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Schußwaffen jetzt für jedermann verfügbar - Ja, JETZT und nicht bald.

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Black Ronin:

--- Zitat von: PlumBum am 07 Mai 2013, 14:29:06 ---Nur wer holt sich eher eine Schusswaffe, jemand der damit etwas gutes tun will oder jemand der böse Pläne hat? Vielleicht habe ich einfach zu wenig vertrauen in die Menschheit, aber ich glaube nicht, das die Mehrheit wirklich so von Grund auf gut ist, das ich ihr einfach so eine Schusswaffe in die Hand drücken würde. Ganz grundsätzlich...
Mal davon abgesehen, das es natürlich mehr Tote durch "Unfälle" mit Schusswaffen gibt, wenn es mehr Schusswaffen gibt.

--- Ende Zitat ---

Sieht man ja an Amerika. 500irgendwas Tote durch Unfälle. War da nicht grad letzte Woche was? ein 8 jähriger hatte seine Schwester erschossen oder so?
Da fällt mir grad auf, das die Liberator irgendwie nach nem Spielzeug aussieht, ne

Ujigami:
Naja, Autos sind auch brandgefährlich und potentiell tödlich für andere Leute. Im Unterschied zu Waffen bringen sie sogar den Planeten um. Autos und Waffen sind beide auch nichts für Kinder. Auch dürfen Leute mit bestimmten Geisteskrankheiten keine Autos fahren, dann vielleicht auch zukünftig keine 3D-Drucker benutzen.

Aber der Rest?

Und was das Gleichgewicht des Schreckens angeht: Dank des Gleichgewichts des Schreckens ("mutual assured destruction", auch MAD) haben wir immerhin keinen Dritten Weltkrieg gehabt. So schrecklich der Einsatz von Atomwaffen auch ist - ihr Besitz durch alle großen Machtblöcke hat (ja, noch so eine meiner extra-kontroversen Ansichten) uns allen das Leben gerettet!

Leider lässt sich das Konzept dieses Gleichgewichts nicht auf Waffen übertragen, sofern nicht

a) wirklich jeder eine hat und sie
b) wirklich überall trägt und dabei
c) wirklich gut damit umgehen kann, und dabei auch noch
d) immer rational handelt.

An d) scheitert es nämlich, da sag ich doch sogar glatt mal was anderes als die Waffenlobby. :)

Aber wieder wegerfinden kann man den "Liberator" sowieso nicht.

PlumBum:

--- Zitat von: Ujigami am 07 Mai 2013, 15:47:09 ---Naja, Autos sind auch brandgefährlich und potentiell tödlich für andere Leute. Im Unterschied zu Waffen bringen sie sogar den Planeten um. Autos und Waffen sind beide auch nichts für Kinder. Auch dürfen Leute mit bestimmten Geisteskrankheiten keine Autos fahren, dann vielleicht auch zukünftig keine 3D-Drucker benutzen.

Aber der Rest?

Und was das Gleichgewicht des Schreckens angeht: Dank des Gleichgewichts des Schreckens ("mutual assured destruction", auch MAD) haben wir immerhin keinen Dritten Weltkrieg gehabt. So schrecklich der Einsatz von Atomwaffen auch ist - ihr Besitz durch alle großen Machtblöcke hat (ja, noch so eine meiner extra-kontroversen Ansichten) uns allen das Leben gerettet!

Leider lässt sich das Konzept dieses Gleichgewichts nicht auf Waffen übertragen, sofern nicht

a) wirklich jeder eine hat und sie
b) wirklich überall trägt und dabei
c) wirklich gut damit umgehen kann, und dabei auch noch
d) immer rational handelt.

An d) scheitert es nämlich, da sag ich doch sogar glatt mal was anderes als die Waffenlobby. :)

Aber wieder wegerfinden kann man den "Liberator" sowieso nicht.

--- Ende Zitat ---
Von hinten nach vorne... es scheitert an a) weil nicht jeder eine Waffe haben wird und selbst wenn, nicht jeder eine gleich mächtige Waffe.
Es scheitert an b) weil auch garantiert nicht jeder eine Waffe immer bei sich tragen wird. Nicht einmal wenn man das Tragen einer Waffe per Gesetz vorschreiben würde. Und selbst dann wäre wieder das Problem, das jemand mit seiner selbstgedruckten einschüssigen Spielzeugpistole, dann dem Gangster in Kugelschutzweste mit halbautomatischer großkaliberwumme gegenüber steht.
c) Also führen wir die Wehrpflicht wieder ein? Der wirklich "richtige" Umgang mit einer Schusswaffe ist nicht wirklich so ganz einfach. Und spätestens am Alltag wird es bei den meisten Menschen garantiert scheitern. Auf Stress, Panikhandlungen und Alkoholeinfluss lassen sich die Leute nur schlecht vorbereiten. Da ist in der Eile schnell mal vergessen die Waffe wieder zu sichern und schon ist beim Sprung aus dem Bus ein Loch im Fuß. Hans Maulwurf erschreckt sich weil es an der Tür klingelt, bekommt Panik und schwupps ist der Postbote perforiert. Oder was für neue Trinkspiele könnten sich daraus ergeben... ganz nach Wilhelm Tell... jeder Kurze den man seinem Gegenüber nicht vom Kopf geschossen bekommt, muss getrunken werden...
Und d) Der Mensch ist nun einmal ein selten wirklich rational handelndes Wesen...

