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Gibt es ein bestimmtes Lied...
Taéra:
Ohja, selbstverständlich.
Bei mir ist es der Fall, dass ich für jede meiner Beziehungen (jeglicher Art, also Familie, Freunde, Partner, etc.) ein Lied habe, das ich mit dieser Person verbinde. Das kommt irgendwann ganz zu anfangs, wenn man sich kennen lernt und geht dann übers Ende hinweg nicht mehr raus. Bringt natürlich mit sich, dass man immer an die Person denken muss, wenn man besagtes Lied hört, aber es ist irgendwie ganz witzig.
Bei meiner Freundin ist es (jetzt einfach mal als Beispiel) Walking in Memphis :D
Als Beispiel habe ich das jetzt auch gewählt, weil es eins der wenigen Lieder ist, bei dem ich weiß, woher es kommt, dass dies "unser Lied" ist. ^^ Erklärung ganz einfach (für die, die mich mittlerweile kennen): Mit diesem Lied habe ich ihr Kay Ray vorgestellt und seit dem sind wir zusammen große Fans von ihm: http://www.youtube.com/watch?v=QCxZemoE96I
Bei anderen Beziehungen ist es uneindeutiger. Und ich kann häufig nicht sagen, warum es ausgerechnet das Lied ist.
Und ein Lied mit dem ich ganz im Allgemeinen viel verbinde ist Auberge von Chris Rea :D
Angeblich konnte ich noch nicht einmal von alleine gehen und stehen, als ich bereits mit nem Pampers-Hintern zu diesem Lied getanzt habe. (Am Tisch hochziehen und dann lassen wir den Popo wackeln... xD) Ich kann bis heute dieses Lied am ersten Ton 'erkennen'; noch bevor jemand (auch ich selber) merkt, welches Lied das ist und beginne bereits dazu zu tanzen oder hin- und herzuwippen. Irgendwie ist das mein Lied. Völlig untypisch, aber das wird mich wohl auf ewig begleiten.
Im weiteren Sinne zu deiner Frage (so "einschneidend" ist es nun nicht, aber passt auch noch, denke ich.), gibt es noch das "Problem", dass ich mir merke, welche Musik ich gehört habe, wenn ich ein Buch, das ich sehr gemocht habe gelesen habe... Sobald man dann das Lied wieder hört, sehe ich die Szenen aus dem Buch wieder vor meinem inneren Auge. ... Ihr wollt nicht wissen bei welchem Lied ich die weiten Rohans sehe und wie Aragorn, Legolas und Gimli darüber hinwegeilen um die Orks einzuholen. xD ...
Und jedes Mal bei bestimmten Liedern von ASP Harry Potter auf der Suche nach den Horkruxen zu sehen... naja ...
Mein musikalisches Gedächtnis kann anstrengend sein, oder merkwürdig... Je nachdem... xD
Black Ronin:
Grübel... Ohja. 1987 sah und hörte ich bei Formel eins " Dominion" von den Sisters of Mercy.
Ich war hin und weg davon, hatte aber ansonsten keine Ahnung. Weder von Gruftis noch von der Art von Musik. Noch von Läden wo solche Musik läuft.
Im örtlichen Plattenladen habe ich dann alles bestellt wo Sisters draufstand und fand auch das toll. Kannte aber niemanden dem es genauso ging.
Einige Monate später, sah ich in der " Dorfdisko" ein aufwendig gestyltes Gruftimädel zu einem Lied der Sisters tanzen. Ich habe sie daraufhin auch tatsächlich kennengelernt und erfuhr durch sie vom Zillo in Lübeck. Da bin ich dann immer hingefahren, bis es irgendwann nicht mehr Zillo hiess und in Loop umgetauft wurde.
Ich bin also letztendlich durch Dominion zur Gruftiszene ( das hiess ja damals so) gekommen.
Wenn das mal nix is, nech.
nightnurse:
--- Zitat von: sYntiq am 14 September 2012, 09:37:40 ---Es gibt viele Lieder die ich mit bestimmten Dingen, Situationen oder Personen verbinde oder nur in bestimmten Situationen "brauche"
--- Ende Zitat ---
Hmja, genau so.
Und die Liste wäre lang, ziemlich lang.
