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Feuerbestattung mit einem Sarg... warum??? ---Bestattungskult---
Simia:
Es ist völlig legitim, dem Tod bzw. dem Ritus darum keine große Bedeutung beizumessen (Da ist man dann in guter Gesellschaft mit Epikur oder Nietzsche). Ebenso muss man zum Gedenken nicht zum Friedhof pilgern, wo sich die verstorbene Person zu Lebzeiten unter Umständen nie aufgehalten hat, sondern darf sich auch in ihrem Lieblingssessel oder an ihrem Lieblingssee an die schönen Zeiten erinnern.
Aber den meisten Menschen fällt es nun mal schwer, sich vorzustellen, dass so gar nichts mehr von der Person in ihrer Hülle enthalten ist, auch wenn sie nicht irgendwie spirituell veranlagt sind – nicht zuletzt, weil sie sich nicht vorstellen können, dass sie selber irgendwann "weg" sind. Das muss man nicht nachleben, aber respektieren. Und diese Verhaltensweisen nur auf eine religiöse Erziehung zu beziehen, ist etwas kurz gedacht.
Kallisti:
qIj-qul
Es geht nicht so sehr um den Respekt den Toten gegenüber (die davon ja nichts mehr mitkriegen), sondern um den Respekt den Zurückbleibenden, den Trauernden gegenüber.
Indem man den Toten "respektvoll" behandelt (die Leiche, die sterblichen Überreste, die Hülle - und: wie man über ihn spricht, wie man sich erinnert ...), bringt man den Zurückbleibenden (ich mag das Wort "Hinterbliebene" nicht) Respekt entgegen.
Zu Trauer durch Verlust (durch Tod ...) siehe den thread "Trauer" in diesem Forum.
Ja, Menschen verhalten sich da oft doch verblüffend ähnlich, aber dennoch gibt es auch große Unterschiede zwischen Einzelnen (wie sie "trauern", wie sie mit Verlust umgehen - insbesondere Verlust durch Tod eines geliebten Menschen).
Gerade wenn man so gar nicht "gläubig", religiös, spirituell ist, kann es sehr schwer sein, mit einem solchen Verlust "klarzukommen" - denn man weiß: da ist nichts mehr - ich kann noch so viel in Gedanken oder gar laut "mit"/"zu" dem Verstorbenen reden - letztlich führe ich doch nur Selbstgespräche.
Das macht einen zusätzlich fertig (so meine Erfahrung).
Denn die meisten Menschen scheinen doch das Bedürfnis zu haben, dem Toten noch etwas sagen zu wollen - nicht unbedingt, um das eigene Gewissen zu erleichtern oder Derartiges, sondern, um noch ein Gefühl von "Verbindung" zu haben - denn was am Tod eines geliebten Menschen zumindest anfangs am schwersten fällt, ist eben der Umstand, dass er einfach nicht mehr da ist - so gar nicht mehr - auch nicht bloß weit entfernt - es gibt einfach GAR KEINE Chance mehr, ihm noch mal je irgendwann zu begegnen, etwas sagen zu können, mit ihm dies oder jenes noch erleben ... zu können - NIE MEHR.
Es ist diese Endgültigkeit, an der absolut nicht zu rütteln ist, mit der die Zurückbleibenden fertigwerden müssen - ja, das macht dann jeder auf seine Art, wie auch sonst.
Und weil viele Menschen also das Bedürfnis haben, zu dem Toten doch noch irgendwie "Kontakt" zu haben, gibt es wohl verschiedene Totenkulte, Bestattungsrituale etc. - es bringt auch (im besten Fall) die Zurückbleibenden etwas zusammen - um einander gegenseitig "zu stützen" in dieser schwierigen Zeit ...
Manche Menschen "brauchen", wollen da nun mal eine Stätte, zu der sie gehen können, andere bauen sich zu Hause eine solche "Erinnerungsstätte", wieder andere halten schweigend "Zwiesprache" (in Gedanken), andere gehen in die Natur und meinen dort "Zeichen" zu finden etc.
Da du den Buddhismus erwähntest:
Ich empfehle das "Tibetische Totenbuch". Nein, ich kenne es nicht vollständig, nur Auszüge daraus - mir hat es ein wenig geholfen am Anfang (gerade was die Schilderungen der "Übergangszeiten"/"Zwischenzustände" angeht) - man muss dafür nicht zum Buddhismus "konvertieren" - aber wie gesagt: jeder geht damit auf seine Weise um.
Serenity:
--- Zitat von: qIj-qul am 06 Juni 2011, 12:51:29 ---Was für eine Vergeudung von Geld und Material in meinen Augen! Ich verstehe das nicht.
--- Ende Zitat ---
und du bist menschliche Platzverschwendung.
danny:
--- Zitat von: qIj-qul am 06 Juni 2011, 18:55:19 ---Respekt vor den Toten? Wozu?
--- Ende Zitat ---
du kannst ja deine lieben irgendwann gerne im wald verscharren, ihre leichen schänden, für kilopreise an gunther von hagen verkaufen oder ausstopfen und neben dir aufs sofa setzen und sie zuschauen lassen, wie du hier im forum den nächsten dämlichen thread eröffnest.
andere mögen das aber nicht und respektieren die würde der sterblichen überreste. seit jahrhunderten. und nur weil da jetzt ein klappskalli wie du um die ecke kommt, der das alles für zeit- und materialverschwendung hält, wird sich das hoffentlich auch nicht ändern. punkt.
aber da du undgefähr genausoviel empathie und pietät besitzt wie ein klumpen nasses brot ist diese diskussion schon wieder vergeudete liebesmüh... ::)
banquo:
Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, dich in diesem Forum einfach zu ignorieren.
Ich fürchte, ich habe mich selbst überschätzt.
Und auch in dem Bewußtsein, dass es vermutlich nichts ändern wird:
Kannst du nicht vielleicht einfach woanders doof sein?
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