinein.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 20 Juni 2011, 23:49:38
Was mich auch mal interessieren würde - habe mal gelesen (vor längerer Zeit schon), dass die Freunde/der Freundeskreis alle ca. 7 Jahre "wechselt", sich verändert.

Man kann ja von dieser Sache mit der (ausgerechnet und esoterisch angehauchten) "7" halten was man will - würde doch gerne wissen, ob ihr das bestätigen könnt: dass nach mehreren Jahren (also nach eher längerer Zeit!) Freunde "vollständig" "gehen" und andere "kommen"?

Man kann das nun auseinanderpflücken bzw. erklären, indem man erwähnt, dass durch Lebenssituationveränderungen (Umzüge, Ausbildungsende, Jobwechsel, Familiengründung, Identitätskrise, neue Interessen usw.) es einfach sich so ergibt - dass man sich halt "anders entwickelt" (als die bisherigen Freunde), "auseinanderlebt" und all die üblichen Banalitäten wie man sie auch auf Paarbeziehungen anwenden kann (solche "Erklärungsmodelle").

Sicher wird das mehr oder weniger eben einfach so sein. Aber vielleicht eben doch nicht -> so selbstverständlich und auch nicht bei jedem oder bei den meisten Menschen. ? Eben das frage ich mich. Also:

Kennt ihr eure engsten, wichtigsten oder "besten" Freunde erst seit wenigen Jahren oder schon seit Kindheit? Wieviele wirkliche Freunde sind euch aus eurer Kindheit oder Jugendzeit bis heute "erhalten geblieben"?

Ist das wichtig für euch - auch noch Freunde aus Kinder-/Jugendtagen zu haben oder spielt das für euch keine Rolle, ob eure Freunde euch noch von ganz früher kennen und bis ins Heute "begleitet" haben?

Könnt ihr bestätigen, dass mehrmals gerade langjährige Freunde "weggefallen" sind bzw. euer Freundeskreis sich (mehrmals) ganz neu/anders "umstrukturiert" hat? - Diese Fragen können wahrscheinlich eher die etwas Älteren hier beantworten, da es ja um Zeitspannen von mehreren Jahren geht.

Oder ist euer Freundeskreis bzw. der "Kern" eher seit vielen Jahren (5? 10? 20? ... ?) "stabil", konstant, gleich? - Wenn ja, würde mich interessieren, ob er das also trotz Veränderungen wie Umzügen oder (anderen) gravierenden Veränderungen in eurem Leben ist, ob also selbst deutliche, einschneidende, folgenreiche Veränderungen in eurem Leben euren Freundeskreis bzw. eure engsten Freundschaften nicht beeinträchtigt haben, nicht haben enden lassen (dadurch)?




Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 21 Juni 2011, 02:27:43
Hmmm - da würde mich (naturgemäß) auch mal interessieren, wie es bei dir so ist, Kallisti.

Bei mir ist es jedenfalls so, dass die engsten Freunde auch engste Freunde bleiben, also dass sie auch jahrzehntelang meine Freunde sind, egal wie sehr man sich fortentwickelt hat. Tatsächlich hält meine längste Freundschaft mittlerweile 22 Jahre lang.
Freundschaften aus der Kindheit sind da nicht dabei, das ist für mich aber auch eine ganz natürliche Sache, weil man sich da schneller aus den Augen verliert.
Wer noch heute eine Freundschaft aus dem Kindergarten hat, vor dem ziehe ich -ehrlich!- ernsthaft den Hut.

Es gibt auch Freunde die gingen und Freunde die kamen.
Viele sind es nicht. Logisch. Denn Freunde sind für mich vor allem dann Freunde, wenn es weit über das "wir finden uns auf Parties toll" hinausgeht.
Sehr viel weiter.
Bei manchen aber hat man sich irgendwann schlicht nichts mehr zu sagen.
Shit happens, passiert. Dafür gibt es dann früher oder später neue Freunde.

Kurzum: Beides ist richtig! Zumindest bei mir. Freunde gehen, Freunde kommen, und manche Freunde bleiben einfach. :)

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kaffeebohne am 21 Juni 2011, 09:06:05
Ich habe eine Freundin seit der Grundschule, wobei unsere Freundschaft auch Phasen erlebt hat, in denen wir kurz davor waren, uns die Augen auszukratzen. Aber heute denken wir beide, daß die gemeinsam erlittene Pubertät uns eigentlich doch eher einander nähergebracht hat, so im Nachhinein. Mittlerweile kennen wir uns 30 Jahre und ich glaub, so eine Freundschaft bleibt wirklich für immer.

