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Deutsche Krebshilfe Behämmert....
Rick Deckard:
Ich schließe mich hier unvoreingenommen der Empörung an. Allerdings würde ich gerade bei offiziellen Beschwerdeschreiben einen anderen Ton wählen. Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, man habe es evtl. mit simpel gestrickten, möglicherweise gar nicht ganz ernst zu nehmenden Personen zu tun. Ich würde tunlichst darauf verzichten Worte, wie ANGEPISST oder SCHEISSEGAL in einem solchen Brief zu verwenden. Man muss diese Typen mit ihren eigenen Waffen schlagen, ansonsten legen sie das Ganze ad acta und das in der Ablage 'P'.
Bei Voreingenommenheit hilft es nicht, wenn man noch Öl ins Feuer kippt, indem man mit Fäkalsprache und blinder Wut drauflosprescht. Wollt ihr wirklich etwas erreichen, dann überrumpelt diese Betonköpfe mit einer angepassten und distinguierten Wortwahl. Das schlägt stärker ins Kontor, als jeder Kraftausdruck, glaubt mir.
Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte, wie wäre es denn hiermit:
Sehr geehrte Damen und Herren von der Deutschen Krebshilfe eV,
mit Betroffenheit und Verärgerung habe ich erfahren müssen, dass sie die Annahme von Spendengelder der Benefizveranstaltung "Support the Fight" in Neukirchen bei Hl. Blut aus mir sich nicht erschließenden Gründen verweigern. Man sollte doch eigentlich davon ausgehen, dass sie auf Spendengelder angewiesen sind und diese der Forschung und damit den betroffenen Menschen zugute kommen lassen möchten. Immerhin ist das doch Sinn und Daseinszweck ihres Vereins, so dachte ich zumindest bisher. Die von ihrem Hauptsitz in Köln genannnte Begründung für die Verweigerung der Annahme fusst auf der voreingenommenen Meinung, dass eine solche Veranstaltung offenbar nicht ernst gemeint sein kann, da es sich um ein Festival handelt, dessen freiwillig mitwirkende Teilnehmer aus einem nicht allzu geläufigen, bzw. unkonventionellen musikalischen Bereich stammen und deren Musik und / oder Auftreten Zweifel an ihrer politischen Gesinnung aufkommen lässt. Immerhin handelt es sich doch bei den auftretenden Bands durchweg um "Rockertypen" deren Einstellung doch sicherlich im rechten Bereich des politischen Spektrums anzusiedeln sei.
Herr Maurer, der Organisator von "Support the Fight", bat daraufhin ihre Kollegen sich die offizielle Website des Festivals anzusehen, um die bestehenden Zweifel zu zerstreuen und etwaige Missverständnisse aufzuklären. Leider wurde auch dieser Versuch ihnen die Spendengelder schmackhaft zu machen, durch die rigorose Ablehnung der zuständigen Mitarbeiter vereitelt, da man 'keine Zeit habe, im Internet zu surfen' und sich die nötigen Informationen zu beschaffen.
Aufgrund dieser schlechten Erfahrungen, Verleumdungen und teilweise gar Beleidigungen ihrerseits, hat sich Herr Maurer nun dazu entschlossen die Spendeneinnahmen einer anderen, karitativen Einrichtung zukommen zu lassen. Über eine Stellungnahme ihrerseits würde sich nicht nur Herr Maurer freuen, sondern auch ich, sowie jeder andere Spender und Unterstützer ihrer Einrichtung.
Mit freundlichen Grüßen
...
olli:
als ehrenamtliche vereinigung würde ich kein spendengeld von rechtsradikalen annehmen (als privatperson auch nicht). wenn die deutsch krebshilfe aufgrund eines falschen informationsflusses davon ausgeht, dass es sich bei der veranstaltung um etwas rechtes gehandelt hat, finde ich die ablehnung nachvollziehbar. da würde ich von seiten der organisatoren etwas nachsicht zeigen und mich bemühen, den sachverhalt aufzuklären. immerhin sind das beamtenähnliche anzugträger, denen darf man ein gewisses mass an vorurteilen zugestehen.
KainsRache:
Dann finde ich es allerdings mehr als unverantwortlich und -verschämt, mit Kommentaren wie "Wir haben keine Zeit, um im WWW zu surfen!" Klärungsversuche abzuschlagen, findest Du nicht?
Mysteria:
--- Zitat von: "KainsRache" ---Dann finde ich es allerdings mehr als unverantwortlich und -verschämt, mit Kommentaren wie "Wir haben keine Zeit, um im WWW zu surfen!" Klärungsversuche abzuschlagen, findest Du nicht?
--- Ende Zitat ---
Absolut - da kann ich nur zustimmen!!! Bevor man einfach über etwas urteilt, sollte man sich schon mal eingehender damit auseinandersetzen bzw. prüfen, worum es da geht.
Ich kann mich über die Reaktion echt nur wundern...
KainsRache:
Aus einem anderen Forum hat heute jemand eine Antwort auf eine Beschwerde- oder Anfragemail bekommen, die selbe Antwort ist soeben bei mir eingetroffen:
--- Zitat von: "TheBard" ---Folgende Reaktion habe ich eben per Mail erhalten:
--- Zitat ---Aufgrund der Fehleinschätzung einer Mitarbeiterin der Deutschen Krebshilfe ist die Spende von „Metal gegen Krebs“ abgelehnt worden. „Wir bedauern diesen Vorfall zutiefst“, sagte heute Bernd Schmitz, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Es handelte sich um ein menschliches Fehl-verhalten, das in dieser Form sicherlich nicht mehr vorkommen wird!“
Die Deutsche Krebshilfe versteht sich als Anwalt und Sprachrohr aller Krebs-Patienten und ist einer der größten privaten Förderer von Forschungsprojekten und Modellvorhaben, welche dazu beitragen, dass die Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge von Krebs stetig verbessert wird. Krebs-Patienten erhalten schnell und unbürokratisch Hilfe, und die Deutsche Krebshilfe klärt die Bevölkerung über alle Themengebiete rund um den Krebs auf.
„Die Menschen setzen großes Vertrauen in unsere Arbeit“, so Bernd Schmitz. „Wir sind allen Spendern sehr dankbar und versichern, dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind!“ Die Deutsche Krebshilfe wurde am 25. September 2004 von Dr. Mildred Scheel gegründet und hat sich zur größten Bürgerinitiative gegen den Krebs entwickelt. Unter dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ hat sie seit ihrer Gründung mehr als 2.200 Projekte unterstützt. Weitere Informa-tionen: www.krebshilfe.de
Bonn, am 17. September 2004
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
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