Ich finde die vielen durch Schusswaffe getöteten  in den USA ein recht abschreckendes Beispiel. Zumal die Kriminalitätsstatistiken dort kaum erkennen lassen, das sich kriminelle Absichten einschränken lassen, wenn das Opfer potentiell im Besitz einer Schusswaffe ist. Nicht einmal die Androhung der Todesstrafe ist ein wirksames Mittel der Abschreckung.

Und wer sagt, das es überhaupt einen dritten Weltkrieg wirklich gegeben hätte, wenn das Atomare Wettrüsten nie stattgefunden hätte. Das ist wieder so eine Sache von Henne und Ei. Was war zuerst da. Die Bedrohung durch einen weiteren Weltkrieg oder Ein potentielles Stärkeungleichgewicht, das sich durch das Wettrüsten immer weiter aufgeschaukelt hat?

Und zuletzt: Wer Auto fahren will braucht einen Führerschein. Wer eine Waffe besitzen Will braucht eine Waffenbesitzkarte und wer sie führen will einen Waffenschein. Also braucht sich daran im Grunde auch nichts ändern. Mal abgesehen davon das ich es immer noch viel zu einfach finde legal in den Besitz einer Schusswaffe zu gelangen.

Der Liberator sollte wie gesagt meiner Meinung nach wenig ändern. Selbst wenn irgendwann jeder seinen eigenen 3D Drucker hat, heißt das noch lange nicht jeder sich illegale Dinge damit herstellen wird. Auch nicht jeder der einen Diesel fährt und Kunstdünger kauft ist ein Terrorist.

wolkentaenzer:

--- Zitat von: Ujigami am 07 Mai 2013, 13:55:49 ---Alle denken immer darüber nach, was passiert, wenn Waffen in die falschen Hände geraten, nämlich in die von bösen Menschen. Aber da gibt es auch noch die guten Menschen, denen durch die Möglichkeit, auch Waffen in den Händen zu halten, in gewisser Weise auch ein Mittel der Macht in die Hand gegeben wird, das man nicht wieder wegdiskutieren kann.

--- Ende Zitat ---

Ich war Ende letzten Jahres zum Zeitpunkt des Amoklaufs in Newton in den USA und habe die Waffendiskussion im US-Fernsehen verfolgt. Die NRA hat tatsächlich gefordert, jede Lehrkraft in den USA mit Schusswaffen auszustatten, weil dies ja den Amoklauf verhindert hätte. Ich finde die Vorstellung von scharfen Waffen in Grundschulen mehr als beunruhigend.

Achja, auf dem Schulgelände war zu dem Zeitpunkt des Amoklaufs ein bewaffneter Sicherheitsmann anwesend, der aber erst zu spät von dem Amoklauf was mitbekommen hat.

CubistVowel:

--- Zitat von: Ujigami am 07 Mai 2013, 13:55:49 ---Alle denken immer darüber nach, was passiert, wenn Waffen in die falschen Hände geraten, nämlich in die von bösen Menschen. Aber da gibt es auch noch die guten Menschen, denen durch die Möglichkeit, auch Waffen in den Händen zu halten, in gewisser Weise auch ein Mittel der Macht in die Hand gegeben wird,

--- Ende Zitat ---

Das kam mir doch gleich so bekannt vor... Das ist tatsächlich fast eins zu eins der Wortlaut, mit dem die NRA Lobbyarbeit betreibt:
"Das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe ist ein guter Mensch mit einer Waffe." (NRA-Vizepräsident Wayne LaPierre)

Die Unterteilung der Menschheit in "gute" und "böse" Menschen halte ich für naiv und unrealistisch und außerdem problematisch. Dass ein NRA-Vize seine guten Geschäfte erhalten will und sich daher bemüht, ein derart schlichtes Schwarz-Weiß-Weltbild zu verbreiten, kann ich ja irgendwo noch verstehen. Aber das wirkliche Leben sieht nun mal anders aus, da herrschen die verschiedensten Graustufen vor. Und viele andere Töne, die man in diesem Schema gar nicht unterbringen kann.

Wenn die Einteilung des komplexen Wesens Mensch doch nur so simpel wäre... Es ist ja nicht mal immer einfach, eine Tat in gut oder böse einzuordnen, selbst wenn man das bestehende Wertesystem teilt. Erinnert sich z. B. jemand noch an den Fall vor ein, zwei Jahren, als ein Weißer einen jungen Schwarzen erschoss, weil dieser ihm wegen der Kapuze irgendwie verdächtig erschien?

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht ganz genau, auf welchem Standpunkt ich bei dieser Sache stehen soll. Ich glaube nicht, dass Waffen/mehr Waffen eine Gesellschaft friedlicher machen. Das Leben würde aus meiner Sicht nicht sicherer, angstfreier oder angenehmer. Wenn ich beispielsweise jederzeit damit rechnen müsste, dass ich beim Betreten des nachbarlichen Gartens abgeknallt werden kann und das völlig legal, obwohl ich doch nur einen falsch eingesteckten Brief einwerfen wollte...

Andererseits sind bereits eine Menge Waffen, und nicht nur Schusswaffen, im Umlauf, und ich hätte gern die Möglichkeit, mich bei einer Bedrohung oder einem Angriff effektiv wehren zu können (was nun nicht heißen soll, dass ich bei jedem Anlass wild um mich schießen würde.) Ich halte es in unserer Gesellschaft nicht für nötig, Schusswaffen zu besitzen. Würde ich allerdings in den USA leben, besäße ich mindestens eine solche Waffe und könnte auch damit umgehen. (Und würde hoffentlich niemals versehentlich eine "böse" Tat damit begehen...)

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