Aus meiner Schulzeit ist nur noch eine weitere Freundin übrig geblieben. Ich denke auch, daß das normal ist. Als jüngerer Mensch schließt man leichter "Freundschaften" (bzw. Dinge, die man so nennt). Man hat als Schulkind einen kleineren Aktionsradius, weil man nicht so mobil ist. Und die Schule ist da einfach das Umfeld, in dem man andere Kinder trifft.

Ich hab seit meiner ersten Anmeldung hier (vor ungefähr 6 Jahren) durch das Forum einige Leute kennengelernt. Zwei davon sind zu meinen engsten Freunden geworden.

Es sind aber auch sehr enge Freunde in meinem Leben schon gegangen, bzw. ich bin gegangen. Manchmal verändert man sich in verschiedene Richtungen und hat sich nichts mehr zu sagen. Auch das kann passieren... Oft waren dies vorher durchaus mal sehr gute und enge Freundschaften.

Außer den Freunden gibt es auch viele Bekannte (die ich auch alle mag, die mir aber nicht in dem Maße nahestehen und vertraut sind, wie meine Freunde). Die bedeuten mir auch etwas. Und manchmal gibt es darunter auch Menschen, die zu Freunden werden.

Es ist also ein lebendiges "Ding", das mit den Freundschaften. Und das ist auch gut so. :)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 21 Juni 2011, 10:33:12
messie

meine Erfahrung ist da etwas anders ...  :D

Dass man sich nicht "nichts mehr zu sagen hat", sondern dass man auf so völlig unterschiedlichen (will nicht sagen konträren, kommt aber auch vor) Standpunkten steht, dass man deshalb nicht mehr auf einem Ast sitzen kann bzw. will. - Dass man sich "zu fremd" (geworden) ist. Zu sagen gibt bzw. gäbe es da also durchaus eine Menge, aber die Bereitschaft der Auseinandersetzung ist wohl oft nicht gegeben (aus "Bequemlichkeit" bzw. Desinteresse oder auch Selbstschutz).

Das heißt, letztlich ist also auch die (gegenseitige) Toleranz und Akzeptanz dann nicht (mehr) vorhanden.


Bei mir gab/gibt es viele Verluste hinsichtlich "nahestehenden Menschen", also auch Freunden. Und ich meine, es liegt/lag überwiegend daran, dass Lebenssituationen nicht (mehr) zueinander passten (ich z.B. früh Mutter geworden und dadurch sehr eingeschränkt gewesen, als mein Sohn noch klein war ..., ich war auch kaum mobil, was mit meiner damaligen Wohnsituation und meinen Finanzen zusammenhing usw. - während die anderen mit 19, 20, 21 ... Abi machten oder in Ausbildung waren oder im Ausland oder "auf Parties" - sich also noch "austobten"/auslebten ...).
Außerdem auch, weil ich sehr oft umgezogen bin (schon in Kindheit/Pubertät - unfreiwillig ..., aber auch später mehrmals - auch in verschiedene Bundesländer) - damals war telefonieren noch sehr teuer und PC hatte ich da noch nicht (konnte also auch keine e-mails schreiben) - es beschränkte sich auf brieflichen Kontakt, der zwar über viele Jahre mit meinen engen Freunden fortbestand, sich dann aber doch verlief. Auch, weil nicht nur ich umgezogen war, sondern auch die anderen (teils ins Ausland - vorübergehend, andere auch dauerhaft) - und dann auch die anderen sich in Lebensumständen befanden, die mit meinen nicht "kompatibel" waren bzw. man mit völlig verschiedenen Themen, aber auch Sorgen befasst war (im Alltag ...).

Und es gab auch solche, mit denen man sich einfach irgendwann überworfen hat. - Das mag auch daran liegen, dass ich nie bereit war gute Miene zum bösen Spiel zu machen oder andere "zu schonen" oder mich zu verstellen oder etwas um des "lieben Friedens" willen vorzuspielen oder zu verschweigen ... - damit eckt man dann doch oft an. Damit kommen viele Menschen nicht gut klar. Sicher spielt dabei eine Rolle, dass ich nicht gerade diplomatisch vorgehe und niemanden mit Samthandschuhen anfasse - daran könnte man vlt. noch feilen. ;)

Eigentlich bin ich aber der Meinung, eine wirkliche Freundschaft kann sowas aushalten, sollte es sogar - also auch "Krisen", nach denen man sich dann wieder findet, zusammentut ...

