Schwarzes Hamburg > Kunst und Kultur
Filme, die man gesehen haben muss
colourize:
...ein Thread zum Sammeln von Glanzstücken der Filmgeschichte. Sowohl die "bekannten Klassiker" gehören hier hinein, als auch Geheimtipps, die vielleicht nicht die großen Blockbuster waren. Bitte nicht nur die Titel posten, sondern auch
- welches Genre bedient wird
- um was es inhaltlich geht (gerne ohne Spoiling)
- was Euch am Film fasziniert bzw. weshalb ihr den Film Anderen weiterempfehlen würdet
colourize:
Der Pate (1972)
- Mafiafilm (um nicht zu sagen: die Mutter aller Mafiafilme)
- Aufstieg der Mafia in den USA anhand eines Einzelbeispiels erzählt
- Die Story ist nicht sehr dicht, sondern eher opulent und ausschweifend erzählt, doch gerade dadurch werden die Figuren "lebendig". Zudem ist Marlon Brando als Mafiaboss Vito Corleone eine der am besten besetzten Rollen in der Filmgeschichte. Und ja, ich mag Mafiafilme
Delicatessen (1991)
- Groteske; Endzeitfilm
- Portrait verschiedener Haushalte in einem Mietshaus. Der Vermieter - gleichzeitig Fleischer in seinem inhabergeführten Laden - hat das Sagen im gesamten Haus, da die Mieter in einem mehrfachen Abhängigkeitsverhältnis zu ihm stehen
- Diese französische Produktion vom Macher von "Amelies Welt" hat eine fast einmalige Grundstimmung, die sich nicht nur in den Charaktären, deren Funktionen für die Handlung und der Story des Films an sich ausdrückt, sondern auch in der Kulisse und den Farben des Films. Meiner Meinung nach ein sehr ungewöhnlicher Endzeitfilm, aber eindeutig einer der besten.
Bitter Moon (1992)
- Beziehungsdrama
- Bei einer Kreuzfahrt treffen zwei ungleiche Paare aufeinander. Die Einblicke in das Leben des Protagonisten Oscar (Peter Coyote) verwirren den jungen Nigel (Hugh Grant) zutiefst, da seine eigene Beziehung wesentlich konventioneller ist. Noch mehr als die Geschichten von Oscar interessiert Nigel aber Oscars Frau Mimi (Emmanuelle Seigner)...
- "Beziehungsdrama" klingt als Genre zunächst mal einigermaßen furchtbar, aber dieser (übrigens von Roman Polanski inszenierte) spannende Film ist meiner Meinung nach eine große Ausnahme. Es geht um gesellschaftliche Tabus, die auch heute noch viele Paarbeziehungen kennzeichnen. Obwohl der Film 20 Jahre alt ist, ist er nach wie vor aktuell.
Black Ronin:
Kein Sterbenswort.
Französischer Thriller aus dem Jahre 2006
Bei einem brutalen Überfall wird Alexandre schwer verletzt, sein Frau Margot verscleppt und ermordet.
Scheinbar... Acht jahre später erhält Alexandre eine mysteriöse Videobotschaft in der seine Frau zu sehen ist. Alexandre begibt sich auf die Suche.
Als erste Leichen auftauchen, die mit ihm in Verbindung gebracht werden, gerät er unter Mordverdacht
Plötzlich ist die Polizei und ein Bande von Killern hinter ihm her.
Normalerweise steh ich ja nicht so auf Thriller, aber dieser ist unheimlich spannend, besticht durch Überraschungen und Wendungen die absolut nicht vorraussehbar sind und die Kinnlade herunterklappen lassen.
Wahnsinnig gut gemacht!
Für die Schlusszene schon mal Taschentücher bereithalten ;)
NoName:
2010 - Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen (1984)
Genre
Science-Fiction
Inhalt
Eine Mission zum Jupiter, um das Scheitern einer vor 9 Jahren (2001 !) gestarteten Erstmission aufzuklären und ein dort gesichtetes Objekt zu erforschen.
Warum sehenswert
"2010" ist die unterschätzte Fortsetzung des überschätzten "2001 - Odyssee im Weltraum" (darf man sowas sagen ? - wahrscheinlich nicht. Ich mach's trotzdem...).
Spannung von Anfang bis Ende, ganz ohne Monster und Krachbumm. Gute Schauspielerleistung. Tricktechnisch immer noch ansprechend. Es fühlt sich alles wesentlich "echter" an als die pefekten, aber sterilen Kulissen heutiger Sci-Fi-Filme.
Es wird glaubwürdig an die 2001er Handlung angeknüpft, wozu auch die Wiederbesetzung mit Keir Dullea, des 2001er Hauptdarstellers, beiträgt. Einige der offenen Fragen werden beantwortet. Dank HAL (und seiner Schwester :) ) gibt es sogar was zu Lachen. Hohe Moraldosis zum Schluß - was soll's, der Gesamteindruck zählt.
Darksight:
Blair Witch Project (1998, USA)
- Horrorfilm
- 3 Studenten, Heather, Mike & Josh, drehen ein Dokumentarfilm über den Mythos der Hexe von Blair. Nachdem sie sich Informationen von den Einwohnen des Ortes Burkittsville, Maryland zu diesem Mythos holen, fahren sie selbst in den Black Hills Forest. Dort soll diese Hexe in einem Häuschen leben. Wie es in Wäldern so ist, verlaufen sie sich und ich erzähl hier nicht mehr.
- Was mich an dem Film fasziniert? Allein schon die Tatsache, dass das Mythos der Hexe von Blair von den Filmemachern selbst aufgebaut wurde. Am besten man liest sich die Hintergründe selbst durch.
Abgesehen davon ist dieser Film sozusagen der Meilensteinleger für Spielfilme im Dokumentarfilm-Stil.
Und zum Film selber: Basierend auf diesen Hintergründen wurde das ganze einfach authentisch rüber gebracht. Er ist super spannend, benutzt nicht die typischen Gruselelemente wie abartige Kreaturen, Mörder, die einem auf der Schliche sind oder wie aktuell ganz beliebt: Dämonen. Was den Film ausmacht, ist, wie ich finde, die Spannung. Naja, am besten man guckt es sich selbst an ;D die Einen finden ihn langweilig, die anderen lieben ihn.
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