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Kindesmisshandlung und ihre Folgen für die Gesellschaft

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Kallisti:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/06/12/quarks-komplett.xml

Informative Sendung mal wieder - zum Thema "Babies".

Schade - leider sind gerade die Bilder nicht zeigbar (Internetvideo) - aus "urheber-/lizenzrechtlichen Gründen"  :-\ - um die es mir eigentlich ging, weshalb ich das hier überhaupt einstelle.  :(
Es geht um die Behandlung von Säuglingen in den 60er Jahren. UNGLAUBLICH, wie man Babies da be- bzw. misshandelt hat - "schreien lassen" (ist nur eine der Grausamkeiten) - also ganz ehrlich: mich wundert angesichts solcher Umstände kein Stück mehr, dass bzw. warum so viele heute 40-/50-Jährige "psychische Probleme" haben ... ! ^^


Und überhaupt meine ich, es hängt enorm viel davon ab, wie Menschen "werden" (als ältere Kinder und Erwachsene) im Zusammenhang mit ihrer Behandlung als Säuglinge und Kleinkinder. Denn ich bin sicher: hier werden die Weichen gestellt (Prägung/Gehirnentwicklung ...) für auch und gerade Sensibilität/Feinfühligkeit und Einfühlungsvermögen ...

Ganz ganz einfach ausgedrückt: wer als kleines Kind schon wie ein mehr oder weniger roher Klotz behandelt wurde, wird später ein solcher selbst sein. Zwangsläufig. Wenn er nicht in (früher) Kindheit andere Erfahrungen (auch bzw. mehrheitlich "noch") machen konnte.


Und wenn ich dann auch heute noch so viele alltägliche Szenen sehe (wie Eltern/Erwachsene mit Kindern "umgehen") ... naja ... da kann einem nur schlecht werden.

Julya:
.









habs mir anders überlegt...

messie:

--- Zitat ---mich wundert angesichts solcher Umstände kein Stück mehr, dass bzw. warum so viele heute 40-/50-Jährige "psychische Probleme" haben ... ! ^^
--- Ende Zitat ---

Na, dann kennst du jedenfalls jede Menge 40-50jährige mit "psychischen Problemen" und selbstverständlich auch deren kindlichen Lebenslauf, um das beurteilen zu können, nicht wahr?  8)


--- Zitat ---Und überhaupt meine ich, es hängt enorm viel davon ab, wie Menschen "werden" (als ältere Kinder und Erwachsene) im Zusammenhang mit ihrer Behandlung als Säuglinge und Kleinkinder. Denn ich bin sicher: hier werden die Weichen gestellt (Prägung/Gehirnentwicklung ...) für auch und gerade Sensibilität/Feinfühligkeit und Einfühlungsvermögen ...
--- Ende Zitat ---

Da du dich hier so ausgezeichnet auskennst, wachsen deine beiden Kinder sicher prächtig auf. Glückwunsch!

Kallisti:

--- Zitat von: messie am 17 Juni 2012, 03:35:41 ---
--- Zitat ---mich wundert angesichts solcher Umstände kein Stück mehr, dass bzw. warum so viele heute 40-/50-Jährige "psychische Probleme" haben ... ! ^^
--- Ende Zitat ---

Na, dann kennst du jedenfalls jede Menge 40-50jährige mit "psychischen Problemen" und selbstverständlich auch deren kindlichen Lebenslauf, um das beurteilen zu können, nicht wahr?  8)


--- Zitat ---Und überhaupt meine ich, es hängt enorm viel davon ab, wie Menschen "werden" (als ältere Kinder und Erwachsene) im Zusammenhang mit ihrer Behandlung als Säuglinge und Kleinkinder. Denn ich bin sicher: hier werden die Weichen gestellt (Prägung/Gehirnentwicklung ...) für auch und gerade Sensibilität/Feinfühligkeit und Einfühlungsvermögen ...
--- Ende Zitat ---

Da du dich hier so ausgezeichnet auskennst, wachsen deine beiden Kinder sicher prächtig auf. Glückwunsch!

--- Ende Zitat ---


Em messie - hattest du nächtliche Anwandlungen oder wie soll ich das verstehen?  ???


Du reagierst grade so, als hätte ich dich persönlich angegangen. Wie gesagt: man muss (müsste) die Bilder sehen vom Umgang mit Säuglingen in den 60ern! Und wenn man weiß (siehe ja auch gerade die Sendung/das Thema) wie wichtig die ersten 12 Monate, eigentlich mindestens die ersten drei Lebensjahre sind (was da alles "angelegt" wird, was da im Gehirn passiert ...), dann wundert es einen nicht, wenn es heute doch so viel Depression, Burnout, Angst- und Zwangsstörungen, Sozialphobie, Aggression und weiß ich nicht alles gibt! Meine These ist eben, dass das nicht (nur) durch aktuelle Lebensumstände verursacht werden kann, sondern durchaus bis in die frühe Kindheit zurückreicht. Hier auch wieder Stichwort Resilienz!

Der Mensch (sein Körper, aber auch sein Gehirn bzw. seine Psyche) können lange "funktionieren" - nur wenn das Fass zu voll wird und es mit den "Selbstheilungskräften" nicht mehr so gut bestellt ist, brechen sich "Krankheiten und Störungen" eben Bahn. Das is ja nix Neues.

Mich ärgert einfach nur, dass alles, was eigentlich selbstverständlich bekannt und verbreitet sein müsste/sollte (was Umgang mit kleinen Kindern angeht), das offensichtlich doch noch immer nicht ist und noch immer nicht wirklich "breit" umgesetzt/"angewandt" wird. Ich meine einfach: Wären Eltern da doch besser informiert und auch vlt. "unterstützt" ..., ließen sich viele Verletzungen (an/bei Kindern: psychische) vermeiden - Verletzungen, die Menschen oft ein Leben lang eben DOCH mit sich schleppen.

schwarze Katze:

--- Zitat von: Kallisti am 17 Juni 2012, 02:23:36 ---
Es geht um die Behandlung von Säuglingen in den 60er Jahren. UNGLAUBLICH, wie man Babies da be- bzw. misshandelt hat - "schreien lassen" (ist nur eine der Grausamkeiten) - also ganz ehrlich: mich wundert angesichts solcher Umstände kein Stück mehr, dass bzw. warum so viele heute 40-/50-Jährige "psychische Probleme" haben ... ! ^^


--- Ende Zitat ---

Nun ja, im Unterschied zu richtige Misshandlung oder Missbrauch haben die Eltern in den beschriebenen Fällen es gut gemeint, sie wussten ja nicht besser.

Meine Borderline-erkrankung stammt z. B. von ziemlich brachial behandelte Huftluxation im Babyalter.
Meine Eltern hatten damals kein Wahl, keine Alternative bzw. Alternative wäre Nicht-Behandlung und eine schlimme Gehebehinderung, die dann wohmöglkich noch schlimmere psychische Folgen für mich hätte
Also gingen sie in eine damals beste Klinik in Moskau und liessen mich behandeln. Das ich als Baby diese Behanlung als Misshandlung erfasste, wussten sie nicht.

man kann den Eltern von damals keine Vorwürfe machen, sie wollte ja nur Gutes

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