Umgekehrt mag ich es auch überhaupt nicht, wenn man mich "schonen" will oder Dinge, die man denkt, einfach aus vielerlei Gründen nicht ausspricht bzw.: eben aus Angst vor Konfrontation, vor Konflikt und vor ggf. einschneidenden Folgen.

Ich mache gerne einen reinen Tisch als mit irgendwelchen Schwammigkeiten oder (Selbst-) Lügen oder Illusionen zu leben. - Und das kommt nicht immer gut an. Aber das ist es mir sozusagen "wert", da ich nicht gegen meine Grundüberzeugung bzw. Grundeinstellung (mit Werten ...) leben will - also auch nicht in Freundschaften da einen Teil von mir verleugnen will. Das kann der Sinn von Freundschaft auch nicht sein.

So - so detailliert (schreibt man das so?)  wolltest du es wieder sicher dann doch nicht wissen?   ;)


Ich sehe es wie Kaffeebohne: als Kind schließt man leichter Freundschaften.

Meiner Einschätzung nach aber vor allem auch deshalb, weil man zumeist doch noch sorgloser durchs Leben geht, weil man noch nicht so viele Pflichten, Aufgaben, Herausforderungen, Probleme zu bewältigen hat (wie als erwachsener Mensch - die eben Zeit und Energie ... kosten) - weil man noch kaum Verantwortung (für mindestens sich selbst bzw. dann auch noch für eigene Kinder) zu tragen hat, weil man noch mehr "Freiraum" und "Schonräume" hat, das Leben noch einfacher, übersichtlicher ist - und "spontaner": der Umgang miteinander - unbefangener und noch nicht "ideologiesiert".


Und dann ist es also als im Erwachsenenalter einfach schwieriger, neue Freunde zu finden, weil man ein inzwischen beschriebenes Blatt ist - weil man nicht mehr so offen an andere Menschen herangeht - aus Selbstschutz, aus Vorsicht, aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit - das Übliche eben. Es ist ja allgemeinhin bekannt, dass Menschen, je älter sie werden umso vorsichtiger bzw. auch teils wirklich ängstlicher werden (viele Menschen jedenfalls - insbesondere sieht man die Unterschiede auch bei jungen und "älteren" Eltern - in deren Verhalten, Denken und Umgang mit ihren Kindern, wobei es noch einen Unterschied zwischen dem Denken und dem Verhalten/Umgang gibt - durch Reflektion/Rationalisation).

Ok, jetzt lass ich es auch mal gut sein, denk ich.  - Reicht doch fürs Erste oder?   ;)

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: nightnurse am 21 Juni 2011, 12:01:29
Hm...die meisten Leute, die ich "Freunde" nenne, hab ich schon sehr lange als solche, über 20 Jahre; in "jüngerer" Zeit sind tatsächlich nur...2 dazugekommen.

Wobei sich die Interessensphären schon sehr auseinanderentwickelt haben und wir uns nichtmal oft sehen, weil wir schon seit vielen Jahren weit verstreut wohnen.
Aber das macht irgendwie nichts, man kann trotzdem reden...und sich auseinandersetzen über die inzwischen unterschiedlichen Ansichten (dann regt man sich mal kurzfristig auf, aber es war noch nie so schlimm, dass man den Ast hätte zwischen sich zersägen wollen. Dabei wär ja einer runtergefallen, das tut man nicht unter Freunden... ;) ).

Auf dem Weg abhanden gekommen sind eher die guten Bekannten und das wörtlich - man hat sich nicht gezankt oder so, nur irgendwann sich nicht mehr gekümmert (von beiden Seiten). Das würd mir mit Freunden nicht passieren, da bräuchte es ein fieses Zerwürfnis (hab ich auch schonmal..."geschafft").


Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Ansichtssache am 21 Juni 2011, 16:09:48
Ich habe einige wenige gute Freunde, die ich schon seit Jahren kenne. Im Laufe der Zeit sind Freundschaften aus den unterschiedlichsten Gründen kaputt gegangen, mit dem Interesse an der Gothic-Szene hat sich mein Freundeskreis einmal komplett erneuert. Alte Freunde hatten da kaum eine Chance, weil ich einen völlig neuen Lebensabschnitt für mich begonnen habe.
Im Nachhinein ist das sehr schade. Ich finde es immer wieder traurig, zurück zu blicken und zu merken, wie viele da eigentlich auf der Strecke geblieben sind. Und das teilweise nur aus Gründen wie Bequemlichkeit, Angst vor Auseinandersetzung, etc.
Was ich dann aber auch schön finde, ist alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen und dieses Gefühl zu haben wieder zu wissen, warum man mal mit genau dieser Person befreundet war.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: NoName am 22 Juni 2011, 21:54:11
Zitat
Was ist wichtig an Freunden, Partnern ?

...
Was ich gerne wissen möchte, ist, was euch an Freunden und (Beziehungs-) Partner wichtig bzw. wichtiger ist - Intellekt bzw. Intelligenz oder "Herzensbildung" oder Charakterstärke. ...

Ihr "Gedächnis".
Wesentliche Informationen / Erfahrungen müssen haften bleiben, damit die Freundschaft / Beziehung wachsen kann. Es ist sehr anstrengend, quasi immer wieder bei Null anfangen und erklären zu müssen oder auch sehr enttäuschend in bestimmten Situationen erleben zu müssen, dass der andere entweder nichts begriffen hat oder es ihm egal ist.

Ob das umgesetzt wird oder nicht, sehe ich hauptsächlich im Herzenszustand und Charakter begründet, weniger als eine Sache der Intelligenz. Von daher ist die für mich von nachrangiger Wichtigkeit.

Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: nightnurse am 23 Juni 2011, 11:43:40
Herr Söring erinnert mich just daran, dass mir Freunde auch als, sagen wir, "Kontrollinstanz" wichtig sind.

Freunde sagen einem (oder jedenfalls wünsche ich mir von ihnen, dass sie das tun), wenn man seltsam wird, wenn man Unsinn redet, wenn man sich unmöglich benimmt, wenn man genug getrunken hat, wenn man unstimmige Geschichten erzählt uswusf.

Und weil es Freunde sind, die mir das sagen, denke ich über das, was sie mir sagen, ernsthaft nach und ziehe (gegebenenfalls  ;) ) meine Konsequenzen.
(Die dannin meinem Fall eher selten in "In die Wüste schicken und mit dem Anwalt drohen" bestehen.)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Multivac am 23 November 2011, 00:49:49
Partner:

Humor
guter Sex
Loyalität


Freunde:

Humor
Loyalität
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 23 November 2011, 12:29:43
Partner:

Humor
guter Sex
Loyalität


Freunde:

Humor
Loyalität


Du bist aber bescheiden. - Was is mit:

Verständnis, Einfühlungsvermögen, gemeinsame Interessen bzw. Gemeinsamkeiten (gleiche Wellenlänge und so), Hilfsbereitschaft, EHRLICHKEIT und OFFENHEIT (oder läuft das - wie auch Verlässlichkeit - unter Loyalität?)?

Und nochmal auf mein Eingangsposting zurückkommend:

Wenn du abwägen müsstest, setztest du also eher auf "Herz und Charakter" und weniger auf "Intellekt"?

--- Ääähh - wobei: eigentlich nur auf Charakter.  ???
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Multivac am 23 November 2011, 12:34:55
Was is mit: Verständnis, Einfühlungsvermögen, gemeinsame Interessen bzw. Gemeinsamkeiten (gleiche Wellenlänge und so), Hilfsbereitschaft, EHRLICHKEIT und OFFENHEIT (oder läuft das - wie auch Verlässlichkeit - unter Loyalität?)?
weil es meine meinung ist. mir ist das am wichtigsten. daher schrieb ich es so hin. was du brauchst ist deine meinung.


Wenn du abwägen müsstest, setztest du also eher auf "Herz und Charakter" und weniger auf "Intellekt"?
der schwanz muß lang sein. der rest ist egal.  ;)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 23 November 2011, 12:42:50
Was is mit: Verständnis, Einfühlungsvermögen, gemeinsame Interessen bzw. Gemeinsamkeiten (gleiche Wellenlänge und so), Hilfsbereitschaft, EHRLICHKEIT und OFFENHEIT (oder läuft das - wie auch Verlässlichkeit - unter Loyalität?)?
weil es meine meinung ist. mir ist das am wichtigsten. daher schrieb ich es so hin. was du brauchst ist deine meinung.