Wobei *räusper* die Alben und Stücke meiner zweibeinigen Lieblinge deutlich überrepräsentiert wären; in "bestimmten Lebensabschnitten" waren Marc Almond-Alben einfach sowas von täglich Brot (in bestimmten Abschnitten der bestimmten Abschnitte waren es dann eher Marc & the Mambas :D )...als man damals Angst vor dem Ausbruch des ersten Golfkriegs hatte, konnte ich gar nichts anderes hören als "Join Hands" von den Banshees (don´t ask. Es passte einfach.)...
Hihi, meine Gruftwerdung begann mit "Suicide Commando" im Rock Café des Deutschlandfunks (falls das noch irgendwer kennt)(also, das Rock Café). Das war...eine Offenbarung. Führte dazu, daß ich mich vom wolf ins oben erwähnte Zillo in Lübeck mitschnacken ließ. Das war am 1. Mai 1988 und nachdem ich das Abitur hinter mich gebracht hatte, zog ich da ein und der Rest ist Geschichte ::)
EL:
Viktor Tsoi & Kino
Перемен! (We Want Change!)
This song changed the consciousness, this song owned the hearts of millions. (1990 Moscow)
http://www.youtube.com/watch?v=k-d53x7OgfI
Viktor Tsoi (1962 - 1990)
Instead of warmth - cold as green glass
Instead of fire there's smoke
Another day is crossed off on the calendar
The red sun has completely burned out
And this day fades away with it
The shadow falls over the glowing city.
We want change!
It's the demand of our hearts
We want change!
It's the demand of our eyes
In our laughter, in our tears, and the pulse in our veins
We want change! And changes will begin . . .
Electric light continues our day
And the matchbox is empty
But in the kitchen, gas is lit like a blue flower
Cigarettes in our hands, tea on the table
The pattern is simple
There's nothing more, it's all up to us.
We want change!
It's the demand of our hearts.
We want change!
It's the demand of our eyes.
In our laughter, in our tears, and the pulse in our veins.
We want change! And changes will begin . . .
We can't brag about wisdom in our eyes
And our hands aren't always skilled,
But we don't need all that to understand each other
Cigarettes in our hands, tea on the table
So the circle is complete
And then we get scared to change anything.
We want change!
It's the demand of our hearts.
We want change!
It's the demand of our eyes.
In our laughter, in our tears, and the pulse in our veins.
We want change! And changes will begin . .
CubistVowel:
War gestern schon spät...*hüstel*
Die Alben von David Bowie, besonders "Ziggy Stardust", "Low" und "Station to Station" waren für mich ebenfalls eine lange Zeit intensiver Lebens-Soundtrack. Danach kam Bob Marley (und anderer Reggae). Der wiederum wurde von Prince abgelöst, obwohl ich das heute wirklich nicht mehr verstehe, da ich mit Funk sonst üüüberhaupt nix anfangen kann.
Außerdem gehören einige "klassische" Stücke zu den Liedern, die mir immer noch/wieder etwas bedeuten, und die mir stets sehr eindringlich bestimmte Situationen oder Phasen in Erinnerung rufen, z. B. Dvoraks "Aus der neuen Welt" und Smetanas "Die Moldau", die ich als Kind zusammen auf einer Platte besaß (und die man auch heute noch oft gemeinsam auf einer CD kaufen kann. :)) Außerdem Borodins "Polowetzer Tänze" (die hauen mich immer noch um), ein paar bestimmte Stücke von Prokofiev, Telemann und Vivaldi, ein furchtbar kurzes Klavierstück von Grieg und (natürlich^^) Tschaikovskys "Nussknacker", obwohl ich den ausnahmsweise nicht mit Weihnachten verbinde.
Eigentlich existiert überhaupt keine Phase in meinem Leben, zu dem es keinen, bzw. "den besonderen" Soundtrack, gäbe, und in deren spezielles Lebensgefühl ich nicht mithilfe dieses Soundtracks wieder kurz eintauchen könnte. Ich habe übrigens auch festgestellt, dass ich einige dieser Lieder/Alben deswegen auch nicht mehr höre, denn einiges davon tut auch im Nachhinein noch sehr weh. Dazu gehört beispielsweise das in meinem obigen Posting schon genannte "Nobody told me" von John Lennon.
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