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Feuerbestattung mit einem Sarg... warum??? ---Bestattungskult---

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Lucas de Vil:

--- Zitat von: danny am 06 Juni 2011, 21:07:38 ---aber da du undgefähr genausoviel empathie und pietät besitzt wie ein klumpen nasses brot ist diese diskussion schon wieder vergeudete liebesmüh...  ::)

--- Ende Zitat ---
So hart würde ich das nicht sagen.


--- Zitat von: danny am 06 Juni 2011, 21:07:38 ---klappskalli
--- Ende Zitat ---
ist als Wortkreation deinerseits den Aufwand des Schreibens mindestens wert gewesen. :)

Eisbär:
Pietät ist weniger für die Würde des Verstorbenen oder Respekt für den Leichnam. Sie ist dafür da, um die Gefühle der Hinterbliebenen, die eh schon extrem strapaziert sind, zu schützen.


Um nichts anderes geht es bei den Begräbnisritualen der verschiedenen Kulturen.
Hinterbliebene haben gerade einen geliebten Menschen verloren. Das ist ein extremer emotionaler Zustand. Da ist es äußerst kontraproduktiv, das Andenken der Personen zu stören, indem ihre Leichname respektlos behandelt werden.

K-Ninchen:
Krass, so viel geballter Hass, da muss ich echt aufpassen, dass ich mir die Haare nicht versenge!

Ich selber finde, der Umgang mit dem Hinterbliebenen hängt auch vom Verhältnis ab, das man zum Verstorbenen hatte.
Wenn das jemand war, der vielleicht einen selber missbraucht und die Familie terrorisiert hat, wäre tatsächlich eine ganz neutrale Beerdigung angebracht ohne großen Aufwand. Da ist es auch verständlich, dass keine große Pietät oder Trauerspiel aufgebracht werden kann.
Zu einem Verhältnis gehören aber auch immer zwei. Und wenn der Hinterbliebene nicht in der Lage ist zu trauern, was soll man dann machen? Ihn zum trauern zwingen geht ja wohl schwerlich. Ansonsten gibt es halt die oben beschriebenen Vorschriften, die letztendlich jedem Verstorben noch eine allgemein als pietätvoll angesehene Bestattung ermöglicht, falls sich sonst keiner kümmern will oder kann.

Ansonsten würde ich mich immer versuchen danach zu richten: "Was hätte der Verstorbene sich gewünscht?". Wenn ich also weiß, dass der Verstorbene eine Feuerbestattung gewünscht hätte, versuche ich, dem so gut wie möglich zu entsprechen. Oder ich sorge dafür, dass das Lieblingslied auf der Beerdigung gespielt wird.

Ein Ritual des Abschieds wäre in dem Fall etwas sehr schönes, genauso wie eine Grabstätte, an der man den Verstorbenen noch einmal besuchen kann. Dabei ist natürlich den meisten klar, dass der Verstorbene bzw. das, was ihn ausgemacht hat, schon längst ganz woanders oder völlig aufgelöst ist und nur noch als Erinnerungen und Gefühle in einem selber existiert.
Es ist einfach eine symbolische Verbindung, zum Gedenken.

Das würde ich persönlich dem vorziehen, eine Urne mit der Asche des Verstorbenen bei mir zuhause stehen zu haben. Da hätte ich auch immer Sorge, diese mal aus versehen umzustoßen!

colourize:

--- Zitat von: Simia am 06 Juni 2011, 18:49:59 ---Hier ist von Pietät 2011 die Rede und die ist in diesem Sinne zu interpretieren, weniger primär religiös. Respekt ist da tatsächlich das Zauberwort.

--- Ende Zitat ---
ACK

Serenity:

--- Zitat von: K-Ninchen am 06 Juni 2011, 22:26:35 ---
Das würde ich persönlich dem vorziehen, eine Urne mit der Asche des Verstorbenen bei mir zuhause stehen zu haben. Da hätte ich auch immer Sorge, diese mal aus versehen umzustoßen!

--- Ende Zitat ---

Oder sie zu schniefen. Tatsächlich passiert: Einbrecher schnupfen Mann und seine Hunde

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