Wenn du abwägen müsstest, setztest du also eher auf "Herz und Charakter" und weniger auf "Intellekt"?
der schwanz muß lang sein. der rest ist egal.  ;)

Hallo? - Ich habe dich ganz höflich gefragt, was mit anderen Aspekten ist ob solche dir bei Freundschaften und/oder Beziehungen auch oder gar nicht wichtig sind. - Was isn das für ne "Antwort":

"weil es meine Meinung is. Du hast deine Meinung."? - Das is gar keine Antwort.

Und der Rest - soll das nu n Scherz (also: lustich?) sein oder doch nur pubertäre Provokation?

Naja - ich frag vorsichtshalber mal - am Ende isses ja doch "deine Meinung" (dass du lange Schwänze brauchst - und: weiter nichts  ;D ).  ?
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Multivac am 23 November 2011, 13:00:03
such dir was aus.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 23 November 2011, 13:32:21
Gefickt aus der Affäre gestoben ... aber auch nur vermeintlich - im Grunde nämlich nur um eine ("normale", angemessene) Antwort herumgedrückt (zur Schadensbegrenzung gewissermaßen).  :P
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 23 November 2011, 13:40:07
Also, ich finde Multivacs Beschreibung gar nicht so schlecht. :)

"Loyalität" beinhaltet doch schließlich eine ganze Menge! Wenn ich unehrlich gegenüber meinem Partner bin, dann bin ich ihm gegenüber nicht loyal, wenn ich keine Hilfsbereitschaft ihm gegenüber habe, ebensowenig.

messie gefällt das. :)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Multivac am 23 November 2011, 13:42:36
messie versteht mich.  :)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 23 November 2011, 22:12:52
Also, ich finde Multivacs Beschreibung gar nicht so schlecht. :)

"Loyalität" beinhaltet doch schließlich eine ganze Menge! Wenn ich unehrlich gegenüber meinem Partner bin, dann bin ich ihm gegenüber nicht loyal, wenn ich keine Hilfsbereitschaft ihm gegenüber habe, ebensowenig.

messie gefällt das. :)
messie versteht mich.  :)


Ach Kindchen - du hättest das auch einfach selbst so antworten können - nachdem ich dich oben gefragt hatte

Was is mit:

Verständnis, Einfühlungsvermögen, gemeinsame Interessen bzw. Gemeinsamkeiten (gleiche Wellenlänge und so), Hilfsbereitschaft, EHRLICHKEIT und OFFENHEIT (oder läuft das - wie auch Verlässlichkeit - unter Loyalität?)?




 ;)


Allerdings - messie, ist das wohl ein recht dehnbarer Begriff: "Loyalität" - für mich beinhaltet er eigentlich nicht direkt Hilfsbereitschaft ... - Ehrlichkeit ja. Loyal sein, heißt (für mich) eher, zu jemandem zu stehen ("in guten wie in schlechten Zeiten") - nicht opportunistisch zu sein, sondern verlässlich, "treu" (nicht sexuell verstanden), zusammenzuhalten - jemandem also nicht in den Rücken zu fallen, ihn nicht zu verraten, zu hintergehen, nicht hintenrum über ihn abzulästern und ihn bei Schwierigkeiten nicht im Regen stehen zu lassen ...

Hilfsbereitschaft ist eher so auf Praxis und Alltag bezogen, finde ich. Also bspw. beim Umzug helfen, Baby oder Hunde sitten, Renovieren helfen oder sowas.
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: messie am 23 November 2011, 22:30:12
Zitat
Allerdings - messie, ist das wohl ein recht dehnbarer Begriff: "Loyalität" - für mich beinhaltet er eigentlich nicht direkt Hilfsbereitschaft ...

Tja, für dich nicht, für uns schon. :)
Titel: Re: Was ist wichtig an Freunden, Partnern
Beitrag von: Kallisti am 23 November 2011, 22:58:02
Schön. :) Dann hätte Multivac das doch einfach gleich genau so - vernünftig, verständlich - schreiben/antworten können.